Die für Fuerteventura wichtigste britische Airline Jet2 stellt Flüge bis 17. Oktober ein

Jet2

Nach dem Wegfall von Thomas Cook ist Jet2 die Fluggesellschaft, die die meisten britischen Urlauber nach Fuerteventura bringt.

Nach der Entscheidung der britischen Regierung, die Coronamaßnahmen zu verschärfen, hat Jet2 am 22.09.2020 bekannt gegeben, den Verkauf von Flügen und Pauschalreisen auf die Kanaren bis zum 17.10.2020 zu stoppen.

Die britische Regierung schließt sogar einen erneuten Lock Down nicht aus, falls die verschärften Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Jet2 hatte seine Flüge nach Fuerteventura und auf die anderen Kanaren bis jetzt weitergeführt, obwohl die britische Regierung am 27.07.2020 seine Reisewarnung auf die Kanaren ausgeweitet und eine 14-tägige Quarantäne nach der Rückkehr angeordnet hatte.

Insbesondere für die Regionen auf Fuerteventura, die besonders von britischen Urlaubern abhängen, dürfte sich die ohnehin schon sehr kritische Situation weiter verschärfen. Dies gilt zum Beispiel für Corralejo und El Castillo/ Caleta de Fuste.

Erst am Montag, 21.09.2020, war eine Co-Marketing-Campagne des Fremdenverkehrsamtes mit Jet2 angelaufen. Die Werbekampagne sollte die Verkäufe für die beginnende Wintersaison ankurbeln.

Die britischen Urlauber waren auf Fuerteventura vor Corona traditionell die zweitgrößte ausländische Urlaubergruppe. Auf Platz eins lagen die Deutschen.

Bereits vor Corona hatte sich das Angebot an Flügen aus Deutschland und Großbritannien nach den Pleiten von Air Berlin, Germania und Thomas Cook deutlich verringert, sodass die Tourismusbranche auf Fuerteventura bereits von einer beginnenden Krise sprach. Im Vergleich zur jetzigen Situation erscheinen die Problem vor Corona jetzt jedoch wie „Peanuts“.

Hoffnung auf das Ende der deutschen Reisewarnung für die Kanaren

Die kanarische Tourismusbranche hofft nun auf ein baldiges Ende der Einstufung als Risikogebiet und der damit verbunden Reisewarnung. Die fallende Tendenz bei den Neuinfektionen auf den Kanaren hat die 7-Tage-Inzidenz von rund 100 auf rund 55 Fälle pro 100.000 Einwohner sinken lassen. Das liegt recht dicht an der Grenze von 50, die die Bundesregierung als Schwellenwert für Risikogebiet festgelegt hat.

Allerdings bleibt abzuwarten, wie lange der Wert sich unter 50 stabilisieren muss und welche anderen Kriterien die deutsche Regierung heranzieht, bevor Deutschland die Reisewarnung für die Kanaren aufhebt.

7 Kommentare

  1. @ Carol & Jan: In unserem Artikel, den Du kommentierst, steht ausdrücklich: „…Sämtliche afrikanischen Migranten sind mittlerweile wieder frei von Corona…“ Wo ist da also die „Vernachlässigung“!? Es sind keine neuen Migranten hinzugekommen und alle infizierten sind bereits wieder genesen.
    Die Zahlen, die wir für Fuerteventura angeben, stammen von der Inselregierung. Diese gibt die Zahl der Menschen an, die tatsächlich AUF Fuerteventura von Corona betroffen sind. Wie wir Dir schon einmal in einer Email erklärt haben, werden die Daten der kanarischen Gesundheitsbehörde anders erfasst. Diese Statistik gibt an, wie viele Menschen AUS Fuerteventura betroffen sind. Das können auch Personen sein, deren Gesundheitskarte zwar auf Fuerteventura registriert ist, die sich aber gerade z.B. in Madrid befinden. Lies doch bitte einfach nochmal die EMail, die ich Euch geschrieben habe und diesen Artikel: https://www.fuerteventurazeitung.de/2020/04/corona-auf-fuerteventura-die-qual-der-zahl/ Übrigens werden gerade Menschen ohne Gesundheitskarte (also z.B. Migranten) in der Statistik der kanarischen Gesundheitsbehörde ungenau aufgeführt, da diese ja gerade auf den Gesundheitskarten beruht.

  2. @Thomas Wolf:
    „Allerdings bleibt abzuwarten, wie lange der Wert sich unter 50 stabilisieren muss und welche anderen Kriterien die deutsche Regierung heranzieht, bevor Deutschland die Reisewarnung für die Kanaren aufhebt.“

    Man wird wohl länger warten, weil der Rückgang mit irren Einschränkungen im Alltag erkauft wurde, d.h. nicht auf einer allgemeinen Vernunft der Bevölkerung beruht. Im Gegenteil, die wahr so etwas von (tödlich) fahrlässig, dass kann man mit Beschönigungen nicht verständlich machen.

    Ihr, FZ, „vernachlässigt“ bei Euren Betrachtungen ja zuletzt regelmäßig die Anzahl der infizierten Migranten. Ob das allgemein der Fall ist – kein Schimmer. So kommen wir derzeit auf 110 aktive Fälle – ein plus von 11 gegenüber gestern, für Fuerteventura.

  3. Leider kann man im Internet immer alles buchen, auch Hotels die schon hier längst geschlossen sind. Das ist für die Touristen sehr irre führend doch leider die Unternehmen ändern es nicht.
    Genau so die Fluggesellschaften ständig werden Flüge angeboten und wieder storniert das nervt nicht nur die Touristen sondern auch die Leute die hier zuhause sind. Alle hoffen auf ein e baldige Besserung

  4. Ja Flüge werden im Netzt noch Angeboten, bei Rückfragen sind diese jedoch nicht Buchbar oder werden nach Buchung digital direkt storniert. So uns die Tage für die Herbstferien von Berlin aus geschehen. Die Schule unserer Tochter bereitet die Kids gerade auch auf einen wahrscheinlichen erneuten „Homeschooling“ Herbst ein… Oh mann ey… Ich vermiss die Insel! Aber es wird nicht leichter… Natürlich geht Gesundheit vor – schade das die aktuellen Lösungen dahingehend anscheinend nicht ausreichend sind.

  5. Es werden aber immer noch Flüge von Düsseldorf nach Fuerteventura von Rynair und Condor für Ende Sept. angeboten und auch umgekehrt. Ich verstehe das nicht.

    Ich glaube nicht das DE die Reisewarnung für die Kanaren so schnell aufhebt. Es wird sicherlich nicht mehr differenziert werden. Außerdem werden gerade in einigen deutschen Städten die Maßnahmen verschärft. Weiteres Risiko von außen will man bestimmt nicht haben.
    Für den Herbst/Winter sehe ich schwarz. Nicht nur für die Kanaren.
    Bis jetzt war ich immer optimistisch und positiv gestimmt. Aber so langsam wird es angespannt, nicht zuletzt durch die Äußerungen einiger Virologen und Politiker.

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