Erstes Offshore-Trainingszentrum Spaniens auf Gran Canaria

Im März eröffnete mit dem „Stier Training Centre“ im Hafen von Taliarte das erste Offshore-Sicherheitstrainingszentrum Spaniens, in dem unter anderem internationale Sicherheitszertifikate vergeben werden, die für die Arbeit auf hoher See, z. B. an Bord von Förderplattformen, benötigt werden.

Mehr als 30 Schüler – darunter aus Spanien, Großbritannien oder Griechenland – zählte das offene Unterrichtszentrum bereits seit seiner Eröffnung auf der Kanareninsel. In bestimmten Kursen gelangt man dort an das für die Arbeit in der Offshore-Industrie benötigte Zertifikat.
Die Einrichtung in Taliarte ist die erste ihrer Art auf den Kanaren und erfolgte nach dem Vorbild ähnlicher Bildungszentren, die bereits in Schottland, der Niederlande, Italien, Malta oder Singapur zu finden sind.

Das Trainingszentrum geht auf die Bemühungen und das Investment der Unternehmerin Ida Stier zurück, die selbst mehr als 30 Jahre Erfahrung im Seenotfalldienst vorweisen kann und Sicherheitsschulungen für die Offshore-Arbeit vorantreiben will. Mehr als zwei Millionen Euro flossen dabei in das Projekt im Hafen von Gran Canaria.

Das Zentrum rechnet mit ca. 200 Auszubildenden pro Jahr. Im Bereich maritimer Sicherheit werden verschiedene Kurse mit theoretischen und praktischen Trainingsanteilen angeboten, um den Teilnehmern wichtige Grundkenntnisse für ein sicheres Handeln sowie vorbeugende Maßnahmen zu vermitteln, die bei normaler Arbeit und besonders in Notfallsituationen im Bereich der Offshore-Aktivität beachtet werden müssen. Dazu gehört z. B. eine Aufklärung über das weltweite Seenot- und Sicherheitsfunksystem GMDSS (Global Maritime Distress and Safety System), einer Zusammenfassung technischer Einrichtungen, Dienststellen und Regelungen zur weltweiten Hilfe bei Seenotfällen und zur Sicherung der Schifffahrt. Geleitet wird der Kurs von erfahrenen Personen, die aus verschiedenen Schifffahrtsbereichen stammen.

Ein sogenanntes Helicopter Underwater Escape Training (HUET), das durch den alltäglichen Hubschraubertransfers von Offshore-Mitarbeitern zum allgemeinen Training gehört, vermittelt außerdem überlebenswichtige Methoden zur Selbstrettung aus gekenterten Luftfahrzeugen.

Das Zentrum bietet zudem eine medizinische Offshore-Tauglichkeitsprüfung nach den britischen OGUK-Vorschriften und vergibt insgesamt mehr als 14 Zertifikate, die je nach Training mit Kosten zwischen 200 und 1.000 Euro angesetzt sind.

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