Fuerteventura-Wetter: AEMET warnt vor Starkregen und Küstenphänomenen

Autos abgesoffen w

Die Spanische Wetteragentur AEMET hat für Fuerteventura eine Wetter-Warnung wegen Starkregen und Küstenphänomenen herausgegeben.

Die Regenwarnung der Stufe „gelb“ gilt für Fuerteventura für folgende Zeiträume: Von Mittwoch, 04.12.2019, ab 21.00h bis Donnerstag, 05.12.2019 um 06:00h. Und von Donnerstag, 05.12.2019, 18:00h bis Freitag, 06.12.2019 um 06:00h.

Die AEMET sieht in den genannten Zeiträumen eine Wahrscheinlichkeit von 10%-40% für Regenmengen von bis zu 15mm innerhalb von einer Stunde. Laut AEMET können lokal starke Regenböen nicht ausgeschlossen werden.

Zum Vergleich: die mittlere Jahresniederschlagsmenge auf Fuerteventura (Messstation Flughafen) liegt bei 98mm.

Im selben Zeitraum gilt auch eine Warnung der Stufe „gelb“ vor Küstenphänomenen. Konkret sieht AEMET eine Wahrscheinlichkeit von 40%-70% für Wellen mit einer Höhe von 4 Metern an der Nord- und Westküste Fuerteventuras.

Auch die anderen Kanarischen Inseln betroffen

Mit Ausnahme von El Hierro sind auch alle anderen Kanarischen Inseln vom 04.12. bis 06.12.2019 in unterschiedlichem Umfang von der Unwetterwarnung betroffen.

Die Warnung für Fuerteventuras Nachbarinsel ist praktisch identisch.

Auf Gran Canaria und Teneriffa ist jeweils nur der Norden betroffen.

Während für Gran Canaria jedoch nur vor Starkregen gewarnt wird, ist auf Teneriffa zusätzlich noch mit Sturm und Wellen zu rechnen. Auf Teneriffa ist die zu erwartende Regenmenge auch deutlich höher, als auf den anderen Inseln. Es muss mit bis zu 15mm Niederschlag innerhalb von einer Stunde und 60mm innerhalb von 12 Stunden gerechnet werden.

Warnungen vor Starkregen sollten auf Fuerteventura ernst genommen werden

Es kommt natürlich nicht immer zu starken Regenfällen auf Fuerteventura, wenn davor gewarnt wird. Doch wenn es passiert, kommt der Regen meist so heftig, dass er große Schäden anrichten kann.

Besonders groß ist das Risiko in den „Barrancos“, den Trockeflussbetten. Diese können sich innerhalb von Minuten in reißende Flüsse verwandeln. Besonders tückisch ist dabei, dass es kilometerweit entfernt regenen kann, ohne dass an der Stelle, an der man von einer Sturzflut überrascht wird, überhaupt etwas von Regen zu sehen wäre.

Sturzflut nach Starkregen in der Nähe des Club Aldiana auf Fuerteventura (März 2018)

Fuerteventuras Häuser und Hotels sind architektonisch in der Regel nicht auf Starkregen vorbereitet. Schwellen vor Haus- und Terrassentüren nicht meist nicht vorhanden. Gefälle auf Freiflächen sind nicht stark genug oder gehen gar in die falsche Richtung und viele Abflüsse sind nicht ausreichend dimensioniert.

Nicht selten wird die regelmäßige Wartung der ohnehin viel zu kleinen Abflüsse vergessen. Im Sommer sammeln sich Sand und Dreck in den Abflüssen, und mit dem ersten starken Regen kommt dann die Erinnerung an die unterlassene Säuberung viel zu spät.

Tarajalejo im Süden Fuerteventuras nach einem Starkregen im März 2017.

Auch bei der Wahl des Parkplatzes für sein Auto sollte man an die Folgen eines möglichen Starkregens denken. Im besten Fall riskiert man, das Auto nur mit nassen Füßen zu erreichen. Im schlimmsten Fall erlebt man einen Totalschaden.

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