Urlauberrückgang auf Fuerteventura wirkt sich bereits auf Arbeitsmarkt aus

Arbeitslosigkeit
111212 MADRID el numero de parados en españa no deja de aumentar EN LA IMAGEN un gran numero de personas en paro hace cola en la oficina de empleo de la calle acacias PUBLICO FERNANDO SANCHEZ

Auf den Kanaren und besonders auf Fuerteventura und Gran Canaria zeigen sich erste Auswirkungen des deutlichen Rückgangs der Urlauberzahlen auf den Arbeitsmarkt.

In den ersten drei Monaten 2019 sind auf den Kanaren netto rund 19.000 Arbeitsplätze für Angestellte im Hotelgewerbe verloren gegangen. Im gesamten Dienstleistungssektor der Kanaren sind sogar 37.600 Arbeitsplätze für Angestellte verloren gegangen. Allerdings kamen 16.000 Selbständige in diesem Bereich neu hinzu, sodass unter dem Strich 20.900 Jobs im Dienstleistungssektor verloren gegangen sind. Das entspricht einem Rückgang von 2,29% gegenüber der Beschäftigtenzahl im Dienstleistungssektor des vorangegangenen Quartals.

Betrachtet man den Arbeitsmarkt für die beiden kanarischen Provinzen separat, zeigt sich ein noch düstereres Bild für die Provinz Las Palmas.

In der Provinz Teneriffa wurden im ersten Quartal 2019 insgesamt 3.400 neue Jobs verzeichnet, davon 500 im Dienstleistungssektor. Der Arbeitsmarkt in Las Palmas dagegen erlebte ein Minus von 28.800 Beschäftigten.

Der kanarische Arbeitsmarkt hatte sich noch lange nicht von der Wirtschaftskrise 2008 erholt

Betrachtet man die Vertragsabschlüsse im Monat März 2019, so ist deren Zahl in der Provinz Las Palmas um 5% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Auf Fuerteventura ist die Zahl der abgeschlossenen Arbeitsverträge im Tourismussektor (Hotels & Gaststätten, Transport etc.) sogar um 19% gegenüber dem Vorjahresmonat eingebrochen.

Die Arbeitslosigkeit auf den Kanaren war infolge der Wirtschaftskrise von 2008 auf über 35% gestiegen. In den Jahren der wirtschaftlichen Erholung sank die Quote auf rund 20%. Vor dem Beginn der Wirtschaftskrise lag die Arbeitslosenquote auf den Kanaren bei knapp über 10%.

Diese Zahlen zeigen, dass sich der kanarische Arbeitsmarkt trotz der Rekorde bei den Urlauberzahlen, die die Inseln seit dem Beginn der Unruhen in Nordafrika 2011 von Jahr zu Jahr verzeichnen konnten, noch lange nicht von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise 2008 erholt hatte.

Nun scheint sich eine neue Krise abzuzeichnen, die offenbar Fuerteventura und Gran Canaria besonders hart treffen könnte.

23 Kommentare

  1. Also, hier beschweren sich manche über Flugpreise, andere über die Gewerkschaften. Das ist lächerlich. Flüge sind weltweit zu billig, Zimmermädchen und Köche und Servicepersonal werden extrem mies bezahlt, nicht nur in Spanien. Wer meint, er hätte ein Recht auf viele Wochen Schlaraffenland zu Minipreisen, sollte seine Ferien auf seinem Balkaon verbringen, wenn er sich einen leisten kann.

  2. Seit Jahren steigen die Preise! Wir sind seit vielen Jahren dem Preistrend gefolgt. Dieses Jahr geben wir noch 2 Mal Geld dafür aus, freuen uns, tatsächliche Fuertefans zu treffen, vermissen die Türkei- und Afrikaurlauber nicht, die in den letzten Jahren die Strände „beheimateten“. Vermutlich werden wir nächstes Jahr woanders unseren Urlaub verbringen, solange Preis-Leistung nicht stimmig sind, bedenke man die 2 Stopps beim Fliegen; geht gar nicht.

  3. Alle Kommentare haben ihre Berechtigung und sind gewiss richtig!
    Nun zum großen „ABER“!!
    Wir sind seit langer Zeit Fuerte-Fans
    Was suchen wir:
    Ruhige Strände ohne Massentourismus.Hier kann man 20 oder mehr Kilometer am Strand gehen ohne das mir jemand etwas verkaufen will oder mich belästigt. Wo finde ich das?
    Keine johlenden oder betrunkene Menschen trotz AI in den Hotels,am Strand.
    Sicherlich sind die Preise stark angestiegen. Griechenland, Türkei und auch Ägypten sind für Pauschaltouristen mittlerweile wieder interessant und fallen als Fuerte Urlauber weg. Das wissen auch die Fluggesellschaften. Es wird keine Gesellschaften geben die jetzt extra ihr Kontingent für Fuerte erhöhen. Einzig und alleine die Hotels werden durch ihre Raffgier auf der Strecke bleiben. So wundert es mich das trotzdem neue Hotelkomplexe mit noch mehr Animation etc. entstehen. Das ist aber wohl eine wirtschaftliche bzw. politische Geschichte.
    Fazit:
    Es gibt für mich kaum eine Alternative für meine Urlaubsvorstellung.
    Wir suchen Ruhe, Strand und Meer!
    Fuerte war immer schon eine Insel für Individualisten!
    Wenn das negative überwiegt, bleibe ich zu Hause.

  4. Wir wissen, dass die Verantwortlichen sehr genau verfolgen, was sich in der Fuerteventurazeitung und in unseren sozialen Medien abspielt. Ob sie jedoch die nötigen Schlussfolgerungen daraus ziehen oder gar Maßnahmen ergreifen, steht auf einem anderen Blatt. Am 26.05.2019 haben es die Bürger auf Fuerteventura einschließlich vieler ausländischer Residenten in der Hand, bei den Kommunalwahlen für eine politische Wende zu stimmen.

  5. Das Thema scheint sehr zu bewegen. Vielleicht sollte Fuerteventurazeitung die Meinungen der Leser mal an die Verantwortlichen weiterleiten

  6. Man hat es leider verpasst in den guten Jahren seit 2011 in die Infrastruktur zu investieren. Beispielsweise die Strandpromenade hinter dem Robinson, mitterweile aöles kaputt, tiefe Löcher und schlecht beleuchtet. Dafür die Ausstellung von Willy Brandt und immer mehr sinnlose Kunstobjekte. Es ist schade für die Kanaren, war aber abzusehen. Die höheren Preise sind oft nur bei den Hoteliers angekommen. Die Pleite der Germania hat es beschleunigt. Es wird nur eine Möglichkeit geben, Touristen zurück zu holen. Und zwar macht das spanische Tourismusministerium Geld locker und siedelt die Iberia oder eine neue Airline an, die subventionierte Flüge anbietet. Dazu müssen die Gemeinden z.B. Pajara investieren. Ist billiger als Arbeitsmarktmassnahmen.

  7. Wir fahren seit 1991 nach Fuerteventura, fast immer sind wir in Hotels zwischen der Costa Calma und Jandia . Aktuell haben wir für den Juli 11 Tage das Rio Calma gebucht für 780 Euro pro Person ( Holidaycheck Direktflug ab Düsseldorf mit Condor HP DZ Balkon Meerblick. Das ist ein sehr gutes Hotel selbst der Fernsehgarten war schon des öfteren vor Ort. Sicherlich gibt es auch dort Bausünden ,aber gerade in den letzten drei Jahren wurde einiges neu gemacht und in Punkto Sauberkeit im Vergleich zur Türkei, ich kenne nur Cesme in der Nähe von Izmir , ist mir Vierte aber deutlich lieber. Also ich glaube wenn man ein bisschen sucht findet man überal gute und günstige Angebote und jeder sollte dort hin fahren wo er sich wohl fühlt und mit der Kritik ein bisschen überlegter umgehen denn dort leben auch Menschen die von dieser Arbeit leben müssen LG Jürgen

  8. Bin 30 Jahre nach Fuerteventura geflogen, stelle seit einiger Zeit fest, dass alles ungepflegter ist, die Preise immer mehr steigen.
    Nur für Sonne und Meer ist das zu teuer, das gibt es auch woanders
    Bleibe in Deutschland, da haben wir auch tolles Wetter, schöne Strände und alles viel gepflegter

  9. ….und endlich die Bauruinen abgerissen werden, schrecklich und seit Jahren geschied nichts. Man sollte sich ein Beispiel an Lanzarote nehmen, was eine schöne Insel. Ich kenne Fuerte seit 40 Jahren, aber was da los ist, ohne Worte. Werde die Insel wohl bald verlassen, sehr, sehr schade.

  10. Schade ,wir fliegen in die Dominikanische Republik ist länger, billiger und luxuriöser.
    Wir waren mehrer Jahre in Furte

  11. Leider gibt es fast nur noch Flüge mit 2 Zwischenstopps und das bedeutet, 10 Stunden Flug, 2 Stunden vorher da sein, das kann niemand verstehen und mit Transfer zum Hotel ist man dann 13-14 Stunden unterwegs! In der Zeit fliege ich in die Domininkanische Republik! Schade !

  12. Fuerteventura kann man sich als 4 köpfige Familie mit Schulpflichtigen Kindern in den Ferien bei diesen Preisen nicht mehr leisten. Eine Woche kostet locker über 3.000 € das ist nicht mehr Verhältnismäßig und für eine Woche zu viel.

  13. Wir haben einen kleinen Bungalow auf Fuerte, der auch vermietet wird. Uns hat die Insolvenz von Germania stark getroffen; man bekommt nur noch teuere Nonstop-Flüge oder Flüge mit ein bis zwei Stopps. Von Bremen fliegt aktuell keine Airline mehr und ob Sundair lange überlebt, wissen die Götter. Wir fliegen schon viele Jahre nach Fuerte, die Spanier sind nett und sehr hilfsbereit, aber ohne spanisch kommt man nicht sehr weit. Sogar auf den Behörden spricht keiner englisch. Vielleicht hängt die hohe Arbeitslosigkeit auch mit der mangelhaften Schulbildung zusammen?

  14. Teure Flüge mit 1 bis 2 Zwischenstopps und angehobene Hotelpreise.Nach 30 Jahre zu unterschiedlichsten Preisen in diesem Jahr das erste Mal leider nicht mehr.Ich hoffe dass sich Flüge und Preise irgendwann mal wieder ein bisschen normalisieren werden…

  15. Wenn die gewerkschaften immer mehr geld fordern fur die angestellten dan muss leider die preise auch steigen…wo soll man das geld sonns holen…die gewerkschaft machen alles kaputt…die haben England schon mal ganz kaputt gemacht…dank Maggie Thatcher hat es geretted.

  16. Ich denke es liegt auch daran, dass mehrere Fluggesellschaften weggebrochen sind. Es gibt viel zu wenig Flüge, jedenfalls von Berlin ab. Ryanair und easyJet. Oftmals werden nur Flüge mit 1-2 Stopps angeboten. Wer will das? Der BER wird nicht fertig; Tegel ist total überlastet. Dazu kommen dann die teils straff angezogenen Hotelpreise. Keine gute Kombi.

  17. Trotz guter Rente ,kann man sich die Kanaren kaum noch leisten. Deutschland Urlaub ist billiger und das Wetter ist super im Sommer. Also bleiben wir hier.

  18. Es gibt inzwischen Mittelklassehotels auf Fuerteventura, die für 10 Tage 2000€ pro Person haben wollen. Warum bleiben da wohl die Touristen weg?

  19. Nun ja, wenn die Preise immer nur nach oben gehen ist das ja kein Wunder
    Von der Türkei sollte man gewiss nicht alles übernehmen, aber an der Hotellerie dort könnte man sich etwas orientieren : beste Ausstattung bei günstigen Preisen.
    Dr. Lauer

  20. Das ist ganz schrecklich. Wenn der Bürgermeister immer mehr Hôtels schliesst gibt es wahrscheinlich noch mehr Arbeitslose. Ich habe kein Verständnis dafür. Unsere Luxair fliegt auch nur noch einmal in der Woche. Irgendetwas stimmt hier nicht. Aber wir lassen uns nicht abhalten, wir kommen dieses Jahr zum 13. mal für 7 Wochen, und freuen uns riesig. Ich wünsche Euch dass für Sie bessere Zeiten kommen.

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