Militär-Unterstützung zu Ostern: La Olivas Bürgermeisterin wendet sich an Verteidigungsministerium

Soldaten-La-Oliva-Verteidigungsministerium-Fuerteventura

Am 22.03.2021 hatten wir darüber berichtet, dass die Bürgermeisterin von La Oliva, der nördlichsten Gemeinde der Insel, den Vertreter der spanischen Regierung auf Fuerteventura um die Unterstützung durch das Militär gebeten hat.

Die Soldaten, die zwar selbst keine hoheitlichen Polizeibefugnisse haben, sollen die Polizeikräfte im Norden Fuerteventuras unterstützen, indem sie Bürger an die Einhaltung der Coronaregeln erinnern und den polizeilichen Sicherheitskräften als „zusätzliche Augen“ dienen.

Bei einer Sicherheitskonferenz im Rathaus von La Oliva, an der Vertreter der Policia Local, der Guardia Civil teilnahmen, erklärte der Direktor der Generalverwaltung des Staates auf Fuerteveventura der Bürgermeisterin Pilar Gonazález, dass er für die Bearbeitung eines solchen Antrags nicht zuständig sei, und empfahl ihr, sich direkt an das Verteidigungsministerium zu richten.

Direkt nach der Sitzung reichte Pilar González ihren Antrag bei der Generaldirektion für Militärpolitik des Verteidigungsministeriums erneut ein.

„Wir stehen vor einen sehr komplizierten Panorama, in dem wir die Kontrollen verstärken müssen, um die unverantwortlichen Handlungen derer zu unterbinden, die noch immer die von den Gesundheitsbehörden vorgegebenen Maßnahmen nicht einhalten. Die Gemeinde greife hart durch gegenüber denjenigen, die [die Regeln] nicht einhalten, aber wir benötigen die Hilfe des Militärs“, betonte die Bürgermeisterin von La Oliva.

Zusätzlich hat die Bürgermeisterin sich an die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit der kanarischen Regierung gewandt. Dort hat sie um die Verstärkung von Inspektoren für Gesundheitsangelegenheiten gebeten, die für eine effektive Einhaltung der von der Kanarischen Regierung selbst vorgegebenen Maßnahmen sorgen sollen, vor allem für die Regeln bezüglich der Kapazitäten von Lokalen und die Maßnahmen, die an öffentlichen Plätzen einzuhalten sind.

Die Vertreter der Polizeikräfte erklärten, dass das Bewusstsein der Bevölkerung gestärkt werden müsse, dass das Leben von Menschen auf dem Spiel steht, und nicht mehr nur die Wirtschaft. Die Kollegen würden noch immer eine verblüffende Passivität der Leute vorfinden, erklärten die Polizisten.

In diesem Sinne arbeite die Gemeinde La Oliva an dem Entwurf einer unmittelbaren Aufklärungskampagne auf den Straßen der meistfrequentierten Orte, um die Bürger an die Pflicht zu erinnern, die Maßnahmen einzuhalten.

Bestimme den Lohn für unsere Arbeit!

Wenn Du unsere Inhalte nützlich, unterhaltsam oder informativ findest, kannst Du den Lohn für unsere Arbeit selbst bestimmen. Das geht ganz einfach über diesen Link:

https://www.fuerteventurazeitung.de/du-bestimmst-den-lohn-fuer-unsere-arbeit/

5 Kommentare

  1. Wir waren im Januar 2 Wochen auf Fuerte und die Inzidenz ist in diesen 14 Tagen rapide angestiegen. In Costa Calma wurde eine ganze Wohnanlage getestet. Die Ausbrüche sind, soweit ich es aus den Medien, betrachten kann, immer in Richtung der Einheimischen zu suchen. Wir Touristen kommen nur mit einem negativen PCR-Test auf die Insel, und das ist auch gut so.
    Ich verstehe wirklich nicht, daß es so viel junge, unverständige, tolerante Menschen gibt
    ( natürlich gilt das auch für Deutschland ) die den anderen die Geschäfte und das Leben kaputt machen. Wir wären gerne wiedergekommen, haben uns aber nach 10 Jahren Fuerte für eine andere Insel, am 10.04. entschieden. Entweder sind die Coronaleugner dumm, von der Regierung nicht genug informiert, oder sie wollen mutwillig das Leben der Einheimischen zerstören. Aber eins sollte man bedenken: Es handelt sich um die Kinder oder Enkel derer die sonst gut bis sehr gut vom Tourismus lebten.
    Wir hätten unser Geld gerne auf Fuerte ausgegeben aber Sicherheit geht vor.
    In der Hoffnung bald wieder zu kommen wünsche ich den Bewohnern der Insel, mit sich und ihrem „Nachwuchs“ ins reine zu kommen. Dann braucht man auch kein Militär zur Hilfe.

  2. Traurig,dass das Militär zu Hilfe gerufen werden muß.Aber die Menschen sind eben sehr
    uneinsichtig aber auch einfach dumm. So müssen sie zu ihrem Glück bzw. Gesundheit
    gezwungen werden

  3. Wenn sich zu viele Leute einfach nicht an die Schutzmaßnahmen halten, muss eben viel mehr kontrolliert (und auch bestraft) werden. Gleichzeitig weiterhin aufzuklären, ist ja nicht verkehrt.
    Und ich gebe gern zu, dass ich da auch völlig egoistisch bin. Ich möchte endlich wieder nach Fuerte, in Restaurants gehen, zu Konzerten usw..
    Wenn sinkende Infektionszahlen – bis wir (fast) alle geimpft sind – zurzeit nur durch massive Kontrollen der Schutzmaßnahmen erreicht werden können, dann bin ich absolut dafür, jetzt endlich hart durchzugreifen (natürlich auch und gerade in Deutschland).

  4. Wer hätte je geglaubt, was eine Pandemie so anrichten kann. Unabhängig von der Verbreitung bis hin zu leider vielen Sterbefällen…bleibt viel Kopfschütteln. Wenn nach einem Jahr Pandemie die zündende Idee einer großen Aufklärungskampagne ist, bleibt nur ein warum jetzt??? Natürlich ist es auch unbequem dort zu sein wo der Schuh drückt. Meiner Meinung nach wäre vieles im Griff bei mehr Präsenz von Polizei im Volk. Nach Hilfe de Militärs zu rufen zeigt leider auch wie gut man in den letzten Monaten gearbeitet hat, oder???

  5. Da sind die Aussagen der Dame zu den Sivesterfeiern in Corralejo

    „Bürgermeisterin: Ereignisse nicht repräsentativ für die Gemeinde La Oliva

    Die Bürgermeisterin von La Oliva, Pilar González, erklärte, dass die Erreignisse auf der Plaza Félix Estévez nicht repräsentativ für die Gemeinde seien.

    Im Großen und Ganzen haben sich die Bürger von La Oliva vorbildlich verhalten. Sie bezeichnete den Vorfall als Einzelfall“.

    Und jetzt soll es das Militär richten – viel Erfolg.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten