Kanarische Inseln: nur halb so viel Kriminalität wie in Deutschland

Einbrecher

Kanarischen Inseln gelten als extrem sicheres Reiseziel. Die Zahl der Fälle von Kriminalität pro 1.000 Einwohner ist nur etwas mehr als halb so hoch wie in Deutschland.

Dennoch haben manche Urlauber und Residente das Gefühl, dass die Kriminalität in der letzten Zeit angestiegen ist. Die Kriminalstatistik zeigt jedoch, dass diese Entwicklung auf den Inseln sehr unterschiedlich ist. Außerdem zeigen die Zahlen, dass trotz des Zuwachses kein Grund zur Sorge besteht. Denn die Kriminalität auf den Kanaren bewegt sich  insgesamt immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau.

Die Zahl der verzeichneten Straftaten ist auf den Kanarischen Inseln in 2017 um 2,9% gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

In 2017 wurden auf den Kanarischen Inseln in 91.359 Straftaten registriert. Bei einer registrierten Bevölkerung von 2.164.344 Personen entspricht das einer Rate von 42 Straftaten auf 1.000 Einwohner. Im Vergleicht dazu wurden in Deutschland 2016 über 6,37 Mio. Straftaten registriert. Dies entspricht einer Rate von 77 Straftaten auf 1.000 Einwohner.

Mit anderen Worten: Auf den Kanaren ist das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, nur etwas mehr als halb so groß wie in Deutschland.

Unterschiedliche Entwicklung auf den einzelnen Kanarischen Inseln

Auf La Gomera und La Palma sind die registrierten Straftaten um 5,6% bzw. 13,8% zurückgegangen.

Auf Fuerteventura ist die Zahl der Straftaten um 11,9% gestiegen, auf Lanzarote um 8,6%. Am stärksten war der Zuwachs auf El Hierro mit einem Plus von 15,5%.
Auf Gran Canaria stiegen die Fallzahlen um 2,5%, auf Teneriffa um 1,9%.

Mit 30.127 Fällen ist Diebstahl das häufigste Delikt auf den Kanaren. Dir Zahl ist jedoch in 2017 um 2,7% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Einbruchdiebstähle in Wohnungen, Läden und anderen Einrichtungen sind ebenfalls um 5,8% auf 5.347 Fälle gesunken.

Mord und Totschlag sind von 21 auf 20 Fälle gesunken, ebenso wie deren Versuche (-18,2% auf 36).
Damit ist auch das Risiko, auf den Kanaren Opfer eines konsumierten oder versuchten Tötungsdeliktes zu werden, deutlich geringer als in Deutschland.

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