Mutmaßlicher Mord an Ehefrau auf Gran Canaria

Zunächst deutete alles auf einen schrecklichen Unfall hin. Die Stille in der kleinen Calle Felicidad im Stadtteil La Mata von Las Palmas de Gran Canaria wurde am Vormittag des 08.06. vom Getöse einer Verpuffung jäh unterbrochen. Nachbarn eilen zur Hilfe, zwei von ihnen brechen die Tür zur Wohnung von Ángel (64) und María Soledad auf. Sie finden Ángel mit schwersten Verbrennungen am ganzen Körper. Maria Soledad ist tot. Die Nachbarn löschen die Flammen, bevor die Feuerwehr eintrifft. Die Kinder des Paares, die noch zu Hause wohnen, sind zu dieser Zeit nicht im Haus.

Keine Explosionsanzeichen

Da die Nachbarn keine Explosionsanzeichen finden, kommt ihnen das ganze merkwürdig vor. Dennoch halten sie sich auch später vor den Medien mit Spekulationen zurück.

Die eintreffenden Rettungskräfte können nur den Tod der Frau bestätigen. Den Mann bringen sie mit schweren Verbrennungen von über 50% der Körperoberfläche ins Krankenhaus. Später wurde er in ein auf Verbrennungen spezialisiertes Krankenhaus nach Sevilla ausgeflogen.

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und stellte schnell Tatsachen fest, die nicht für einen Unfall sprechen. María Soledad trug einen sauberen Schlafanzug, obwohl später mindestens eine Stichverletzung festgestellt wurde. Hätte sie den Schlafanzug getragen, als ihr diese Stichverletzung zugefügt wurde, hätte dieser an der ein Einstichstelle ein Loch aufweisen müssen. Ebenso muss die Verletzung geblutet haben.

Aktuell geht die Polizei davon aus, dass Ángel seine Frau erstochen und sie dann umgezogen hat . Mit dem Brand wollte er wohl die Tat verschleiern. Unklar ist, ob er sich selbst mit dem Feuer das Leben nehmen wollte.

Das Paar hat hinterlässt drei Kinder, eines davon ist noch minderjährig

María Soledad ist das zweite Todesopfer in diesem Jahr auf den Kanaren, dass durch die Hand eines Partners oder Expartners gestorben ist. Spanien weit sind es aktuell 16 Frauen, die dieses schreckliche Schicksal erleiden mussten.

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