Mutige Rettung eines 15m Finnwals vor Fuerteventura

Bei einem Bootsausflug entdeckte die Besatzung eines kleinen Bootes südlich von Fuerteventura in der Nähe von Morro Jable einen 15 Meter langen Finnwal, der sich an vielen Stellen an einer sogenannten Langleine verfangen hatte. Bei dieser Vorrichtung handelt es sich um eine Fischereimethode, bei der zahlreiche mit Ködern versehende Angelhaken an einer starken Hauptschnur ohne Beaufsichtigung (z.B. an Bojen treibend) viele Stunden im Wasser liegen und die durch die unnötig langen Befreiungsversuche der Fische verpönt ist.

César Espino stieg daraufhin ins Wasser und versuchte, den Wal von den Haken am Schwanz und Mund zu befreien, während sein Freund Gustavo ihn sicherte.

Die mühsame Abtrennung der Leinen nur mit Hilfe eine Messers zog sich über eine Stunde und zwanzig Minuten lang hin und bedeutete für beide Helfer eine extreme körperliche Anstrengung, da sie ohne Pressluftflaschen, Flossen oder weitere Hilfsmittel unterwegs waren. Letzten Endes verlief die Rettungsaktion jedoch erfolgreich. Als Belohnung konnten die beiden dem großen Meerestier eine Weile mit dem Boot folgen und sich so gemeinsam mit dem Tier über die gelungene Aktion freuen.

César erzählte später im spanischen Fernsehen, dass er zunächst vor das Tier getaucht war, um einen ersten Kontakt herzustellen und dem Tier zu zeigen, dass er es nicht angreifen, sondern ihm helfen wollte. Der Wal hielt sich dann in Wassertiefen zwischen 7m und der Wasseroberfläche auf, bis es den beiden Männern gelungen war, ihn zu befreien.

Das Video der Rettungsaktion hat auf facebook innerhalb kürzester Zeit hunderttausende von Klicks erhalten. Dadurch ist auch das deutsche Fernsehen, Umweltaktivisten wie Greenpeace und Medien auf der ganzen Welt  auf die jungen Helden aufmerksam geworden. Gerüchten zufolge soll César für seinen mutigen Einsatz ein Umweltpreis verliehen werden.

Die Art des Fischfangs mit Langleine ist auf den Kanaren verboten. Man geht davon aus, dass die Langleine vor Afrika ausgelegt worden ist und durch die Wasser und Windbewegung in die Nähe Fuerteventuras kam.

Wir beglückwünschen César und Gustavo zu dieser gelungenen Rettung und wünschen uns mehr Menschen wie sie!

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