Cabildo von Fuerteventura organisiert 50.000 PCR-Tests

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Wie Inselpräsident Blas Acosta bereits in einer Pressekonferenz am 30.03.2020 vorab angekündigt hatte, wurden am Mittwoch, den 01.04.2020, 50.000 PCR-Tests nach Fuerteventura geliefert. Mit diesen Kits könne man die Zahl der auf SARS-COV-2 getesteten Personen auf den Kanaren deutlich erhöhen, hieß es in der Pressemitteilung der Inselregierung von Fuerteventura.

Das Cabildo hatte die Tests in Deutschland organisiert und auch den Transport nach Fuerteventura übernommen. Die Tests wurden jedoch von der kanarischen Regierung bezahlt. Direkt nachdem die Tests auf Fuerteventura angekommen waren, wurden sie durch das Cabildo an die kanarische Regierung weitergegeben, die sich um die Verteilung an die einzelnen Labore kümmern wird.

Acosta dankte der Firma TIB Molbiol mit Sitz in Berlin, bei der man die Test-Kits gekauft hatte. Ebenso dankte er dem Land Berlin, dem Flughafenbetreiber AENA und der kanarischen Regierung.

In der Pressemitteilung heißt es wörtlich: „Die Insel Fuerteventura erhielt heute (01.04.2020, Anmerkung der Redaktion) eine Ladung mit 50.000 PCR Tests für die Probe auf Covid-19, die es den Kanaren und speziell Fuerteventura erlaubt, in den kommenden Wochen den Stand der Epidemie zu bestimmen.“

Es ist absolut löblich, dass das Cabildo von Fuerteventura diese Test-Kits organisiert hat. Die Organisation war sicherlich sehr schwierig, schließlich wollen Labore auf der ganzen Welt auf Covid-19 testen und viele Bestellungen müssen bei den Test-Kit Herstellern abgearbeitet und auch hergestellt werden.

Leider wird aber auch Fuerteventura trotzdem nicht etwa den Löwenanteil dieser Tests bekommen. Sprich es werden jetzt nicht etwa 50.000 Menschen nur auf Fuerteventura getestet werden. Stattdessen werden diese Test auf allen Kanaren verteilt.

900-1000 Tests am Tag können auf den Kanaren durchgeführt werden

Am 02.04.2020 hatte der Sprecher der kanarischen Regierung, Julio Pérez, in einer Pressekonferenz nach der Tagung des Regierungsrats der Kanaren Stellung zur aktuellen Situation bezogen.

Er gab an, dass täglich aus allen 5 Testlaboren insgesamt etwa 900 Test-Resultate vorliegen würden. Er erklärte weiter, dass man inzwischen die Automatisierung der Test vorangetrieben habe. Am Anfang der Epidemie sei man weit von diesen Zahlen am Tag entfernt gewesen.

Später nannte Pérez dann eine Zahl von maximal 1.000 Proben am Tag, die aktuell abgearbeitet werden können. Das läge in der Natur der Tests, die einfach ihre Zeit brauchen. Pérez bestätigte, dass die Probenroboter zur Zeit nicht arbeiten, weil Reagenzien fehlen. Er ging aber nicht weiter darauf ein, ob und wie man versucht, diese Reagenzien zu beschaffen.

Tests für bestimmte Gruppen werden bevorzugt durchgeführt

Pérez gab ganz klar zu verstehen, dass die Tests auf den Kanaren priorisiert werden. Es gibt Personengruppen, die zuerst getestet werden:

  • Sanitätspersonal und Personal, dass für die Aufrechterhaltung der Ordnung notwendig ist (Polizei, Feuerwehr etc.)
  • Ältere Personen, insbesondere Personen, die in Seniorenheimen leben sowie deren Pflegepersonal
  • Behinderte und Pflegebedürftige

Bei einem Test-Tempo von 1.000 Testresultaten am Tag wird es wohl aber auch innerhalb dieser Gruppen weitere Methoden zur Priorisierung geben müssen, denn allein an Sanitätspersonal sprach Pérez selbst von ca. 30.000 Personen.

3 Kommentare

  1. Dachte auch ich hab corona. Am nächsten Tag übelste Flatulenzen. Entwarnung, lag nur am Essen, viel Zwiebeln.

  2. Ich bin sehr beünruigt da ich zu der Risikogruppe gehöre. Wo kann ich mich testen lassen. Meine Ärztin ist Dran. Libia. Wo kann ich mich testen lassen?

  3. Vorschlag:
    Der nicht einsetzbare Testroboter stammt doch von der Schweizer Firma Roche. Ich würde diese Firma um Hilfe (Reagenzien-Beschaffung) angehen, damit ihr Roboter in Betrieb gehen kann.

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