La Oliva hebt Corona-Restriktionen auf, weil Coronawarnstufe 2 für ganz Fuerteventura kommen soll

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Die Gemeinde La Oliva hatte am 11.01.2021 für ihr Gebiet die Corona-Warnstufe 3 mit strengeren Maßnahmen beschlossen und verkündet.

Nur zwei Tage später hat nördlichste Gemeinde auf Fuerteventura diese Entscheidung wieder zurückgenommen. In einem ersten Schritt hat die Gemeinde die Warnstufe von 3 auf 2 zurückgenommen und dann ihren lokalen Beschluss völlig aufgehoben, sodass in La Oliva, wie überall sonst auf Fuerteventura, nun wieder Warnstufe 1 gilt.

Die Begründung klingt erstaunlich: „Im Gemeindegebiet existiere laut der Daten des Gesundheitswesens auf Fuerteventura eine klare Verbesserung der epidemiologischen Situation.“

Außerdem habe die Gemeinde erfahren, dass die kanarische Regierung in ihrer Sitzung am 14.01.2021 sowieso für ganz Fuerteventura die Coronawarnstufe 2 verhängen werde.

Die Erkenntnis, dass sich die epidemiologische Situation innerhalb von nur zwei Tagen „klar verbessert“ habe, ist schwer nachzuvollziehen. Normalerweise werden solche Entscheidungen nach Beobachtung eines Zeitraums von mindestens einer Woche, oft sogar von 14 Tagen getroffen.

Selbst wenn die kanarische Regierung am Donnerstag, 14.01.2021, die Verhängung der Corona-Warnstufe 2 für Fuerteventura beschließen sollte, dürfte diese kaum vor Freitag oder Samstag in kraft treten. Daher ist es ebenfalls unverständlich, warum man auf Stufe 2 im Gemeindegebiet verzichtet, wenn man damit rechnet, dass sie sowieso in wenigen Tagen für ganz Fuerteventura gelten soll.

Die 7-Tage Inzidenz liegt in La Oliva am 13.01.2021 nach Informationen der kanarischen Gesundheitsbehörde bei knapp 127. Insgesamt gibt es danach zurzeit in La Oliva 150 aktive Fälle.

In Puerto del Rosario liegt die 7d-Inzidenz bei 174, in Tuineje bei 118 und in Pájara bei 33,2.

Für ganz Fuerteventura liegt die 7d-Inzidenz derzeit nach Daten der kanarischen Gesundheitsbehörde bei rund 111.

Geschäftsleute in La Oliva sind verunsichert

Das Hin- und Her in der Gemeinde La Oliva wirkt sich extrem verunsichernd auf die Geschäftsleute aus. Speziell die Gastronomie durfte seit Montag nur noch auf den Terrassen ihre Gäste bedienen und um 22h war ganz Schluss. Für viele Betriebe war das schlichtweg nicht machbar. Sie schlossen ihre Lokale und schickten ihre Angestellten wieder in ERTE. Andere haben schon wieder invertiert. Sie besorgen sich zusätzliche Wärmequellen für die Terrassen, um wenigstens dort weiterhin etwas Geld verdienen zu können. Zwei Tage später ist dann schon wieder alles anders und mit Warnstufe 1 dürfen die Gastronimiebetriebe ihre Gäste auch wieder im Inneren der Lokale bedienen.

Ob die kanarische Regierung tatsächlich die Warnstufe für Fuerteventura erhöht und ab wann genau diese dann gilt, bleibt abzuwarten.

Gemeinde Tuineje gibt keine Änderungen bekannt

Auch die Gemeinde Tuineje hatte am 11.01.2021 per Dekret die Warnstufe 3 ausgerufen. Tuineje hat jedoch anders als La Oliva keine Änderungen bekannt gegeben, so dass die Warnstufe 3 dort weiterhin angeordnet ist.

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4 Kommentare

  1. Was muss nun bei der Rückreise nach NRW betrachtet werden? Wird Fuerteventura oder Spanien von der Gefahrenzone betrachtet?

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