Staatsanwaltschaft fordert 11 Jahre Haft für Immigranten-Schleuser

Die Staatsanwaltschaft hat für neun Angeklagte Haftstrafen von jeweils 11 Jahren wegen Verletzung der Rechte von Ausländern, Betrugs und Urkundenfälschung gefordert. Die Beschuldigten, die auf Gran Canaria und Fuerteventura agierten, sollen von Ausländern zwischen 300 und 1.500 Euro für die Beschaffung von illegalen Dokumenten zur Erschleichung von Aufenthaltsgenehmigungen gefordert haben.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft haben diese neun Personen, darunter eine Gruppe von spanischen Geschäftsleuten und afrikanischen Immigranten, zwischen 2005 und 2009 Ausländern, die sich bereits illegal in Spanien aufhielten bzw. nach Spanien zum Arbeiten kommen wollten, ihre Dienste angeboten. Dazu gehörte die Beschaffung von gefälschten Meldebescheinigungen und fingierten Arbeitsverträgen.

Illegale, die sich bereits in Spanien befanden, mussten dafür zwischen 300 und 600€ bezahlen, Einreisewillige zwischen 1.000 und 1.500€. Die Beschuldigten sollen sich mehrerer Scheinfirmen bedient haben, um Arbeitsverträge vorzutäuschen und so Familienzusammenführungen zu ermöglichen.

Am 29.03.2011 war der Polizeichef von Pájara wegen möglicher Verwicklungen vorläufig festgenommen und nach seiner Vernehmung gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden. Die Nationalpolizei hatte die Büros der Gemeindepolizei von Pájara in Morro Jable und Costa Calma durchsucht. Auch der Sekretär der Gemeindeverwaltung war im Rahmen der Ermittlungen kurzzeitig vorläufig festgenommen worden. (Siehe Bericht in Ausgabe 96).

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