Pädophiler auf Gran Canaria verurteilt

Das Strafgericht in Las Palmas hat kürzlich einen englischen Gitarristen und Fotografen wegen des Erwerbs und der Produktion von Kinderpornografie zu insgesamt drei Jahren Haft verurteilt. Fast zwei Jahre lang soll der auf Gran Canaria wohnhafte Mann sogar selbst Fotos von leicht bekleideten Mädchen an einem Gemeinschaftspool in einer Anlage an der Playa del Inglés geschossen haben.

Seit 2013 hatte der Mann sich kinderpornografische Inhalte aus dem Internet heruntergeladen sowie selbst minderjährige Badegäste mit sexuellem Hintergrund aus dem Fenster seines Apartments in gezielten Situationen – etwa als diese sich umzogen – fotografiert. Das sichergestellte Material, das auf dem Computer des Verurteilten gespeichert war, zeigte zum Teil auch schweren Missbrauch von noch sehr kleinen Kindern. Die selbst geschossenen Bilder hatte er zudem entsprechend bearbeitet, indem gewisse Körperteile vergrößert und anschließend nach Kategorien abgelegt wurden.

Unter den betroffenen Kindern war auch ein erst neunjähriges Mädchen, das – nachdem es von den Vorfällen erfahren hatte – den Pool aus Angst fotografiert zu werden nicht mehr aufsuchen wollte.

Zwar wurde der 62-Jährige nicht wegen der Verbreitung von Kinderpornografie verurteilt, dennoch sah das Gericht seine – wie er selbst behauptete – „gelegentlich geschossenen Fotos“ von badenden Kindern als Produktion solch illegaler Inhalte an. Den regelmäßigen Erwerb aus Internetplattformen hingegen hatte er während der Verhandlung sogar zugegeben.

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