Quadunfall in Cofete – Helikopter fliegt Villa Winter-Bewohner ins Krankenhaus von Fuerteventura

Villa-Winter

Am 14.04.2020 wurden nach Medienmeldungen ein Vater und seine Tochter bei einem Unfall verletzt. Dieser hatte sich bei Cofete im Süden von Fuerteventura zugetragen.

Der Unfall soll sich auf einem der Grundstücke rund um die Villa Winter passiert sein. Gegen 17 Uhr hatte die Leitstelle der Notrufzentrale 112 einen Anruf erhalten, im dem eine Person um medizinische Hilfe für zwei weitere Personen erbat, die einen Unfall mit einem Quad hatten.

Beamte der Guardia Civil begaben sich nach Cofete und bestätigten, dass sich der Unfall auf dem Privatgelände rund um die Villa Winter zugetragen hatte.

Helikoper-Rettung wegen Unzugänglichkeit des Geländes

Die Beamten entschieden in Zusammenarbeit mit weiteren Rettungseinheiten, die Verletzten per Helikopter ins Krankenhaus von Puerto del Rosario bringen zu lassen.

Cofete liegt ganz im Süden von Fuerteventura und ist auf dem Landweg nur über eine teilweise nicht asphaltieren Piste über Morro Jable erreichbar. Damit liegt der Unfallort rund 100 Kilometer auf dem Landweg vom Krankenhaus entfernt. Aufgrund der Schwere der Verletzungen konnte man den Verletzten diesen Transportweg nicht zumuten. Dementsprechend wurde der Rettungshubschrauber losgeschickt. Dieser nahm die beiden Verletzten an Bord und brachte sie dann ins Krankenhaus nach Puerto del Rosario. Gegen 20 Uhr wurden die Verletzten dann ins Krankenhaus eingeliefert.

Bewohner der Villa Winter verletzt

Nach Medienberichten soll es sich bei den Verletzten um den etwa 50-jährigen Pedro F.M. und seine minderjährigen Tochter handeln. Pedro F.M. bewohnt die Villa Winter und ist im Süden der Insel sehr bekannt.

Vater und Tochter sollen beide nicht in Lebensgefahr schweben, aber durchaus schwere Verletzungen davon getragen haben.

Villa Winter in Cofete

Die Villa Winter ist wohl eines der bekanntesten Bauwerke auf Fuerteventura. Die Villa wurde nach ihrem Erbauer, dem deutschen Ingenieur Gustav Winter, der als angeblicher Vertrauter Adolf Hitlers galt, benannt. Sie wurde in den 30ziger oder 40ziger Jahren des 20. Jahrhunderts gebaut und ist von Mythen und Legenden umgeben.

So suchen auch heutzutage immer noch Menschen nach dem angeblich in Cofete angelegten U-Boot-Stützpunkt, für den es aber nie handfeste Beweise gab. Andere Legenden ranken sich darum, dass die Villa als Feriendomizil für Nazi-Größen und später auch als Versteck für diese vor der Verfolgung der Alliierten genutzt worden sein könnte.

6 Kommentare

  1. Cofete und die Villa Winter sind gigantisch. Jedes Mal wenn wir auf Fuerte sind zieht es uns dort hin. Eigentlich ein Muß. Piedro und seine Hunde haben wir auch schon kennengelernt. Und ich muss sagen, beide haben uns sehr freundlich empfangen.

  2. Die Ausgangssperre dient dazu, niemenden anzustecken und selbst nicht angesteckt zu werden. Wen kann man denn in Cofete (vor seiner Haustür) schon anstecken, etwa die Ziegen ??? Bei den Unfallopfern handelt es sich außerdem um Familienangehörige. Was ist denn dagegen zu sagen ?

  3. Einer der Gründe warum man jetzt während der Ausgangssperre im Haus zu bleiben hat. Egal ob Privatgelände oder nicht. Das sagt das Gesetz: prinzipiell hat man zu Hause/im Haus zu bleiben. Das ist eine unnötige Belastung der sowieso überstrapazierten Rettungskräfte. Den Verunfallten wünsche gute und rasche Genesung.

  4. An Jörg ! Nur die Ruhe , dass ist Privatgelände. Also nicht so voreilig, außerdem lesen bildet.

  5. Eine sehr schwierige Rettungsaktion aus Cofete professionell gelöst! Gute Besserung den Verunfallten!
    Peter Strohe.

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