Flugzeugkatastrophensimulation auf Fuerteventura erfolgreich verlaufen

In der Theorie müsste Fuerteventura nun bestens für den Fall einer möglichen Flugzeugkatastrophe vorbereitet sein. Am 07.06.2017 führte das Cabildo (Inselverwaltung) in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe die Ernstfallübung Canasar/Morsa 2017 durch, um die Reaktions- und Koordinationsfähigkeit der verschiedenen Einsatzkräfte zu bewerten.

Simuliert wurde die Kollision zweier Maschinen in der Luft – einer Passagiermaschine mit 48 Menschen an Bord sowie eines Militärflugzeugs mit 11 Besatzungsmitgliedern. Um 15:30 Uhr wurden alle verfügbaren Rettungskräfte alarmiert. Die Unglückssituation stellte einen Absturz der Militärmaschine über dem Meer zwischen Jandía und Gran Canaria dar, während das Passagierflugzeug auf dem Weg zum Flughafen eine Notlandung in der Nähe von Los Alares vornehmen musste.

Feuerwehrleute, Rettungsfahrzeuge und andere Notfalleinheiten machten sich auf den Weg zur Unglücksstelle im Zentrum der Insel, um an erster Stelle den schwerverletzten Passagieren zur Hilfe zu kommen. Auf der knapp zwei Quadratkilometer großen Absturzfläche lagen neben persönlichen Gegenständen, Koffern und Trümmerteilen der Maschine die vielen Opfer der Katastrophe verstreut. Die Passagiere mit den schwersten Verletzungen – darunter auch mit amputierten Gliedmaßen – wurden direkt mit dem Hubschrauber bis ins Inselkrankenhaus geflogen. Leichtere Verletzungen behandelten die Rettungskräfte hingegen vor Ort.

Für die Suche nach möglichen Überlebenden um die Absturzstelle auf dem Wasser aktivierte man zwei Bergungseinheiten aus der Luft (Helikopter der Seenotrettung und der portugiesischen Luftstreitkräfte), zwei Schiffe der Seenotrettung sowie mehrere Hubschrauber.

Insel-Präsident Marcial Morales besuchte am Tag der Übung selbst die simulierte Absturzstelle in Los Alares, um sich ein Bild von der Aktion zu machen. Wie er dabei erklärte, solle dies bei der Bewertung der Reaktionsfähigkeit helfen, um mithilfe gut trainierter und koordinierter Einsatzkräfte bestmöglich auf einen möglichen Ernstfall vorbereitet zu sein.

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