Fuerteventura steht auf: Demonstration am Sonntag – Dringender Appell von Ramón Catalán García

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In den sozialen Netzwerken ist es wie eine Bombe eingeschlagen. Die Rede ist von dem Video, in dem der Unternehmer Ramón Catalán García aus dem Süden Fuerteventuras mit der Politik in seiner Gemeinde Pájara abrechnet.

Wir haben das ursprüngliche Video am Ende dieses Beitrags nochmals verlinkt.

Ramón ist Eigentümer der Bodega de Jandía in Morro Jable. Die Corona-Pandemie macht ihm, sowie allen anderen Kleinunternehmern und Selbstständigen bis hin zu den großen Unternehmen auf Fuerteventura schwer zu schaffen.

Bei Ramón ist es so schwer, dass er sein Geschäft am 26.10.2020 aufgeben wird. Um seinem Geschäft die „letzte Ehre zu erweisen“ wird er am Sonntag, den 18.10.2020 im Hafen von Morro Jable trauern. Sein Aufruf, ihn bei dieser „Beerdigung“ ganz in schwarz gekleidet zu begleiten, trifft offenbar den Nerv der Bevölkerung Fuerteventuras.

Jeder auf Fuerteventura kennt Menschen, bei denen die ERTE-Zahlungen spät oder schlimmstenfalls gar nicht angekommen sind. Viele Selbstständige haben keinen Cent Hilfen bekommen. Die vielzitierten „Miethilfen“ kommen nicht und und und. Reserven sind aufgebraucht, viele Menschen haben im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr zu beißen.

Die Menschen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.

Appell an Teilnehmer

Ramón Catalán García hat am 17.10.2020 auf seiner Facebookseite einen dringenden Appell an alle geschrieben, die zu der Veranstaltung morgen kommen möchten:

„Viele Personen rufen mich an und sagen mir, dass sie morgen zum Hafen kommen werden, um mein Geschäft zu verabschieden. Bitte, es ist sehr wichtig, folgenden Empfehlungen zu folgen:

Am Sonntag, den 18.10.2020 werde ich um 16.00Uhr im Hafen von Morro Jable um mein Geschäft „La Bodega de Jandia“ trauern und ihm die letzte Ehre erweisen. Ich lade alle ein, dieses mit mir gemeinsam zu tun.

Regeln / Empfehlungen:

– Gesundheit ist das Wichtigste, daher bitten wir Euch: haltet den sozialen Abstand in jedem Moment ein. Wer den Abstand nicht einhält, unterstützt mich nicht

– Masken sind dazu da, um aufgesetzt zu werden. Sie müssen Mund und Nase bedecken. Sie dürfen in keinem Moment abgesetzt werden. Sicherlich ist es so, dass derjenige, der sie absetzt in diesem Moment fotografiert wird und so in den Zeitungen erscheint. Damit würden man uns alle über einen Kamm scheren. Wenn Ihr keine Maske tragt, unterstützt Ihr mir nicht

– Wir wollen keine Repräsentation irgendwelcher politischer Parteien. Alle sind willkommen als Personen. Politische Repräsentation, Plakate politischer Parteien sind nicht willkommen. Wenn Ihr das ignoriert, macht Ihr politische Propaganda. Ihr unterstützt mich nicht.

-bedenkt, das alles ist friedlich. Es ist eine Beerdigung. Störungen sind nicht dass, was wir wollen. Die Sicherheitskräfte sind in jedem Moment zu respektieren.

Im Übrigen würde es mir gefallen, die Stimme von vielen unserer Nachbarn zu sein, die bis zum heutigen Tag keinerlei Hilfen, wie zum Beispiel die Miethilfen erhalten haben. Wir sprechen von Bekannten und unseren Freunden.

Viel Erfolg uns allen und passt auf Euch auf!“

Facebook Ramón Catalán Garcia

Das Video mit dem Aufruf für Sonntag, den 18.10.2020 findet sich hier:

9 Kommentare

  1. Ich würde da auch hingehen. Es ist schon traurig, das nur,weil die Dumpfbacken von Gemeinde in Morro zu nichts fähig sind und sich nur selbst beweihräuchern.Hauptsache man beklatscht die Polizei, wie wir im April erfahren haben. Morro ist so ein unattraktiver verkommene Ort,dank der Gemeindeverwaltung. Wenn meine Familie nicht da wohnen würde, kämen wir nicht dort hin.

  2. Alles ist traurig. Zum verzweifeln. Wann nimmt diese Seuche endlich Mal ein Ende. Die Prognose hier in Deutschland sieht auch zum verzweifeln aus. Es wird von Tag zu Tag schlimmer …..gemacht?… Wir wissen alle die Pandemie ist da ..aber was wird daraus tatsächlich gemacht. Mir kommen leider oftmals Zweifel auf. Aber die Angst im Nacken sitzt auch tief. Ich wünsche allen alles Gute bleibt gesund.

  3. Wir waren im August noch in Morro so wie die letzten Jahre, aber da war schon die Stimmung sehr gedrückt. Hoffnung auf Hilfe Staat hatten nur wenige Gastronomen. Ich wünsche Ramon und Allen Erfolg mit der Aktion und seid sicher, wir kommen wieder nach Fuerte sobald wie möglich.

  4. Ich weine mit allen um mein geliebtes Fuerte.Es ist meine Heimat seit 1987 als ich das erste Mal dort war.Verbringe jedes Jahr Urlaub in Jandia.Waere gerne bei der Beisetzung dabei.

  5. Ja, es ist eine schreckliche Zeit.
    Auch ich musste mal in diesem Jahr die Reise stornieren. Habe aber für kommendes Jahr erneut gebucht. Will euch alle unterstützen.
    Haben so schöne Stunden im der Bodega verbracht. Es kann doch nicht für immer ein nie wieder bedeuten. Verliert den Glauben an die Liebe und die Hoffnung nicht. Aus der Ferne werden wir mit euch trauern.
    Eine herzliche Umarmung Edith und Peter

  6. so eine grosse Schei…ich bin zutiefst traurig mir reisst es ein loch in mein Herz.Ramon war für uns eine Stück Leben und Herz ich bin einfach nur traurig ich könnte heulen Ramon wird immer in meinem Herzen bleiben,ramon ich bin bei dir

  7. Leider bin ich zur Zeit nicht auf der Insel, wäre sonst unterstützend dabei gewesen, es ist unsagbar traurig so allein gelassen zu werden, aber die Politiker haben ihre Schäfchen auch im trockenen. Sie haben keine Ängste, wie sie ihre Familien ernähren können, es ist unglaublich was sich die Politik in dieser schwierigen Zeit leistet, sie tun alles, Regel, Verbote, Strafen, aber Hilfen werden nur versprochen und kommen nicht an, nicht nur auf Fuerte

  8. Sehr bewegend, ich habe Gänsehaut…
    Wie schade, dass ich jetzt nicht auf Fuerte bin, um in schwarz gekleidet dabei sein zu können.

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