ALDI baut ersten Supermarkt auf den Kanaren

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Auf Fuerteventura träumen viele Einwohner noch von einem LIDL im Süden der Insel. LIDL musste sich den Marktzugang zwischen 2005 und 2008 vor Gericht erstreiten und hatte damit auch den Weg für andere große Discountmärkte freigemacht. Der Lebensmitteleinzelhandel auf den Kanaren und ganz besonders auf Fuerteventura erlebte durch die belebende Konkurrenz eine regelrechte Revolution zur Freunde der Verbraucher.

Am 04.02.2010 wurden die ersten beiden LIDL-Märkte im Norden und Süden Teneriffas eröffnet. 10 Jahre später und nach Investitionen von rund 530 Mio. betreibt LIDL rund 30 Discount-Märkte auf 5 Kanareninseln und beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter. Außerdem dürften dank LIDL rund 2.000 weitere indirekte Jobs entstanden sein.

Der spanische Konkurrent Mercadona ist noch ein paar Nummern größer. Mercadona betreibt auf den Kanaren mittlerweile rund 90 Märkte, davon 4 auf Fuertevnetura, und beschäftigt rund 4.600 Mitarbeiter.

ALDI sieht Chancen im kanarischen Lebensmittel-Einzelhandel

Offenbar ist im kanarischen Mega-Discounter-Business noch Platz für eine weitere Verschärfung der Konkurrenz: Der spanische Ableger des deutschen Discount-Riesen ALDI Nord plant auf Gran Canaria seinen ersten Mega-Discount-Markt.

Im Gewerbegebiet von Melenara (Las Rubiesas) in der Gemeinde Telde soll der neue ALDI-Markt auf einem 7.232 Quadratmeter großen Grundstück direkt gegenüber von Mercadona und in unmittelbarer Nähe des LIDL entstehen.

Die alten Gewebehallen sollen komplett abgerissen werden und einem neuen Gebäude mit einer Geschossfläche von insgesamt rund 4.500 weichen. Im Kellergeschoss werden 124 Parkplätze untergebracht. Darüber befindet sich die Verkaufsfläche.

Die Investitionskosten für den neuen ALDI-Markt belaufen sich auf rund 3 Mio. Euro. Die Baugenehmigung wurde vom Gemeinderat von Telde erteilt.

ALDI auf Fuerteventura?

ALDI ist seit 2002 in Spanien aktiv und betreibt inzwischen mehr als 300 Hard-Discount-Märkte auf dem Festland und den Balearen.

Konkurrent LIDL hat mit über 600 Geschäften in Spanien seit 1994 einen deutlichen Vorsprung vor ALDI.

Mit landesweit 1.600 Supermärkten betreibt Mercadona jedoch mehr Discount-Märkte als LIDL und ALDI zusammen. Allerdings ist LIDL mit einer Umsatzrendite von 4,3% wesentlich rentabler als Mercadona mit 2,4%.

Konkurrenz belebt das Geschäft. Das zeigte sich bereits eindrücklich, nachdem sich LIDL und Mercadona auf Fuerteventura angesiedelt hatten und erfolgreich das Oligopol von Spar-Padilla und Hiperdino auflösten.

Der Marktzutritt von ALDI auf den Kanaren führt zweifelsfrei zu noch mehr Wettbewerb. Ob ALDI jedoch auch auf Fuerteventura ausreichend große Chancen wittert, um hier hier mit einem Supermarkt zu starten, bleibt abzuwarten. Bevor überhaupt daran zu denken ist, dass ein ALDI nach Fuerteventura kommt, werden sicher erst noch andere Geschäfte auf den größeren Inseln entstehen.

12 Kommentare

  1. Was für armselige Kommentare teilweise! Jeder Mitbewerber fördert das Geschäft, bringt Arbeitsplätze und sogar günstigere Preise für alle.

  2. Endlich eine weitere Alternative,,,sicher wird wie bei Lidl darauf geachtet das auch spanische Produkte im Sortiment sind….Die Preise in den vorhandenen Supermärkten sind stark angezogen….Alle diejenigen welche es nicht gut finden werden diejenigen sein welche als Erstes schauen….Gut das es keinen Zwang gibt.jeder kauft dort wo er will. Und Komentare wie Mc.Donald und Burgerking finde ich unqualifiziert,wenn nicht sogar dumm.

  3. Tolle Sache gerade für die kleineren Geldbeutel. Für Einheimische und Überwinterer mit einer kleinen Rente ist doch etwas Konkurrenz etwas Gutes. In Deutschland würde ohne diese Konkurrenz ganz andere Preise herrschen und dann würde es für viele sehr sehr düster ausschauen.

  4. Nun ja, die meist immer noch starre Produktvielfalt von Metcadona wurde durch Lidl doch sehr erweitert. Heute ist immer noch zu. Bsp. die Obstauswahl von M teilweise eine Katastrophe, die Sturheit ist da zu erkennen.
    Es muss nicht immer auf einen Preiskampf hinauslaufen, ich freue mich einfach auf eine weitere verbesserte Auswahl.

  5. Konkurrenz belebt dass Geschäft.
    Und die Kommentare einiger Vorredner kann ich nicht nachvollziehen.
    Es gibt neben Touristen auch Einheimische, die das größere Angebot sicher als eine Bereicherung empfinden.
    Und über Kommentaren, wie „wer Aldi und Lidl braucht, soll doch zu Hause bleiben“ kann ich nur den Kopf schütteln. Aber Neid und geistige Armut nimmt halt leider zu.

  6. SUPER! ENDLICH! Das braucht JEDER hier, ausser einigen hirnrissigen,… vor allem wir Kanarischen Einwohner- Kunden, mehr Wettbewerb, mehr Konkurrenz, denn die Mafia hier mit alles überhöht, zuviel Monopol, für alle Bestellungen von auswärts- sogar vom eigenen Land- über 150€ DUA (Zoll) zahlen muss … es wird Zeit dass hier ein wenig mehr Konkurrenz reinkommt und man Europäische Wirtschaft schnüffelt und nicht nur 3.welt und Korruption.

  7. Ich bin der totale Gegner……
    Wer Aldi und Lidl ec. braucht
    Sollte doch Deutschland nicht verlassen.
    Gehören nicht auf die Kanaren genau wie Mac Donalds und Burger King. ec.PePe

  8. @Herbie:
    Das sehen sicher viele Menschen hier ganz anders, inklusive meiner Wenigkeit.
    Wir freuen uns über jede weitere Alternative… und vielleicht auch das eine oder andere deutsche Produkt.

  9. ENDLICH mal wieder ein ausführlicher, normaler, informativer und vor allem coronafreier (!) Artikel …
    …wenn da nicht immer jemand wäre, der völlig deplaziert unpassenden Senf dazu rührt. . .

  10. na das sind ja dann mal tolle Nachrichten, da können sich dann die „Corona Babys“ daran erfreuen, die Ende des Jahres geboren werden. Wenn sie dann mit 18 Jahren einen Führerschein haben werden. Denn wir, die sich jetzt darüber freuen würden, laufen dann mit dem Rollator durch die Gegend, bestehen den Gesundheitstest für die Verlängerung vom Führerschein nämlich nicht mehr und können nicht entdecken wo es all die schönen Sachen gibt…..

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