Reiseveranstalter suchen verzweifelt nach Betten auf den Kanaren

Der Boom bei der Nachfrage nach Reisen auf die Kanaren hat dazu geführt, dass kanarische Hoteliers sich derzeit über eine Auslastung ihrer Häuser von rund 90% freuen dürfen.

Die weiterhin kritische politische Situation in Ägypten lässt erwarten, dass diese erhöhte Nachfrage den ganzen Winter über anhalten wird.

Auf einer der bedeutendsten Tourismusmessen Europas, der „World Travel Market“ (WTM) in London, gaben sich die großen Reiseveranstalter die Klinke in die Hand, um bei den kanarischen Hotels weitere Kapazitäten unter Vertrag zu nehmen.

Vor allem die Reisegiganten hatten bis zum letzten Moment gewartet in der Hoffnung, dass sich die Lage in Ägypten vielleicht doch noch entspannt. Schließlich gehören den großen Reiseveranstaltern viele Hotelanlagen in Hurghada oder Sharm El Sheikh, und wenn ihre eigenen Häuser dort leer stehen, schlägt sich dies dramatisch in ihren Bilanzen nieder.

Doch nun zeigt sich, dass diese Strategie nicht aufgeht, da sich die Lage in Ägypten infolge der sozialen und politischen Spannungen weiter verschlechtert hat.

Die meisten Reiseveranstalter haben ihre Verträge mit den kanarischen Hoteliers bereits vor einem guten Jahr abgeschlossen und sich dabei die üblichen Kapazitäten gesichert. Nun wirft die Nachfragentwicklung jegliche Vorausplanung über den Haufen.

Gewöhnlich buchen die Reiseveranstalter rund 80% der Bettenkapazitäten der Hotels. Den Rest vertreiben die Hotelbetreiber über ihre eigenen Kanäle oder direkt an den Endkunden. In der Vergangenheit nutzten die Reiseveranstalter ihre Kontingente oft gar nicht vollständig aus, sodass die Hoteliers diese selbst an direkte Kunden vergeben konnten.
In der laufenden Saison sieht die Sache anders aus. Es dürfte kein Bett leer bleiben und nahezu alle Reiseveranstalter suchen händeringend nach weiteren Bettenkapazitäten.

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