Stromtrassen-Bau zwischen Puerto del Rosario und Gran Tarajal auf Eis gelegt

strommast

Nun ist es offiziell: Mit der Ablehnung des durch Red Eléctrica eingelegten Rechtsmittels gegen die einstweilige Verfügung, die am 04.01.2017 erwirkt wurde, haben die Projekt-Gegner bis auf Weiteres einen Baustopp der Hochspannungstürme zwischen Puerto del Rosario und Gran Tarajal erreicht.

Gemeinsam mit der Inselverwaltung von Lanzarote und der Gemeindeverwaltung von Yaiza geht das Cabildo auf Fuerteventura gegen das geplante Projekt des spanischen Netzbetreibers vor, eine neue Stromtrasse zu bauen, die Mácher auf Lanzarote mit Matas Blancas auf Fuerteventura verbinden soll. 2015 hatte die Inselverwaltung vor dem Verwaltungsgericht erstmals gegen das Vorhaben geklagt. Anschließend richtete man sich im Dezember 2016 mit einer Aufforderung an die zuständige Abteilung der Kanarischen Regierung, um eine Nichtigkeitserklärung der positiv verlaufenen Umweltverträglichkeitsprüfungen zu erwirken. Die betroffene Gesamtstrecke sei dabei nämlich in fünf Teilabschnitte gegliedert worden und hätte durch die Einzelbetrachtung eine strategische Beurteilung der tatsächlichen Umweltauswirkungen unmöglich gemacht.

Mit der Eröffnung einer Untersuchung durch die Umweltaufsichtsbehörde APMUN leitete man außerdem Ermittlungen gegen Red Eléctrica ein, um herauszufinden, ob das Unternehmen im Zuge der Bauarbeiten neue Wege eröffnet hatte, die ursprünglich nicht im Projekt vorgesehen waren und somit auch nicht über die nötigen Genehmigungen verfügen. Noch dazu wird die Erschließung neuer Wege im Bebauungsplan der Insel (PIOF) eindeutig verboten. Letztlich kamen so mehr als 30 Klagen durch Verstöße in den Gemeinden Puerto del Rosario, Antigua, Tuineje und Pájara zusammen.

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