Pottwal-Kadaver im Süden von Fuerteventura angeschwemmt

gestrandeter Pottwal Fuerteventura Cofete

Am Sonntag, den 12.04.2020 hat die Guardia Civil bei ihrer Überprüfung der Einhaltung der Ausgangssperre wegen der Coronakrise den Fund eines Walkadavers gemeldet. Die Beamten informierten ihre Kollegen von der Umweltabteilung. Diese fuhren gemeinsam mit Personal der Umweltabteilung des Cabildo (Inselregierung) von Fuerteventura nach Cofete. Dort hatten die Guardia Civil Beamten den Kadaver gesehen.

Das circa 10m lange Tier wies bereits einen fortgeschrittenen Verwesungszustand auf. Dieses lässt darauf schließen, dass das Tier schon mehrere Tage tot im Wasser getrieben ist.

Das Tier wird von den Beamten zur Mülldeponie gebracht. Dort werden von geschultem Personal Proben entnommen. Zur Zeit gehen die Beamten davon aus, dass es sich bei dem Tier um einen Pottwal handelt.

Biologische Untersuchungen

Der Wal wird dem kanarischen Netz zur Überwachung von Strandungen von Walen (Red Canaria de Varamiento de Cacéteos) übergeben. Im Rahmen dieses Programms der kanarischen Regierung wird der gestrandete Wal untersucht werden. Auch wenn in diesem Fall der Erfolg nicht sehr wahrscheinlich ist, wird man dort versuchen, die Todesursache herauszufinden. Wenn der Magen des Tiers noch entsprechend intakt ist, kann man zum Beispiel herausfinden, ob es größere Mengen an Plastik zu sich genommen hat. Selbstverständlich wird dann auch die Walart sowie auch das Geschlecht des Tieres genau bestimmt werden.

Letzte Strandung erst vor knapp einer Woche

Am Dienstag, den 07.04.2020 war auf Fuerteventura nördlich von Corralejo ein Finnwal mit einer Länge von 4,6m und einem geschätzten Gewicht von rund 360kg aufgefunden worden. Die Policia Local hatte in diesem Fall den Fund gemeldet. Auch dieses Tier wurde entsprechend untersucht.

Immer wieder Wal-Kadaver vor Fuerteventuras Küsten

Vor der Küsten Fuerteventuras werden immer wieder Kadaver von Walen gefunden. Dies liegt einfach daran, dass hier sehr viele dieser Tiere permanent leben. Und so kommt es durch den natürlichen Lauf der Dinge auch entsprechend häufig dazu, dass Tiere verenden. Das kann also ganz natürliche Ursachen haben. Trotzdem untersuchen die Behörden in solchen Fällen die Todesursache, um zum einem mehr über die Tiere zu erfahren, und zum anderen mögliche Gefährdungen durch Umwelteinflüsse erkennen.

Aber es sind natürlich nicht immer nur Wale, die vor Fuerteventura oder den anderen Kanaren angeschwemmt werden. Vor einiger Zeit war an der Ostküste bei Matas Blancas eine große Meeresschildkröte gefunden worden:

3 Kommentare

  1. Es wäre schön, anschließend auch die Todesursache zu erfahren. Leider hört die Berichterstattung aber gewöhnlich genau dort auf.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten