Fuerteventuras Viehzüchter müssen Tiere zum Schlachten nach Gran Canaria bringen

Schweinehälften

Der einzige Schlachthof Fuerteventuras war bereits seit Ende September 2019 für einige Tage geschlossen. Die Gesundheitsbehörde hatte bei einer Inspektion festgestellt, dass der Chlorgehalt des im Schlachthof verwendeten Wassers zu gering und der PH-Wert zu hoch war.

Daraufhin hat die Gesundheitsbehörde den Schlachthof, der als öffentliches Unternehmen der Landwirtschaftsabteilung der Inselverwaltung untersteht, dichtgemacht, bis das Problem mit den Wasserwerten gelöst ist.

Das Wasser wird zum Reinigen des Schlachtgutes und der Installationen benutzt und in einen betriebseigenen Wassertank gespeichert.

Trotz der Versprechungen für eine schnelle Lösung musste musste der Schlachthof am 10.10.2019 seinen Betrieb erneut einstellen. Dies haben die Viehzüchter nun öffentlich kritisiert.

Die Viehzüchter müssen ihre Tiere nun entweder in den Schlachthof nach Lanzarote oder gar Gran Canaria transportieren. Dies bedeutet für die Tiere unnötigen zusätzlichen Stress und für die Landwirte erhebliche zusätzliche Kosten, die das Endprodukt verteuern und die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Produzenten weiter verringern.

Die Fleischproduktion wird um mindestens zwei Tage verzögert, bevor Supermärkte, Restaurants, Hotels und Fleischereien auf Fuerteventura beliefert werden können.

Die Landwirte bemängeln, dass es nicht das erste Mal sei, dass die Anlage zur Wasseraufbereitung im Schlachthof defekt ist. Obwohl man wisse, dass das Problem beim Reservetank liegt, habe man es versäumt, die erforderlichen Maßnahmen im Eilverfahren einzuleiten.

„Null-Kilometer“-Philosophie bleibt auf Fuerteventura eine Illusion

Grundsätzlich wäre die lokale Produktion von Lebensmitteln mit „Null-Kilometer“-Transport zum Endverbraucher in Bezug die auf Nachhaltigkeit optimal.

Auf den ersten Blick scheint deshalb die Fleischproduktion auf Fuerteventura ein Schritt zu dieser Null-Kilometer-Philosophie zu sein.

Durch den Transport zu Schlachthöfen auf andere Inseln geht dieser vermeintliche Vorteil jedoch verloren.

1 Kommentar

  1. Das ist alles sehr traurig.
    Ich denke das es den Tieren sehr viel Stress bereiten wird und dadruch die Qualität des Fleisches sehr negativ beeinträchtigen wird.
    VG Matthias aus Siegen

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