Babyboom beginnt: drei kanarische Kamelbabys erweitern die Herde auf Fuerteventura

Dromedare-Nachwuchs-Oasis-Wildlife-Fuerteventura

In Goroy, im Norden Fuerteventuras, befindet sich die größte Kamelfarm Europas: „Dromemilk“. Dieser Hof, der vom Oasis Wildlife Fuerteventura betrieben wird, beherbergt mehr als 400 kanarische Kamele. Die Besonderheit des Hofes ist, dass hier etwa knapp ein Drittel der weltweit noch existierenden 1.200 kanarischen Kamele lebt.

Im Laufe der vergangenen Woche wurden auf der Farm die ersten drei Kamelbabys in diesem Jahr geboren. Alle drei sind Weibchen und gesund und munter. Ihren Mütter, die alle drei die natürlichen Geburten und die 13-monatige Tragezeit gut überstanden haben, nahmen ihre Babys auch sofort an.

Eines der drei Kamelweibchen war zum ersten Mal trächtig. Während der Geburt, die ca. 40 Minuten dauert, war dieses Weibchen sichtlich erschrocken, dennoch konnte auch sie ihr Fohlen auf natürlichem Wege zur Welt bringen. Ein Kaiserschnitt war nicht notwendig.

Es kommt vor, dass Kamelmütter ihr erstes Fohlen nicht annehmen. In diesem Fall ist es aber nicht dazu gekommen. Alle drei Mamas haben vorbildlich reagiert und alle drei Fohlen trinken auch bei ihren Müttern.

Kamel – Babyboom in 2021

Der Babyboom auf der Kamelfarm wird in diesem Jahr der größte im 35jährigen Bestehen der Herde. Schließlich sind mehr als 20 Kameldamen trächtig.

„Es ist nicht üblich, dass so viele Kamele in unserer Herde Schlag auf Schlag geboren werden. Mit diesen Geburten schützen wir weiterhin das Kanarische Kamel, eine Spezies von der nur noch 1.200 Exemplare weltweit existieren, fast ein Drittel von ihnen lebt auf Fuerteventura. Der Erhalt des kanarischen Kamels ist fundamental und der Oasis Wildlife Fuerteventura arbeitet im Rahmen des Hofs „Dromemilk“ für die Aufrechterhaltung der Rasse. Auch arbeiten wir in nationalen und internationalen Projekten, wie dem europäischen Projekt Camel Milk“, sagte Soraya Cabrera, die Direktorin des Oasis Wildlife Fuerteventura.

Oasis Camel Camp – so lernt man Babys und Mütter kennen

Alle drei Kamelbabys haben bereits Namen. Sie heißen Repinta, Valeria und Thaisa. Diese Namen hatten junge Majoreros ausgesucht, die im Rahmen von Aktivitäten rund um Weihnachten im Oasis Wildlife Fuerteventura (in diesem Fall auf der Farm im Norden der Insel) durchgeführt wurden.

Im Laufe des Jahres wird es weitere Projekte des Park geben. Diese sollen unter anderem dazu beitragen, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Spezies des kanarischen Kamels und seine Pflege kennen lernen. Denn nur was man kennt, kann man auch schützen.

Im Rahmen der geplanten Oasis Camel Camps, die an Wochenenden stattfinden sollen, können Kinder und Erwachsene Hand in Hand unter Anleitung der Experten des Oasis Wildlife Fuerteventura bei der Pflege der Kamele und auch der Babys helfen. Von „Fläschchen geben“ bis hin zur Fellpflege und einem Spaziergang mit Müttern und Babys wird alle gezeigt. Selbstverständlich führen die Teilnehmer auch alles selbst durch. Dabei lernt man auch vieles über die Tiere, ihre Nahrung und ihre Besonderheiten.

Zunächst einmal müssen die kleinen Kamele aber eine feste Bindung zu ihren Müttern aufbauen. Derzeit ernähren sie sich vom Kolostrum, einer speziellen Vormilch, die die Mütter nach der Geburt geben. Diese besondere erste Milch stärkt, wie beim Menschen auch, die erste Immunabwehr und trägt dazu bei, dass die Kamelfohlen gesund und stark aufwachsen können.

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3 Kommentare

  1. Schön dass es in diesen Zeiten auch mal so erfreuliche Berichte gibt, die wirklich Spaß machen. Gibt es eine Kontaktadresse?

    • @Werner+Richter
      zur Zeit kann man die Farm NICHT besuchen. Wie bereits im Artikel beschrieben, sind weitere 20 Kameldamen trächtig und jederzeit kann es weitere Geburten geben. Dabei würden für die Tiere unbekannte Zuschauer zusätzlichen Stress bedeuten, der das Leben der Tiere in Gefahr bringen könnte, oder dazu führen kann, dass die Mütter die Fohlen nicht annehmen.

      Wahrscheinlich im April werden wieder Tage der offenen Tür durchgeführt, Termine werden wir dann bekannt geben!
      Zunächst müssen aber die Geburten abgewartet werden und das Zusammenleben von Müttern und Kindern muss gefestigt sein…

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