Neue „alte“ Plage bedroht die Palmen auf Gran Canaria

Nachdem die Bedrohung der Palmenbestände der Kanaren durch den „Roten Palmrüssler“ (span. „Picudo rojo“) eingedämmt zu sein schien, ist nun ein weiterer Rüsselkäfer nemans Diocalandra frumenti an den Palmen fest gestellt worden.

Insbesondere auf Gran Canaria soll der Käfer sich stark verbreitet haben. Zunächst ging man davon aus, dass die extreme Trockenheit den Palmen zugesetzt hatte. Nach Untersuchungen durch die Umweltbehörde jedoch wurden an vielen Palmen im „Palmengürtel“, der sich von Las Americas bis nach Arucas erstreckt ein Befall mit dem gefürchteten Käfer festgestellt worden. Derzeit seien die natürlichen Plamenhaine noch frei von der Plage.

Diocalandra frumenti ist deutlich kleiner als der Rote Palmrüssler. Er misst nur rund 6mm, ein Umstand, der es deutlich erschwert, den Käfer an den Palmen zu finden und so den Befall festzustellen Außerdem verbringen die Käferlarven einen Großteil ihres Lebens im Inneren der Palme, vom dem sie sich auch ernähren. Von außen werden die Schäden erst sichtbar, wenn die Palme innen bereits stark befallen ist. Nach Aussage der Experten sei die Plage aber noch einzudämmen.

Erstmals aufgetaucht war Diocalandra frumenti im Jahr 1998. Wie auch der Rote Palmrüssler wurde Diocalandra frumenti durch den Import befallener Palmen auf die Kanaren eingeschleppt.

Auch auf Fuertevetura gibt es den Befall mit dem gefürchteten Käfer. Also: beobachten Sie Ihre Palmen und sollte Ihnen ein Rüsselkäfer unterkommen, egal ob rot oder schwarz, setzen Sie sich mit den entsprechenden Behörden in Verbindung: Tel.: 928 117 491 oder per E-Mail an:  [email protected]

In 2006 fielen dem Roten Palmrüssler (Rhynochophorus ferrugineus) insgesamt 296 Palmen auf dem gesamten Archipel zum Opfer. In 2007 waren es noch 245 und in 2008 noch 88 Palmen, die von den roten Plagegeistern niedergestreckt wurden, oder infolge des Befalls gefällt und verbrannt werden mussten, um die weitere Ausbreitung einzudämmen. Offenbar brachten die Maßnahmen den gewünschten Erfolg: in 2009 fielen dem Schädling nur noch 32 Palmen zum Opfer. In 2011 wurde nur noch ein Fall registriert, dieser allerdings auf Fuerteventura.

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