20 Mio. Euro für Technologiepark! Silicon Valley auf Fuerteventura?

Obwohl die Kanarische Regierung an allen Ecken und Enden den Rotstift ansetzt und auf Teufel komm raus spart, steht zurzeit die Vergabe der größten öffentlichen Infrastrukturinvestition des Jahres auf den Kanaren an. Auf Fuerteventura soll ein „Parque Tecnológico“, also ein Technologie-Park mit einer anfänglichen Gesamtinvestition von knapp 20 Mio. Euro entstehen.

Allein für die Erschließung des 278.642m² großen Grundstücks der ersten Phase sind 10,7 Mio. Euro eingeplant. Daraus sollen sich später 191.677m² Netto-Grundstücksfläche ergeben, rund 38.935m² entfallen auf Straßen und 48.028m² auf Gehwege, Parkplätze und sonstiges.

Auf den Parzellen, die eine Mindestgröße von 2.000m² haben werden, kann eine Bruttogeschossfläche von insgesamt 40.364m² entstehen.

Neben den Erschließungsarbeiten wurde auch der Bau des „Bioklimatischen Gebäudes“ ausgeschrieben, das Bestandteil des geplanten „Zentrums zur Förderung von Wissen und Technologietransfer“ sein soll. Dort sollen sogenannte „Firmen-Inkubatoren“, Laboratorien, Ausbildungs- und Versammlungs-Sääle, ein EDV-Zentrum sowie Begegnungsstätten für Unternehmer und Forscher untergebracht sein. Auch die Verwaltung des Technologie-Parks wird dort angesiedelt. Für das rund 8.000m² große Gebäude sind Baukosten von rund 8,6 Mio. Euro angesetzt.

Die Vergabe für die beiden Bauaufträge soll im September 2012 erfolgen. Rund 50 Firmen haben sich an der Ausschreibung, die aufgrund des hohen Volumens auf europäischer Ebene erfolgt war, beteiligt.

Die Inselverwaltung und die Kanarische Regierung betreiben das Projekt gemeinsam. Durch die Technologieparks sollen Forschung, Ausbildung und nicht zuletzt die Ansiedlung von Industrie mit besonderem Schwerpunkt bei den regenerativen Energien und im Hochtechnologiebereich gefördert werden. Die Technologieparks hätten „vom sozioökonomischen Blickpunkt aus einen hohen strategischen Wert und besäßen daher einen ausgeprägten Charakter eines öffentlichen Gutes von Interesse für die Allgemeinheit“. Außerdem seien die „Technologieparks ein essentielles Werkzeug der neuen Politik zur Förderung des industriellen Sektors und dienten als Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit des produktiven Sektors im Hinblick auf die Verwendung von Wissen und die Innovations- und Anpassungsfähigkeit.

Fuerteventuras Technologiepark soll in mehreren Phasen entstehen und eine Gesamtfläche von bis zu 800.000m² umfassen und soll ein „Magnet für Unternehmen und Aktivitäten aus Forschung und Entwicklung werde, die zu einer spezifischen wirtschaftlichen Entwicklung beitragen.“

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