Falscher Alarm: „Abgestürztes Passagierflugzeug“ entpuppt sich als Schlepper

Am Donnerstag, den 27.03.2014 ging eine Nachricht um die Welt, die sich in nur 18 Minuten so rasend schnell verbreitete, dass die Öffentlichkeit zumindest kurz vor einem Schock-Moment stand. Die spanische Presseagentur „Efe“ berichtete am Nachmittag über eine verunglückte Passagiermaschine, die circa zwei Meilen vor der Ostküste Gran Canarias im Meer trieb.

Knapp eine Viertelstunde später, klärten die spanischen Behörden die Situation auf und gaben Entwarnung. Das abgestürzte Flugzeug stellte sich als Schiff heraus. Die Verwechslung geht größtenteils auf eine optische Täuschung zurück, da das Schlepperschiff einen Kran transportierte und aus der Ferne einem großen Ferienflieger zum Verwechseln ähnlich sah.

Mehrere Augenzeugen berichteten der spanischen Notrufzentrale, dass unmittelbar vor der Küste Gran Canarias ein Flugzeug ins Meer gestürzt sei. Die Nachricht löste eine Ereigniskette aus, die in Gran Canaria für Alarmbereitschaft und in mehreren Ländern für große Verwirrung sorgte. Über Handynachrichten und örtliche Internetportale verbreitete sich die Unglücksmeldung so schnell, dass sie nur kurze Zeit später gewissermaßen offiziell wurde. Per Twitter veröffentlichte nicht nur die kanarische Notrufzentrale eine eindeutige Bestätigung der abgestürzten Maschine, auch zahlreiche Nutzer des sozialen Netzwerks posteten verschwommene Bilder des vermeintlichen Flugzeugs, die von der Küste aus gemacht wurden.

Wenige Minuten später erklärte die spanische Flughafenbehörde „AENA“, dass kein Flugzeug vermisst wird und es sich um eine Verwechslung handeln muss. Nach Angaben der Behörden bestätigte ein Hubschrauber, der zur vermeintlichen Unfallstelle geschickt wurde, das Missverständnis und sorgte endgültig für Entwarnung.

Trotz der Erleichterung, dass die angebliche Katastrophe nur ein Fehlalarm war, ist dieser Vorfall ein Beweis dafür, wie schnell sich Nachrichten sogar über die nationalen Grenzen hinaus verbreiten. Einige Augenzeugen, die den Rettungsdienst alarmierten, wollen sogar erkannt haben, dass es sich um eine Boeing 737 handelte, bei der mehr als 300 Passagiere an Bord waren. Die Flughafenbehörde betonte nach dem Vorfall, dass sie zu keiner Zeit einen offiziellen Flugzeugabsturz bestätigt hatte.

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