Wintersaison auf Fuerteventura: Weniger Briten, dafür mehr Deutsche und Spanier

Die Prognosen für die Wintersaison auf Fuerteventura gehen von einem Rückgang der internationalen Urlauber um 1,8% aus. Die Daten werden anhand der von den Fluggesellschaften reservierten Slots und der sich daraus ergebenden Passagierkapazitäten errechnet.

Den stärksten Rückgang mit -16.000 Plätzen wird der britische Markt aufweisen. Das entspricht einem Minus von 5%. Dafür wird der deutsche Markt um rund 29.000 bzw. 8% wachsen.

Der Rückgang von internationalen Urlaubern wird von einem Anstieg des Inlandstourismus kompensiert. Die Zahl der Urlauber vom spanischen Festland könnte um 20.000 bzw. um 18% steigen. Die Zahl der Urlauber von anderen Kanarischen Inseln könnte um 6.000 bzw. 2% wachsen.

Sorge wegen der Wiederauferstehung konkurrierender Urlaubsziele

Der Vizepräsident der Inselverwaltung Fuerteventuras und Verantwortlicher des Tourismusressorts zeigte sich in einem Treffen mit Repräsentanten führender Reiseveranstalter und Hotelies besorgt: „Auch wenn wir generell wachsen, müssen wir gemeinsam an Maßnahmen arbeiten, die uns ermöglichen, auch in 2019 und 2020 die Referenz auf den Kanaren zu sein.“

Der Tourismus erwirtschaftet auf Fuerteventura rund 60% des BIP. Viele Familien und Unternehmen hängen direkt davon ab.

Die Kanarischen Inseln stehen in einem Wettbewerb zu anderen Urlaubszielen. Seit 2011, mit dem Beginn des „Afrikanischen Frühlings“, erzielten die Kanaren von Jahr zu Jahr neue Besucherrekorde. Damals fielen diverse Reiseziele wie Ägypten, Tunesien, aber auch die Türkei und Griechenland als Konkurrenz weg.

Inzwischen verzeichnen diese Reiseziele jedoch wieder enorme Wachstumsraten. Offenbar ist nicht nur das Gefühl der Sicherheitsbedrohung bei den Urlaubern in diesen Ländern zurückgegangen. Weil die Urlauber dort über Jahre ausblieben, ist das Preisniveau dort deutlich gesunken, während die Kanaren in den letzten Jahren wegen des Nachfragebooms immer stärker gestiegen sind.

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