Hilfe für Straßenkatzen

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Das Cabildo von Fuerteventura arbeitet mit den Gemeinden an der Umsetzung einer Kampagne zur Populationskontrolle von Streunerkatzen. Dazu gehört auch, die Bevölkerung im Hinblick auf den Tierschutz zu sensibilisieren. Man müsse die Menschen über das Thema und die damit verbundenen Probleme aufklären. Nur so, erreiche man, dass keine Tiere mehr ausgesetzt werden.

Die Kampagne gründet auf einer Kooperation zwischen dem Cabildo, den einzelnen Gemeinden und der Tierärztekammer von Las Palmas. Die entsprechende Vereinbarung wurde am 15.01.2019 unterzeichnet.

Zur Durchführung der Initiative gewährt das Cabildo der Kammer einen Zuschuss von 25.000 Euro. Zum einen fließt das Geld in die Koordinierung der teilnehmenden Experten und Freiwilligen. Zum anderen in die Ausrüstung und das chirurgische Equipment, das zur Kastration bzw. Sterilisation der Katzen nötig ist. Die Tierärztekammer übernimmt zugleich den didaktischen Teil. Broschüren und Vorträge informieren über die geplante Vorgehensweise.

Aufsicht und Koordinierung übernimmt das Cabildo

Das Cabildo verpflichtet sich zudem, die Infokampagne zu beaufsichtigen und zu koordinieren. Die einzelnen Gemeinden stellen die Räumlichkeiten zur Durchführung der Eingriffe bereit.
Mithilfe der Aktion will man die möglichen Auswirkungen unkontrollierter Katzenkolonien auf die Umwelt reduzieren. Fuerteventura ist die erste Insel auf den Kanaren, die eine solche Initiative ins Rollen bringt. Laut dem Bürgermeister von Puerto del Rosario gehe die Insel mit gutem Beispiel voran. Die Hoffnung liegt auf einer nachhaltigen Zusammenarbeit. Indem die Kampagne zum festen Bestandteil des jährlichen Maßnahmenkatalogs wird, trage man zur Pflege der Tiere bei und erziele einen positiven Effekt für die Umwelt. Durch die gezielte Kastrations- bzw. Sterilisationsaktion soll die Zahl der Streuner gesenkt werden. Der Fokus liegt auf den Dörfern, Ortskernen und v.a. der Touristenzone um Caleta de Fuste. Dort sei die Lage besonders akut.

Die Abteilung für Umweltschutz des Cabildo setzt sich mit diversen Aktionen für den Schutz heimischer Wildtierarten ein. Vor allem Vögel fallen den Katzen oft zum Opfer. Zusammen mit den Gemeinden soll ein Plan zur Lokalisierung der Katzenkolonien aufgestellt werden. Die Tiere – meist ausgesetzte und verwilderte Hauskatzen – und deren Nachwuchs werden dann nach und nach eingefangen. Sowohl ihr Verhalten als auch die Dichte der bekannten Kolonien stehen unter Beobachtung.

Auf den Menschen übertragbare Krankheiten

Ein großes Problem sind die vielen Krankheiten, die Katzen auf den Menschen übertragen können. Darunter z.B. die Toxoplasmose. Der Erreger dieser Krankheit ist ein protozooischen Parasiten. Er befällt den Darm der Katze. Insbesondere für Schwangere stellt der Parasit eine Gefahr dar, da er mit Missbildungen des Fötus und Fehlgeburten hervorrufen kann. Aufgrund des hohen Vorkommens unter den zahlreichen Streunern breitet sich die Krankheit immer mehr aus. Nach Ansicht der Forscher könnte sie bald zu einem ernst zunehmenden Problem für die öffentliche Gesundheit werden.

7 Kommentare

  1. Vielen Dank Sabine du sprichst mir aus dem Herzen …. Gott sei dank gibt es nicht nur Michaels und Ralfs auf dieser Welt ….

  2. Sprach der Mensch, der sich wie Ratten vermehrt und mit seinem nicht falsch verstandenen Egoismus und Luxus das Recht herausnimmt zu entscheiden wer leben darf und wer nicht. Ich füttere so viel Tiere wie ich es möchte, übrigens nicht nur Tiere, sondern auch Hilfebedürftige Menschen.

  3. Die Katzen verhungern lassen, ist keine Lösung. Katzen vermehren sich unabhängig vom Nahrungsangebot!!!! Sie werden geboren um dann jämmerlich zu verrecken. Das ist keine Populationskontrolle……wir sind schließlich verantwortlich für die Situation….durch das aussetzen unkastrierter Katzen. Also bitte erst informieren, dann schreiben!!!

  4. WAS HILFT IST KASTRIEREN UND WETTERGESCHÜTZTE FUTTERSTELLEN DIE AUCH GEREINIGT WERDEN.ES IST UNSERE PFLICHT ALS MENSCH DEN TIEREN ZU HELFEN WIR LEBEN AUF LANZAROTE UND HIER IN PLAYA BLANCA HABEN WIR VIEL ERFOLG UND DAS SCHON SEID FAST 4 JAHREN. KLÄRT DIE MENSCHEN AUF ES WERDEN FREIWILLIGE KOMMEN INFORMIERT EUCH AUF FACEBOOK BEI FREDDYS CATHOUSE.DANKE UND VIEL ERFOLG

  5. aus falsch verstandener Tierliebe die Streuner füttern, die sich dann vermehren wie die Ratten. Verwöhnte Hotelgäste haben nicht das Denkvermögen, und zeigen sich auch noch uneinsichtig, Dreck und Kot nehmen zu und die Vogelwelt bleibt auf der Strecke. Da helfen nur empfindliche Geldstrafen.

  6. Ach, und wenn man sie nicht mehr füttert, verrecken sie elendig und damit ist das Problem dann gelöst? Tierliebe und Kinderliebe ist absolut nicht vergleichbar, aber dass muss man Tierhassern gar nicht erst versuchen zu erklären. Toxoplasmose, jede Schwangere weiß Bescheid darüber, auch in Deutschland gibt es diese Krankheit obwohl wir eher geringfügig streunende Katzen haben. Kein Tier der Welt ist so grausam wie der Mensch mein lieber Vorredner… und dieses Problem ist mal wieder durch Menschenhand entstanden.

  7. Das Problem würde aus meiner Sicht kleiner sein, wenn die Lieben Hotelgäste sie nicht füttern würden.
    Denn ich bin öfter auf Fuerte, und muss leider beobachten, wie Katzen und Tauben gefüttert werden.
    Aber es war ja in Deutschland schon immer so, Tierliebe geht über Kinderliebe
    Meine Meinung!!!!!!

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