Selbständigkeit als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit?

Fuerteventuras Bevölkerung ist von extrem hoher Arbeitslosigkeit geplagt. Über 30% der aktiven Bevölkerung sind ohne Job. Bei den unter 25-Jährigen liegt die Quote bei über 50%. Ein Leben auf Harz-IV einrichten können Arbeitslose in Spanien nicht. Ein nicht zu unterschätzender Anteil der Arbeitslosen hat buchstäblich Anspruch auf „nichts“.

Der Existenzgründer-Beratungsdienst der „cámara de comercio“ (Handelskammer) von Fuerteventura hat bekannt gegeben, dass die Zahl der Rat Suchenden im ersten Halbjahr 2012 um 46% gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen ist.

Insgesamt 302 potentielle Firmengründer wurden in diesem Zeitraum beraten. „Es ist Fakt, dass in Zeiten der Krise viele Bürger zum ersten Mal darüber nachdenken, sich ihren eigenen Arbeitsplatz zu schaffen“, erläutert der Vorsitzende der Kommission für Firmengründungen der Handelskammer, Javier Santana.

Tatsächlich befinden sich 65% der Rat Suchenden in Arbeitslosigkeit. 9,93% sind sogar seit mehr als 2 Jahren ohne Job. Die meisten anderen haben einen befristeten Arbeitsvertrag, der in Kürze ausläuft.

78,35% der Personen, die sich von der Handelskammer haben beraten lassen, sind zwischen 25 und 45, also im besten Alter für eine erfolgreiche Gründung.

Es bleibt zu hoffen, dass es einigen der potentiellen Existenzgründer wirklich gelingt, durch eine Firmengründung dauerhaft einen Ausweg aus der Arbeitslosigkeit zu finden und darüber hinaus vielleicht sogar weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Es gibt auf Fuerteventura sicher noch die eine oder andere Nische, die findige Unternehmer für sich erobern können. Doch sicher ist dies kein einfacher Weg. Das Marktumfeld ist schwierig, die Verbraucher haben wenig Geld und die Banken geben ungern die nötigen Kredite für das erforderliche Startkapital.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten