Coronavirus auf den Kanarischen Inseln: Verlaufskurve nähert sich ersehnter Form an

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Die Kurve der kumulierten Coronafälle auf den Kanarischen Inseln hat sich in den vergangenen Tagen deutlich abgeflacht und könnte sich in den nächsten Tagen der erwünschten horizontalen Linie annähern, die das vorläufige Maximum markieren würde.

Allerdings gilt es zu beachten, dass der weitere Kurvenverlauf natürlich nicht nur von dem Verlauf der Ansteckungen in der Bevölkerung abhängt, sondern auch weiterhin von der Zahl der getesteten Personen und von den Kriterien, nach denen Personen überhaupt getestet werden.

In den vergangen Tagen sind diverse Lieferung von Materialien auf den Kanaren eingetroffen, die den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus unterstützen sollen. Dazu gehören Schutzmasken, Schutzvisiere und Schürzen für Mitarbeiter im medizinischen Bereich. Außerdem sollen endlich auch eine größere Zahl von Testkits für PCR-Analysen eingetroffen sein.

Sollten also mit den neu eingetroffenen Testkits mehr Tests als bisher durchgeführt werden, oder aber Test an Personen aus solchen Gruppen durchgeführt werden, die bisher nicht getestet werden konnten, ist es wahrscheinlich, dass man auch mehr infizierte Personen findet, die entsprechend in die Statistik eingehen. In diesem Fall würde der Kurvenverlauf wieder nach oben drehen, was allerdings dann nicht zwangsläufig eine Verschärfung der Situation bedeuten müsste.

Erster Patient auf Fuerteventura von Beatmung getrennt

Besonderes Augenmerk ist also in den kommenden Tagen nicht nur auf die Zahl der neuen Coronafälle zu legen, sondern auf die weitere Entwicklung in den Intensivstationen und natürlich auf die Entwicklung der Todesfälle.

Auf Fuerteventura konnte am 12.04.2020 ein Patient auf der Intensivstation vom Beatmungsgerät getrennt werden, was dafür spricht, dass sein Krankheitsverlauf sich positiv entwickelt.

Nur ein neuer Todesfall in drei Tagen auf den Kanaren

Nachdem auf den Kanaren am 11.04. und 12.04.2020 keine Corona bedingten Todesfälle gemeldet wurden, ist am 13.04.2020 ein neuer Todesfall hinzugekommen. Insgesamt stieg damit die Zahl der Coronatoten auf den Kanaren auf 96.

Insgesamt wurden auf den Kanaren 1.946 kumulierte Corona-Fälle registriert (Stand 13.04.2020 14.00h). Das sind nur 28 bzw. 1,46% neue Fälle gegenüber dem Vortag.

758 Personen mussten mit einer Covid-19-Infektion stationär in einem Krankenhaus betreut werden, davon 144 auf einer Intensivstation.

458 Personen haben auf den Kanaren ihre Corona-Infektion überstanden.

Corona: kumulierte Fallzahlen und Todesfälle auf den Kanaren

Ähnliche Entwicklung in Spanien

Auch in ganz Spanien hat sich die Kurve der kumulierten Coronafälle weiter abgeflacht. Allerdings weist sie noch nicht ganz so deutlich in Richtung horizontaler Linie wie der Verlauf auf den Kanaren.

Insgesamt wurden in Spanien bisher 149.496 Corona-Infektionen bestätigt. Das sind 3.477 mehr als am Vortag, was einem Zuwachs von 2,09% entspricht.

Die Zahl der Coronatoten ist auf 17.489 angestiegen.

64.727 Personen haben in Spanien ihre Coronainfektion überstanden.

Corona: Kumulierte Fälle in Spanien

6 Kommentare

  1. Lauter Optimisten

    Vor Sommer / Herbst 2021 wir reisen in Europa nicht oder wenn dann nur sehr eingecshränkt möglich sein. Vermutlich musst du vorher oder mindestens bei Einreise nach Spanien beweisen, dass du Covid19 immun bist

  2. Ich drücke die Daumen für die auf Fuerteventura lebenden und arbeitenden Menschen.
    Trotzdem ist es wichtig nicht zu früh die breite Ansteckungsverbreitung zu riskieren.
    Sonst war alles für die Katz.
    Klar, mal 2h vor die Tür mit Abstand zu anderen sollte ja in Ordnung sein.
    Nur die Versammlungen und Massen an Touristen – das geht nunmal nicht, auch wenn es zunächst der Wirtschaft weh tut. Aber wenn alle krank sind, gewinnt auch keiner.
    So wie es aussieht, dürfen wir auch nicht wie geplant an Pfingsten nach Fuerteventura reisen.
    Aber wir holen das nach, wenn es wieder geht.

  3. @ Erika U.
    Natuerlich entsprechen die veröffentlichen Zahlen der Wahrheit, wenn man die Testbedingungen mitliest.
    Sicher ist die Zahl der wirkich Infizierten höher, aber um einen festen Faktor. Deshalb sieht der Verlauf der Kurve für „alle“ Infizierten genauso aus; aber eben mit grösseren Zahlen.
    Deshalb bringt auch ein „mehr testen“ nur dann etwas, wenn man nicht alle testen kann, die man nach den Testbedingungen testen will. Und, wie oben steht, ein „mehr“ verfälscht ggf die Daten.

  4. Super,das sieht sehr gut aus und jeden Tag werden es mehr an Gesunden. 5 Wochen Eingesperrt sein ,ist kein Zuckerschlecken. Noch 1 Woche ,dann sollte man langsam lockern und wenn es nur 1 Std.ist zum spazieren gehen ist.
    Wir Leben alle vom Tourismus,es muss irgendwann wieder langsam losgehen.

  5. Die Dunkelziffer ist sicher sehr hoch.Genauere Zahlen der infizierten Fälle würde man nur durch viel mehr testen herausfinden.Die WHO empfiehlt nicht umsonst:testen,testen,testen!!Denn es sind sehr viele Menschen asymtomatisch,also ohne Symptome.Solange nicht viel mehr getestet wird,entsprechen die veröffentlichen Zahlen nicht der Wahrheit.

  6. Die Zahlen (Fälle) zu den einzelnen Inseln sind ja sehr fragwürdig, weil z.B. Jemand der auf Teneriffa wohnt aber auf Fuerteventura arbeitet und z.B. auf Fuerteventura an den Corona Virus erkrankte, da wurde der Fall über Teneriffa gewertet, da auf der Krankenkassenkarte Teneriffa vermerkt ist (Heimat). Die Dunkelziffer unter den Inseln, wird schon enorm sein.

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