Maskenverweigerer zwingt Pilot auf Flug von Gran Canaria nach Madrid zur Sicherheitslandung in Málaga

Aireuropa

Ein offenbar betrunkener Passagier hat auf einem Flug der spanischen Fluggesellschaft Air Europa am 06.08.2020 für Aufregung gesorgt.

Der ca. 60 Jahre alte Ukrainer soll sich während des Fluges geweigert haben, eine Maske aufzusetzen und stattdessen darauf bestanden haben, sich weiter zu betrinken.

Nachdem die Besatzung dem angetrunkenen Mann die Ausgabe weiterer alkoholischer Getränke verweigerte und ihn mehrfach vergeblich aufforderte, einen Mundnaseschutz aufzusetzen, wurde er ausfällig und aggressiv und bedrohte das Kabinenpersonal und die anderen Fluggäste.

Da es offenbar keine Möglichkeit gab, den renitenten Passagier zu beruhigen, forderte der Pilot die Erlaubnis an, den nächstgelegenen Flughafen anzusteuern, um den Mann aus der Maschine entfernen zu lassen.

Der Flughafen von Malaga räumte dem Flug UX9165 höchste Priorität für eine Sicherheitslandung ein. Direkt nach der Landung wurde der Passagier von der Guardia Civil festgenommen und abgeführt.

Störungen des Flugverkehrs können sehr teuer werden

Pöbelnde Passagiere an Bord von Flugzeugen sind keine Seltenheit. Zwischen den Jahren 2016 und 2017 zählte die Staatliche Agentur für Flugsicherheit AESA insgesamt 979 Passagiere, die spanischen Flughäfen gemeldet wurden, nachdem sie während eines Flugs Konflikte verursacht hatten. Insgesamt wurden Bußgelder in Höhe von von 221.325€ verhängt.

Das Bußgeld für Pöbeleien oder andere Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen an Bord eines Flugzeugs kann im Einzelfall bis zu 10.000€ betragen.

Auch wenn an Bord eines Flugzeugs Alkohol ausgeschenkt wird, ist das kein Freibrief, sich zu betrinken. Bei vielen Zwischenfällen ist Alkohol im Spiel. Sollte eine außerplanmäßige Ladung erforderlich werden, muss der Verursacher nicht nur mit einem Bußgeld rechnen, sondern auch die Kosten für die Landung übernehmen. Mit Flughafengebühren und Kosten für den zusätzlichen Treibstoffverbrauch für den Umweg und die Extra-Landung und den Start können da schnell noch ein paar tausend Euro zusätzlich anfallen.

Wir hatten im Januar 2018 von einen ähnlichen Vorfall auf einem Flug von Fuerteventura nach Frankfurt berichtet.

Neben übermäßigem Alkoholkonsum und anschließender Pöbeleien gehören auch das Benutzen von Mobiltelefonen während Start und Landung und das Rauchen in den Toiletten zu den häufigsten Gründen für Konflikte an Bord von Flugzeugen.

8 Kommentare

  1. @ Mike, das Rauchverbot in Flugzeugen ist den verdammt teuren HEPA Filtern geschuldet, nicht der Gesundheit, diese Filter schützen sehr gut vor Viren und haben den kleinen Nachteil, das Zigarettenanqualm sie relativ schnell verstopfen kann.

  2. Ich finde ein generelles Alkoholverbot und die Forderung 0,0 Promille vernünftig.
    Alkoholabhängige sollen sich klinisch behandeln lassen.
    Und ja, ich trinke selbst auch Alkohol – aber nicht maßlos und nicht vor oder während dem Flug.
    Wer das nicht ohne schafft, die Entzugskliniken helfen bei solchen Suchtproblemen.

  3. Finde ich lange überfällig, dass man am Flughafen (zumindest innerhalb der Sicherheitszone nach dem Einchecken) und im Flieger kein Alkohol bekommt. Das braucht kein Mensch und wie man sieht verursacht es immer wieder Probleme unter denen auch andere Passagiere leiden müssen. Meiner Meinung nach sollte das übrigens auch grundsätzlich für alle öffentlichen Verkehrsmittel gelten. Saufen kann ich auch zuhause oder in der Kneipe. Das sollte reichen.

  4. Was soll denn noch alles verboten werden. Für uns gehört ein Bier und ein Pikkolo auf dem Hinflug zur Einstimmung auf den Urlaub dazu.

  5. Habe noch nie verstanden, warum im Flugzeug Alkohol ausgeschenkt wird. Wer einen Flug nicht ohne Alk schafft, sollte sich ernsthaft mal Gedanken machen. Bei den Rauchern ging es ja auch ganz einfach. Und Betrunkene sollten doch ohnehin vom Flug ausgeschlossen sein.

  6. Alkoholverbot schon in den Flughäfen wäre ne schöne Sache. Wer trinken will soll ruhig trinken aber das kann er zu Hause, in der Kneipe oder in einer Bar machen. Am Flughafen oder im Flugzeug braucht das niemand.

  7. Der hat sich doch bestimmt vor dem Abflug schon vollgedröhnt. Habe auf dem Airport erlebt, wie sich eine Horde Engländer ein Bier nachdem anderen reingezogen haben.

  8. Abgesehen in der CORONA ZEIT von Maskenverweigerer, wäre es schon lange ratsam grundsätzlich in Airlines keinen Alkohol zu verkaufen,auch nicht mit Angeboten des Steuerfreien Verkaufs. Wir mussten das auch Mal mitmachen auf Rückflug Fuerteventura-Nürnberg es wurden Zigaretten und Alkohol im Flugzeug gekauft,Flasche Whiskey gleich geöffnet und gesoffen.

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