6 verwilderte Fuerteventura-Esel in Jandia gerettet

Esel Jandia Fuerteventura gerettet

Die Naturschutzeinheit der Guardia Civil (SEPRONA) und der Tierschutzverein „The Animal Farm“ haben 6 verwilderte Fuerteventura-Esel an der Südspitze der Insel bei Cofete eingefangen.

Die 5 Hengste und 1 trächtige Stute befanden sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand. Einige der Tiere wiesen diverse Wunden und Abschürfungen auf. Außerdem hatten die Esel deutliche Symptome von Mangelernährung.

Die SEPRONA hat durch diverse Beiträgen in den sozialen Medien und in der Presse davon erfahren, dass an der Punta de Jandia und bei Cofete im Süden Fuerteventuras eine kleine Gruppe von rund 10 verwilderten Eseln unterwegs ist. Dank dieser Hinweise konnten die Beamten dieser Guardia-Civil-Einheit die Tiere leicht ausfindig machen.

Die Beamten konnten feststellen, dass die Tiere nicht über den auch für Nutztiere vorgeschriebenen Mikrochip verfügten. Auch Anwohner der Zone bestätigten den Beamten, dass es sich um wilde Esel ohne Eigentümer handelte. Die Tiere sollen nach Aussagen der Anwohner gelegentlich durch aggressives Verhalten aufgefallen sein.

6 der Tiere, die sich in einem besonders schlechten Zustand befanden, wurden auf das Gelände des Tierschutzvereins Animal Academy gebracht. Dort kümmern sich Tierärzte um die medizinische Versorgung. Außerdem erhalten die Tiere dort ausreichend Nahrung und frisches Wasser.

Für die weiteren Tiere der Gruppe, die in Freiheit verblieben sind, wollen SEPRONA und Animal Academy gemeinsam sorgen.

Impressionen von der Rettung der 6 Esel in Cofete

Esel waren im 16. Jahrhundert eine Plage auf Fuerteventura

Verwilderte Esel haben auf Fuerteventura in den letzten Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Im März 2018 wurde eine Gruppe von Tieren eingefangen und nach Pozo Negro gebracht.

Auch damals befanden sich die Tiere in einem schlechten Gesundheitszustand. Oft marschierten die Tiere über die Hauptstraße in Jandía und genossen das frische Gras auf dem Mittelstreifen oder ließen sich von Touristen füttern. Leider kam es sogar zu Verkehrsunfällen, da die Tiere auch nachts plötzlich auf die Fahrbahn rannten. Ein Tier wurde bei einer Kollision getötet.

Der Esel „Blanco“ schaffte es sogar ins deutsche Fernsehen. Wegen eines deformierten Hufs zog er die Aufmerksamkeit der Pferdeschutzorganisation „Equiwent“ auf sich.

Der Fuerteventura-Esel ist seit 1997 als Eselrasse anerkannt.

Im 16. Jahrhundert gab es auf Fuerteventura so viele verwilderte Esel, dass diese als Plage angesehen wurden. Damals wurden rund 1.500 Esel getötet, da diese immer wieder die Felder der Bauern verwüsteten.

Weitere Infos über den Fuerteventura-Esel findet Ihr in diesem Artikel.

5 Kommentare

  1. Habe sie immer gerne gesehen.
    Eine bekannte von mir ( ria), hat sie stets im Garten gefüttert.

  2. In Puerto del Rosario gibt es auch einen paar Esel zu retten. Und zwar im Cabildogebäude.

  3. Ich finde es so toll was Ihr macht. Vielen lieben Dank, dass ich Euch um die armen Esel kümmert.
    Viele LG auf meine geliebte Insel, es fehlt mir alles so sehr. Ich freue mich bald wieder dort zu sein und mich wieder um die Katzen kümmern zu können. DANKE an alle Tierfreunde der Insel.

  4. Ich sage auch vielen Dank an Alle Retter und das alles gut geht und sie sich nicht unkontrolliert vermehren und dann hungern müssten. Diese Esel Rasse sollte aber erhalten bleiben. LG auf meine Insel, die mir, auch mit den Katzen, so fehlt. Meine Spenden folgen.

  5. Vielen Dank für die Rettung. Ich habe die Esel schon öfter dort gesehen und mir große Sorgen gemacht. Hoffentlich geht es ihnen bald besser. DANKE an alle Retter

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