Tod beim Apnoe-Tauchen auf Fuerteventura

Apnoe Tauchen

Gegen 17:02h des 27.12.2019 ging in der Kanarischen Notrufzentrale (Tel.: 112) eine Meldung über einen möglichen Tauchunfall ein. Der Anrufer berichtete, das ein Mann auf dem Weg ins Wasser sei, um einen anderen jungen Mann zu finden, der beim Apnoetauchen schon längere Zeit unter Wasser gewesen sei, ohne wieder aufzutauchen.

Das Unglück hatte in der Gemeinde Puerto del Rosario an der Playa Nido de las Águilas ereignet. Dieses Gebiet befindet sich zwischen Flughafen und dem ehemaligen Parador-Hotel südlich der Hauptstadt Fuerteventuras.

Der Rettungsdienst aktivierte einen Rettungshubschrauber, einen Notarztwagen und einen Rettungswagen, die Gemeindepolizei, die Nationalpolizei und die Feuerwehr von Puerto del Rosario.

Letztlich waren es die Feuerwehrleute der Wache von Puerto del Rosario, die den verunglückten Apnoetaucher im Wasser ausfindig machen und seinen Körper bergen konnten. Im Moment des Auffindens hatte der Mann bereits einen Herzkreislaufstillstand erlitten.

Die Rettungskräfte leiteten Wiederbelebungsmaßnahmen ein, die jedoch erfolglos blieben. Sie konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Die Gemeindepolizei von Puerto del Rosario verständigte gegen 18:30h den psychologischen Notfalldienst des Roten Kreuzes, um die Angehörigen des Verstorbenen psychologisch zu unterstützen.

Apnoe-Tauchen: Trendsport mit Risiken

Unter Apnoe-Tauchen, auch „Free-Diving“ genannt, versteht man das Tauchen ohne Atemgerät, also ohne komprimierte Atemluft. Das Apnoetauchen ist eng mit dem „Schnorcheln“ verwandt.

Aufgrund seiner Unkompliziertheit im Gegensatz zum Gerätetauchen entwickelt sich das Apnoetauchen immer weiter zu einer Trendsportart.

Nach entsprechender Ausbildung, mit richtiger Ausrüstung und bei Einhaltung der Sicherheitsregeln ist Apnoetauchen ein relativ risikoloser Sport. Wenn man jedoch die Sicherheitsregeln missachtet und sich ohne fundierte Ausbildung unter Wasser begibt, kann das Apnoetauchen schnell lebensgefährlich werden.

Die wichtigste Regel ist, wie auch beim Gerätetauchen, dass man niemals alleine taucht. Der Tauchpartner muss immer nur eine Armlänge entfernt sein, damit er im Notfall schnell eingreifen kann.

Beim Apnoetauchen besteht das Risiko einer plötzlichen Ohnmacht, die zum Ertrinken führen kann.

Offenbar hat der junge Mann, der bei Puerto del Rosario ums Leben gekommen ist, diese wichtigste aller Regeln beim Apnoetauchen missachtet.

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