Half-Marathon El Sable in La Pared: 300 Menschen am Start, aber keine einzige Toilette

El Sable Fuerteventura ohne Toiletten am Start

Gegen 9.00h wurden am 24.09.2018 rund 285 Sportler mit mehreren Bussen in La Pared abgeladen. Zusammen mit den Organisatoren und den medizinischen Betreuern warteten über 300 Personen auf den Start der Laufveranstaltung „Half Marathon El Sable“. Die erste Etappe führte von La Pared durch den Naturpark von Jandia.

Nachdem die Teilnehmer aus den Bussen ausgestiegen waren, mussten Anwohner, Surfschüler und Touristen in La Pared mit ansehen, wie sich die nähere Umgebung des Ortes in kürzester Zeit in eine öffentliche Toilette verwandelte.

Praktisch jeder Busch und jeder kleine Graben im Gelände diente als Deckung zur Verrichtung der Notdurft. Und mit steigender Nervosität kurz vor dem Start stieg bei manchen Teilnehmern mit dem Druck auf die Blase auch gleich die Hemmschwelle. Einige Teilnehmerinnen zogen in ihrer Not in der unmittelbaren Nähe des Starterfeldes blank. Den Herren gelang das naturgemäß etwas diskreter.

Die nähere Umgebung von La Pared ist (nicht nur) voller Klopapier

Dass die Teilnehmer einer solchen Sportveranstaltung irgendwo ihr Geschäft verrichten müssen, ist natürlich und vorhersehbar. Die Menge an Toilettenpapier, dass sich in der Nähe von frischen Sportschuhabdrücken finden ließ, zeugt auch davon, dass die Sportler schon wussten, dass sie dieses brauchen würden.

Offenbar ist diese Notwendigkeit jedoch sowohl den Organisatoren, als auch denjenigen, die diese Sportveranstaltung genehmigt haben, entgangen. Am Start in La Pared war nämlich nicht eine einzige Mobil-Toilette aufgestellt, wie sie sonst bei solchen Veranstaltungen üblich sind.

Den Sportlern ist sicher kein Vorwurf zu machen. Aber solche Fehler in der Organisation von Veranstaltungen dürften ein gefundenes Fressen für Kritiker sein. Insbesondere dann, wenn diese Veranstaltungen auch noch in Naturschutzgebieten durchgeführt werden.

Bei der aktuell herrschenden Windstille und den hohen Temperaturen ist es für die Besucher und Anwohner von La Pared natürlich besonders unangehmen, wenn die umliegenden Büsche als Toiletten mißbraucht werden.

Der Werbeeffekt für Fuerteventura, den man sich von solchen internationalen Veranstaltungen erhofft, bleibt angesichts solcher Bilder fraglich.

7 Kommentare

  1. Ja, Denken ist heutzutage wahrhaftig Glücksache … immer mehr, und das in jeder Beziehung … nicht nur bei solchen Veranstaltungen. Die Hirnlosen, sind meist schon in der Politik zu suchen … dass das dann auf andere Organisationen und schließlich auf den Einzelnen abfärbt ist eine logische Konsequenz oder Gesetzmäßigkeit. Ohnmächtiges Kopfschütteln bleibt am Schluss.

  2. Bin selbst Sportler und Läufer. Das schlimmste ist wenn man vor einem Wettkampf nicht nochmal eine Toilette aufsuchen kann. Schlechte Organisation. Hoffe sie lernen aus diesen Fehlern.

  3. Angesichts dessen, das es was den Naturschutz angeht bereits 2 Minuten nach 12 ist, dürften solche Veranstaltungen in und um Naturschutzgebiete erst gar nicht genehmigt werden. Derjenige der dieses unterzeichnet hat sollte schnellstens seinen Hut nehmen und dann die sofortige Beseitigung der Schäden aus seiner eigenen Tasche zahlen. Der Organisator dürfte auf keinen der Inseln jemals wieder eine Veranstaltung abhalten. Solch ein Verhalten ist untragbar und zeigt keinerlei Respekt vor der Natur und den Einheimischen.

  4. Der nächste Event sollte eine Sammel/Säuberungsaktion sein…(. nur Organisatoren und der zuständige Mitarbeiter , der den Marathon ohne WC genehmigt hat)….!!! Die denkende Bevölkerung stirbt langsam aus…überall auf der Welt…nicht nur auf Fuerte…

  5. So etwas von ekelhaft!!
    Aber leider sind solche Naturtoiletten überall zu finden..oberhal der Playa Jaqueta kann man keinen Fuss vor den anderen setzen..ohne in Fäkalien zu treten.Und das C.calma wäldchen…..ohgottogot…!!!

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