“Monster von Malpelo” vor Fuerteventura gesichtet

Schildzahnhai

Dank der idealen Wassertemperatur und dem reichen Fischvorkommen bilden die kanarischen Gewässer eine nahezu perfekte Heimat für eine Vielzahl von Hai- und Rochenarten. 86 verschiedene Spezies wurden bereits dokumentiert, darunter beispielsweise der Engelhai (Squatina squatina), der Hammerhai (Sphyrna mokarran) oder der Schildzahnhai (Odontaspis ferox).
Letzterer wurde am 18.06.2017 vor der südlichen Küste Fuerteventuras von einer Gruppe des Tauchclubs Oxígeno gesichtet. In den Tiefen des Meeres machten zwei Taucher Bekanntschaft mit dem majestätischen Tier.

Das 3,5 Meter lange Weibchen soll kurz aufgetaucht sein, um die Richtung zu wechseln und bewegte sich dabei in einer Tiefe zwischen 20 und 33 Metern.

Die Artenvielfalt rund um die Kanaren gilt als wertvolles Naturerbe, das sich zu einem wahren Anziehungspunkt für Meeresbiologen aus allen Teilen der Welt entwickelt hat. Beispielhaft dafür ist auch die Sichtung des Schildzahnhais, dessen Entdeckung vor der Küste der kolumbianischen Insel Malpelo knapp 18 Jahre zurückliegt. Der auch als „Monster von Malpelo“ bekannte Hai gilt als vollkommen friedlich und ungefährlich gegenüber Menschen.

Auf den Kanaren ist seine Sichtung ein ganz seltenes und besonderes Ereignis. Nicht öfter als ein-, zweimal im Jahr lässt sich das geheimnisvolle Tier blicken, wo es dann meist innerhalb des Meeresreservats von Las Calmas vor El Hierro zu entdecken ist. Leider wird der Hai, der die meiste Zeit in sehr großer Tiefe (ca. 800 Meter) verbringt, in der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als bedrohte Art aufgeführt.

Man vermutet, dass trächtige Weibchen in flachere Gewässer vordringen, um dort ihren Nachwuchs zu gebären. Normalerweise leben die Tiere pelagisch, also im offenen Meer.

Fuerteventura genießt das Privileg, über die größte kontinentale Plattform des Archipels zu verfügen, da die Insel Teil einer mehr als 200 Kilometer langen Linie bildet, die bei der kleinen Insel Alegranza nördlich von Lanzarote ihren Ursprung hat und sich bis zu 20 Kilometer südlich von Punta de Jandía verlängert. Dadurch findet man hier auch die mit Abstand reichste Artenvielfalt, die regelmäßig von Fischern, Tauchern oder Schwimmern bestaunt werden kann und dabei immer wieder eine neue Überraschung bereithält.

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