Wolkenfänger des Cabildo sammeln mehr als 33.000 Liter Wasser im Jahr

Wolkenfänger b

vom Cabildo Fuerteventura auf dem Pico de la Zarza und in Morro Velosa installierten „Wolkenfänger“ konnten seit Dezember 2016 über 33.000 Liter Wasser ansammeln. Hintergrund der speziellen Auffangkonstruktionen ist die Nutzung der feuchten Passatwinde mit dem Ziel einer nachhaltigen Wasserwirtschaft.

Das vom EU-Regionalfonds mitfinanzierte Projekt lief Ende 2014 an, als die Umweltschutzabteilung die ersten „Atrapanubes“ an den höchstgelegenen Standorten der Insel anbrachte. Um die Effektivität der Anlagen zu prüfen, wurden mehrere Zähler zur Messung der aus den Speichertanks extrahierten Wassermenge eingebaut. Die Ergebnisse sind seither durchgehend positiv und zeigen bei Passatwinden einen Ertrag von umgerechnet etwa 6.500 Liter Wasser pro Monat.

Die Funktionsweise besagter Nebelkollektoren ist dabei ziemlich banal. Die Wassertropfen aus den Wolken kondensieren an einer Art vertikal aufgespannter Leinwand, die in den hoch gelegenen Berggebieten entsprechend positioniert wird, und fließen anschließend durch ein spezielles Kanalsystem in ein gemeinsames Auffangbecken. Das angesammelte Wasser findet dann beispielsweise Anwendung in verschiedenen Aufforstungskampagnen, mithilfe derer besonders die heimische Flora erhalten und dem Erdboden Feuchtigkeit zugeführt werden kann, um die Landschaftsqualität zu verbessern.

Die Aussichtsplattform Morro Velosa auf dem Berg Tegú sowie der inselhöchste Gipfel Pico de la Zarza gehören dank ihrer Höhenlage zu den Orten mit der höchsten Feuchtigkeit, an denen sich die für die Passatwinde typischen Wolkenmeere bilden. Dies ermöglicht die Entstehung einzigartiger Ökosysteme, in welchen seltene endemische Pflanzenarten wie der Jandía-Natternkopf (Echium handiense) oder die Winter-Margerite (Argyranthemum winteri) zu finden sind. Nicht umsonst beherbergt die Zone um den Pico de la Zarza die größte Artenvielfalt der Insel.

2 Kommentare

  1. Hallo Helga. Im Artikel steht, dass seit Dezember 2016 33.000 Liter Wasser gewonnen wurden. Die Angabe bezieht sich als nicht auf volle 12 Monate. Weiterhin heißt es “…bei Passatwinden… 6.500L pro Monat…” Allerdings wehen die Passatwinde ja nicht das ganze Jahr hindurch. Damit ist die Headline auch richtig “…mehr als 33.000 Liter pro Jahr”, wenn in den restlichen Monaten des laufenden Jahres noch etwas hinzukommt. Die Zahlen stammen aus einer Pressemitteilung des Cabildos. Wir können die Daten nicht an der “Quelle” überprüfen, aber wir versuchen grundsätzlich, Zahlenangaben von Behörden auf Plausibilität zu prüfen. Insofern ist Deine Frage absolut berechtigt. Liebe Grüße. Thomas Wolf

  2. Mathematisch kriege ich es nicht hin:
    mehr als 33.000 Liter pro Jahr? ….pro Mt. etwa 2.750 liter…
    6.500 Liter pro Monat? Pro Jahr 78.000 Liter?
    Wie viel Windfänger sind da? Kommen noch welche dazu?

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