Einspruch abgelehnt: Kanarische Regierung verliert nächste Runde ihres Feldzugs gegen private Ferienwohnungen

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Der „Obere Gerichtshof der Kanaren“ (Tribunal Superior de Justicia de Canarias TSJC) hat in seinem jüngsten Urteil erneut zugunsten der privaten Ferienvermietung entschieden und gegen die Kanarische Regierung entschieden.

Es hat den Einspruch der Kanarischen Regierung gegen ein Urteil einer unteren Instanz abgewiesen. Dies hat der Spanische Verband der Ferienwohnungsvereine FEVITUR bekannt gegeben.

In einer Pressemitteilung hat FEVITUR die Regierungen der Autonomen Regionen aufgefordert, das Europarecht zu respektieren und die Kanarische Regierung daran erinnert, dass sie bisher alle Schlachten gegen das Model der Ferienvermietung verloren hat.

„Die Kanarische Regierung hatte versucht, die touristische Vermietung von Wohnungen aus touristischen Zonen zu verbannen. Doch einmal mehr hat die Justiz ihr bescheinigt, dass sie nicht im Recht ist“.

Das neue Urteil bestätigt das vorangegangene Urteil, das festgestellt hatte, dass das Verbot von Ferienwohnungen in einigen Zonen die Gewerbefreiheit der Wohnungseigentümer unrechtmäßig einschränkt.

Für den Präsidenten von FEVITUR ist das jüngste Urteil eine gute Nachricht. Der Krieg der Kanarischen Regierung sei aber eine unnötige Energieverschwendung und erzeuge unnötige Spannungen.

Ferienwohnungen könnten ein Mittel gegen die All-Inclusive-Monokultur auf Fuerteventura sein

Die Meinungen über die Regulierung der privaten Ferienvermietung gehen weit auseinander. Die einen geben der privaten Ferienvermietung die alleinige Schuld an der Knappheit an bezahlbarem Wohnraum. Diese These wird auch gerne von der Hotellobby angeführt, die die Ferienwohnungen gerne als „unlauteren“ Wettbewerb abstempelt.

Andere sehen in der privaten Ferienvermietung die Möglichkeit für den „kleinen Mann“, an der Tourismuswirtschaft der Kanaren teilzuhaben und berufen sich auf ihr Recht, mit ihrem Eigentum zu machen, was sie wollen.

Fakt ist, dass das Anmieten von Ferienwohnungen ein weltweiter Trend ist, der nicht mehr aufzuhalten ist. Viele Urlauber wollen nicht in ein Hotel gehen, sondern bevorzugen ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung. Wenn dies eines Tages auf den Kanaren nicht mehr möglich sein sollte, reisen diese Kunden möglicherweise in ein anderes Ziel, wo sie ihre Urlaubsträume ausleben können.

Auf Fuerteventura sind bereits Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung in einzelnen Regionen zu erkennen. Während die All-Inclusive-Monokultur in den Hotels im Süden in einer tiefen Krise steckt und sich außerhalb der Hotels kaum noch wirtschaftliches Leben entwickeln kann, steht Corralejo noch vergleichsweise gut da. Dazu muss man wissen, dass sich der größte Anteil an Unterkünften in Corralejo in Apartmentanlagen befindet, die kein All-In anbieten. Folglich können Bars, Restaurants und Einzelhandel von Gästen profitieren, die aus ihren Unterkünften rausgehen.

5 Kommentare

  1. Hallo Yasmina, das Wort VERBOTEN ist ein Diktat. Plastikbecher usw. VERBIETEN …. ist für mich zu hart und starr.
    Anreize … Eigenverantwortung für das eigene Handeln!!!
    Das verhindern von Diktaten, wie auch das VERBOT von privater Vermietung! Das ist Einfluss über die Politik in all unsere Möglichkeiten zu Handeln.

    …. schade das überhaupt AI jemand glücklich macht !

  2. Es gibt doch noch Hoffnung in diesem Europa welches zunehmend von Ideologen geprägt wird. Nicht nur Hotel Lobbyisten sondern zunehmend die Sozialisten versuchen immer wieder gegen privates Eigentum vorzugehen. Enteignung, hohe Steuern und Bevormundung im freien Handeln sind die Instrumente dieser Verbrecher.
    Individueller Tourismus lässt einheimische besser Leben und nicht nur als “Servicekraft” in Hotelburgen für kleines Geld arbeiten.

  3. Endlich findet ein Umdenken statt.
    Auch der Süden der Insel sollte langsam wieder mehr zu dem Individuellen Tourismus zurückfinden.

  4. Sehr vernünftig. All-In nur Massenabfertigung und nichts individuelles. Ich hasse es🤷‍♂️

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