Kreuzfahrtschiff in Gran Tarajal: Riesen-Brimborium für 6 Stunden Liegezeit

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Die Ankunft des Kreuzfahrtschiffes Breamar am 26.04.2019 im Hafen von Gran Tarajal wurde von der Gemeinde Tuineje und dem Fremdenverkehrsamt wie ein Großereignis zelebriert.

Die 744 überwiegend britischen Passagiere wurden mit Livemusik, einem eigens eingerichteten Markt und einem provisorischen Taxistand empfangen.

Der Bürgermeister von Tuineje, Sergio Lloret, sah in den Bemühungen den Beweis, dass die „Gran Tarajal und Tuinieje darauf vorbereitet seien, die Touristen, die mit Kreuzfahrtschiffen kommen, zu empfangen. Die Bürger hätten erneut bewiesen, dass sie diese Art von Tourismus bedienen können. Nun müssten nur noch die für den Hafen von Gran Tarajal Verantwortlichen ihre Arbeit machen, damit die Ankunft von Kreuzfahrtschiffen nicht nur punktuelle Ereignisse bleiben, sondern dass dies während der gesamten Kreuzfahrtsaison kontinuierlich geschieht.“

Es sei außerdem bedauerlich, dass nicht auch größere Schiffe wie die Balmoral im Hafen anlegen könnten, die die doppelte Anzahl von Passagieren an Bord haben, weil der Kai des Hafens zu klein ist, äußerte Lloret weiter. Deshalb müsse man weiter an der Verbesserung und Erweiterung des Hafens arbeiten.

Der Taxistand wurde eingerichtet, damit die Touristen das Gemeindegebiet erkunden und die Umgebung kennen lernen könnten.

Zweifelhafter wirtschaftlicher Nutzen

Die Breamar lag zwischen 7:00 und 13:00 im Hafen von Gran Tarajal. Das Bespaßungsprogramm der Gemeinde begann um 8:30h.

Die Frage ist, welche Aktivitäten die Kreuzfahrtouristen in gerade einmal 6 Stunden Liegezeit im Gemeindegebiet von Tuineje rein praktisch durchführen können. Zwischen Anlegen und von-Bord-Gehen dürfte mindestens eine halbe Stunde Zeit vergehen. Und wenn um 13:00h abgelegt wird, werden die meisten Urlauber sicher eine halbe Stunde Sicherheitspuffer einplanen, um ja wieder pünktlich an Bord zu sein. Mehr als 5 Stunden an Land dürften also kaum möglich sein.

Aufgrund der insgesamt knapp bemessenen Zeit ist anzunehmen, dass die Passagiere das Frühstück noch an Bord einnehmen und zum Mittagessen schon wieder an Bord sind. Die örtliche Gastronomie dürfte also nicht wirklich nennenswerten zusätzlichen Umsatz verzeichnen.

Für organisierte Ausflüge auf Fuerteventura ist der Zeitrahmen wohl ebenfalls zu knapp bemessen sein, sodass die Ausflugsbranche ebenfalls nicht profitieren dürfte.

Also machen letztlich ein paar Taxifahrer, ein paar Kunsthandwerker und einige Einzelhändler einen zusätzliche Umsatz. Ob das aber dies jedoch wirklich die von der Gemeinde Tuineje geforderte, möglicherweise millionenschwere Hafenerweiterung wirtschaftlich rechtfertigt, ist mehr als fraglich.

6 Kommentare

  1. Es dauert nicht lange dann werden diese Gäste auf dem Schiff eine Ausflugstour beim Reiseveranstalter buchen können.
    D.h.die suchen ein Reisebusunternehmen das sie schlecht bezahlen u.das Geld fließt natürlich in die Kasse des Reiseveranstalter u.dann haben nicht mal die kleinen Taxifahrer etwas davon
    Aber die Einheimischen haben den Dreck dieser Gäste und das Nachsehen u.wenn der Hafen für die auch noch gemacht wird
    GELD IN DEN SAND GESETZT.

    SO ERGEHT ES VIELEN ANDEREN LÄNDERN

  2. Man sollte die Häfen verkleinern, damit diese Dreckschleudern auf dem offenen Meer ankern müssen….

  3. Das ist so wie mit Kanonen nach Spatzen schießen….und der Schildbürger lacht sich einen weg…na ja vielleicht legen Trump, Putin oder Erdogan mal an…ach ne dann doch besser die Queen…haha

  4. Kreuzfahrten sind die besten Reise Möglichkeiten verschiedene Kulturen kennenzulernen .Wer dagegen ist ist ein Armläuchter ohne Ahnung.Die dickste fresse haben die ,die bis jetzt mit Kajak gefahren sind oder selbst Wasser scheu sind bei Gesicht waschen.

  5. Mit anderen Worten soll hier viel Steuergeld in womöglich sinnlose Umbauarbeiten investiert werden. 🤔 Die Gäste bleiben doch eh nur für ein paar Stunden auf der Insel . Somit dürfte nicht viel Geld im Ort hängen bleiben. Ich mag die Hafen und Strandpromenade von Gran Tarajal gerade deshalb weil sie so überschaubar ist.😍😍 Also alles so lassen wie es ist.
    Die großen Kreuzfahrschiffe können ja in Puerto del Rosario vor Anker gehen .Im Namen vieler Wiederholungs-Touristen zu denen ich auch gehöre sage ich nur eines : Finger weg von der Hafen und Strandpromenade von Gran Tarajal.Da werden mir auch viele einheimische zustimmen .Ich fahre jedes mal nach Gran Tarajal ein wirklich lohnendes Ausflugsziel,zumindest bis jetzt noch.Im Mai werde ich auch wieder dort sein und alles noch so vorfinden wie es bisher war so hoffe ich doch.😍😍

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