Schildkröten-Nachwuchs aus Cofete nach Aufzucht in Freiheit entlassen

Mehrere Dutzend Touristen und Anwohner waren am 21. März dabei, als das Umweltschutzpersonal des Cabildo am Strand von Cofete drei Unechte Karettschildkröten in die Freiheit entließ, die zuvor an genau diesem Strand geschlüpft waren. Mit seiner 13 Kilometer langen Sandlandschaft, die vollkommen frei von jeglicher Bebauung innerhalb des Naturparks von Jandía liegt, steht der Strand von Cofete seit nun schon einem Jahrzehnt im Mittelpunkt eines Artenschutzprojektes, das die Unechte Karettschildkröte auf Fuerteventura wieder ansiedeln soll. Während den jährlichen Kampagnen des Umsiedlungsprojektes wurden Tausende von Schildkröteneiern dieser Art von den Kapverden nach Fuerteventura gebracht und in Cofete eingegraben.

Wie bereits vorherige Projekte in vielen anderen Teilen der Welt, wie zum Beispiel Mexiko oder Kalifornien, gezeigt haben, sind die Erfolgschancen bei einer Wiederansiedlung dieser Art sehr hoch, da die Schildkrötenweibchen nach dem Erreichen ihrer Geschlechtsreife durch eine Art natürliches GPS-System zum Laichen an genau den Strand zurückkehren, an dem auch sie selbst einmal geschlüpft sind.

In der Hoffnung, dass sie nach circa 15 Jahren ihren Weg zurück nach Cofete finden, um ihre Eier abzulegen, wurden drei kleine Unechte Karettschildkröten, die nach dem Schlüpfen besonders schwach waren und daher in der Schildkrötenauffangstation in Morro Jable unter Beobachtung aufgezogen werden mussten, nun wieder in die Freiheit entlassen. Mit einem kräftigerem Gewicht zwischen 4 und 7,5 Kilo stehen ihre Überlebenschancen in freier Natur nach der Aufzucht durch die Experten um einiges höher. Wie die Umweltschutzbeauftragte des Cabildo Natalia Évora erklärte, sind solche öffentlichen Freilassungen immer eine gute Gelegenheit, um der Bevölkerung bewusst zu machen, wie wichtig die Erhaltung der Meeresumwelt ist. Die bürgerliche Mithilfe ist dabei unbedingt notwendig, um verletzte Meerestiere der Insel lokalisieren und behandeln zu können.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten