Fuerteventuras Energie-Dilemma: Obwohl im Überfluss vorhanden, werden Wind und Sonne kaum genutzt

Energiedilemma-Fuerteventura

Wenn Fuerteventura etwas im Überfluss zu bieten hat, dann sind das zweifelsfrei Wind und Sonne.

Dennoch betrug in 2019 der Anteil der regenerativen Energiequellen (Windkraft und Photovoltaik) an der gesamten Stromerzeugung auf Fuerteventura gerade einmal 11,7%.

Der Rest des Stroms, also 88,3%, wird nach wie vor in einem maroden Kraftwerk mit Dieselgeneratoren und Gasturbinen erzeugt. Dazu wurden in 2019 auf Fuerteventura insgesamt 159.239 Tonnen Öl verbrannt.

Zum Vergleich: der Anteil an regenerativen Energien an der Nettostromerzeugung in Deutschland lag in 2019 bei rund 46%. Dabei machten Windenergie 24,5% und Photovoltaik 9,1% der gesamten Stromerzeugung aus. Biomasse und Wasserkraft sorgten für 8,6% bzw. 3,8% der Stromerzeugung.

Wenn es in Deutschland möglich ist, ein Drittel der Stromerzeugung durch Windenergie und Photovoltaik zu decken, drängt sich die Frage auf, warum das auf einer so sonnigen und windigen Insel wie Fuerteventura nicht auch möglich ist?

Fehlendes Energiekonzept für Fuerteventura

Auf Fuerteventura fehlt es in erster Linie an Planung. Ohne eine sorgfältige Bedarfsplanung dürfte es kaum möglich sein zu bestimmen, wie die energetische Zukunft auf Fuerteventura aussehen soll.

Schließlich muss man sich nicht nur darüber Gedanken machen, durch welche saubereren Energiequellen man die bisherige konventionelle Stromerzeugung ersetzen möchte. Auch für die rund 108.000.000 Liter Benzin und Diesel, die auf Fuerteventura jedes Jahr in Autos und Bussen verbrannt werden, müsste eine Lösung her, wenn man es mit dem Klimaschutz ernst meint.

Doch bevor diese Fragen auch nur im Ansatz beantwortet sind, kaufen unsere Behörden munter Elektroautos, weil der spanische Staat dies mit üppigen Subventionen fördert. Dass fast 90% des Stroms dafür aus einer Dreckschleuder stammen, interessiert dabei offenbar kaum jemanden.

Die fehlende Planung der energetischen Zukunft Fuerteventuras zeigt sich auch an einem fehlenden Flächennutzungsplan (PIOF) für die Insel. Darin müssten z.B. der Standort für ein modernes konventionelles Kraftwerk (sofern man auf ein solches in Zukunft nicht verzichten kann) und Flächen für Windparks und Photovoltaikanlagen ausgewiesen sein.

Doch einen solchen an die aktuellen Bedürfnisse angepassten Flächennutzungsplan gibt es seit Jahrzehnten nicht. Stattdessen streitet man seit Jahren über den zukünftigen Standort für ein Kraftwerk. Einigkeit gibt es allenfalls darüber, dass es aus der Hauptstadt verschwinden muss, weil es durch seine Emissionen und Vibrationen für die Anwohner unzumutbar ist. Doch obwohl jeder das Kraftwerk braucht, will niemand es in seiner Nähe haben.

Streit um Windparks und Photvoltaikanlagen

Nicht nur am Standort für ein konventionelles Kraftwerk scheiden sich die Geister. Auch neue Windparks und Photovoltaikanlagen stoßen teils auf heftigen Widerstand. Sie verschandeln die Landschaft und stören Anwohner durch Schattenwurf oder Geräuschentwicklung und sind außerdem schädlich für Vögel, heißt es von Seiten der Kritiker.

Tatsächlich ist auf Fuerteventura zurzeit eine rege Bau- und Planungstätigkeit in Sachen Windkraft und Solaranlage zu beobachten. Die Investoren nutzen dabei eine Möglichkeit, die das kanarische Bodengesetz eingeführt hat. Wenn ein bestimmtes Grundstück im Flächennutzungsplan nicht als Wind- oder Solarpark ausgewiesen ist (was ja fast immer der Fall ist, weil es wie oben beschrieben keinen entsprechenden Plan gibt), kann für ein solches Projekt ein unter bestimmten Umständen ein „öffentliches Interesse“ festgestellt werden. Dafür ist die kanarische Regierung zuständig.

Es ist offensichtlich, dass solche Entscheidungen dann nicht auf Grundlage einer ganzheitlichen Bedarfs- und Flächenplanung erfolgen. Für viele Kritiker werden auch Kriterien wie Landschaftsschutz nicht ausreichend berücksichtigt.

Druck durch Umweltschutzorganisationen gegen Solar- und Windparks

Manche Umweltschutzorganisationen machen mächtig Stimmung gegen die Energieprojekte,die nach ihrer Ansicht zurzeit „wie Pilze aus dem Boden sprießen“. Sicher ist der Vorwurf mangelnder Koordinierung bei der Planung dabei berechtigt.

Allerdings wird auch oft das Argument verwendet, dass zurzeit viel mehr Kapazität in Planung sei als auf Fuerteventura derzeit verbraucht würde, und dass „internationale Konzerne auf Kosten Fuerteventuras mit der Energiegewinnung spekulieren wollten, um den Überschuss dann auf andere Inseln zu verkaufen“.

Dass es in der Natur der regenerativen Stromerzeugung liegt, dass die „installierte Spitzenleistung“ um ein vielfaches höher liegen muss als bei konventioneller Energieerzeugung, zählt für die Umweltschützer dabei offenbar nicht. Und dass es auch darum geht, den Kraftstoff für Verbrennungsmotoren langfristig zu ersetzen, wurde bisher noch von niemandem ins Feld geführt.

Nach unserem Wissen hat jedenfalls auch noch keine Umweltschutzorganisation eine Studie vorgelegt, in der der zukünftige Strombedarf Fuerteventura berechnet worden wäre.

Sicher ließe sich auf Fuerteventura auch eine Balance zwischen Landschaftsschutz und Beitrag zum Klimaschutz finden.

Gemeinden stellen sich gegen die Erklärung zum öffentlichen Interesse

Nachdem der Druck von Landschaftsschützern immer größer wurde, haben sich bereits mehrere Gemeinden, darunter La Oliva und Tuineje gegen die Proliferation von Projekten ausgesprochen. Auch Pájara hat angekündigt, gegen einen geplanten Windpark in der zwischen La Pared und La Lajita Einspruch einzulegen.

Auf der anderen Seite befürchte alle touristischen Gemeinden, dass sich der steigende Meeresspiegel infolge des Klimawandels die Strände und Küsten einverleiben werde und sie dann für den Tourismus unattraktiv werden könnten und fordern daher einen intensiveren Klimaschutz.

Das Problem der Energiespeicherung auf Fuerteventura

Natürlich muss bei der Nutzung von Wind und Sonne ein großes Problem gelöst werden: Auch auf Fuerteventura scheint nachts keine Sonne und auch wenn es oft windig ist, ist es nicht immer windig.

Allerdings wird auch nachts und an windstillen Tagen Strom benötigt. Daher wird man wohl auf Fuerteventura in absehbarer Zeit nicht vollständig auf konventionelle Stromerzeugung mit Ölmotoren und Gasturbinen verzichten können, solange es teuer und aufwändig ist, überschüssigen Strom aus Wind- und Sonne zu speichern

Auf Fuerteventura wird Trinkwasser unter hohem Energieaufwand per Umkehrosmose aus Meerwasser herstellt. Pro Kubikmeter Wasser werden mindestens 4,5 kWh elektrischer Energie benötigt. In 2019 hat der Wasserversorgungsverband CAAF rund 12.042.671 Kubikmeter Wasser entsalzt und dazu 54 MWh Strom verbraucht. Das sind rund 8% des gesamten in 2019 produzierten Stroms auf Fuerteventura.

Rein rechnerisch wird also schon heute die gesamte Meerwasserentsalzung aus regenerativen Quellen mehr als gedeckt.

Doch die Meerwasserentsalzung ist ein mehr oder weniger kontinuierlicher Prozess, während Strom aus Wind und Sonne nicht kontinuierlich erzeugt werden kann.

Bei der Umkehrosmose wird Meerwasser unter hohem Druck (60 – 80 bar) gegen eine spezielle Membran gepresst. Diese hält die Salzionen zurück und lässt nur die Wassermoleküle passieren. Eine Osmose-Anlage kann nicht einfach aus oder eingeschaltet werden. Vielmehr muss sie langsam hoch- bzw. heruntergefahren werden. Bei längerem Stillstand würde sich die Membran zusetzen.

Daher wird zurzeit zwangsläufig konventioneller Strom aus verbranntem Öl zur Meerwasserentsalzung benötigt, solange keine kontinuierliche Versorgung aus erneuerbaren Quellen sichergestellt werden kann.

Verfrühte Umstellung auf Elektroautos auf Fuerteventura

Sowohl die Inselregierung als auch die Gemeinden auf Fuerteventura stellen ihre Fahrzeugflotten zunehmend auf Elektroautos um. In den dazugehörigen Pressemitteilungen ist dann immer von Nachhaltigkeit und Emissionsfreiheit die Rede.

Zurzeit ist das sicher noch Augenwischerei. Denn wie oben dargelegt, stammen 88,3% unseres Stroms aus einem veralteten Ölkraftwerk. Die Emissionen, die ein Elektroauto auf Fuerteventura nicht erzeugt, entstehen stattdessen im zentralen Kraftwerk.

Allerdings können die Behörden auf Fuerteventura gar nichts anderes tun, als E-Autos anzuschaffen, da diese vom spanischen Staat massiv gefördert werden und sich sich sonst das Nichtnutzen von Subventionen vorwerfen lassen müssten.

Bei dem rapiden Ausbau der erneuerbaren Energien auf Fuerteventura, der zurzeit zu beobachten ist, könnte eine Ausweitung der E-Mobilität jedoch tatsächlich in großem Maße emissionsvermeidend erfolgen. E-Autos verfügen zudem über Energiespeicher in Form von Batterien, die bei einem intelligenten Netzmanagement Überschüsse aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben könnten.

Es wird also höchste Zeit, dass sich kluge Menschen über die energetische Zukunft Fuerteventuras Gedanken machen.

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16 Kommentare

  1. @ Rudolf 26. APRIL 2021 UM 14:53
    Re: 2. Windkraft an Land gehört verboten: Infraschall über Kilometer, Schattenwurf, tote Vögel, kaputte Landschaft auf Urlaubsinsel.
    ………………………….
    Wer keinen Infraschall verträgt, ist auf einer Inseln ohnehin verkehrt: Brandungslärm ist eine klassische Quelle von Infraschall. Und in vielen Nächten hört man die Brandung überall auf der Insel. – Es soll aber welche geben, die kommen genau aus diesem Grund hierher…. und nennen diesen Infraschall euphemistisch “ Meeresrauschen“. 🙂
    ………………………………………………….
    Re: 3. Ideal wäre Offshore Windkraft auf Fuerte. Speicherung teilweise in Form von Wassertanks, d.h. mehr Entsalzung wenn viel Wind.
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    Diese Meerwasserentsalzung durch Windkraft kann man ansatzweise in Corralejo sehen.
    Die beiden Windmühlen stehen aber an Land, und keinen stört’s.
    In Richtung Majanicho gibt es „malpais“ ohne Ende. Und mit einem substanziellen Windpark könnte man, nebenher zur Stromerzeugung , diese „badlands“ zu einem blühenden Paradies machen. Oder zumindest doch eine Landwirtschaft betreiben, die alleine in der Lage wäre, die gesamte Insel mit frischem Obst und Gemüse zu versorgen, das bisher mit einem unsäglich dummen Aufwand aus den Niederlanden, oder aus der Plastikwüste um Alicante herangeschafft wird. – Und zudem nach nichts schmeckt.
    Gruss,p.

  2. das problem ist doch… wenige leute haben sehr viel land (grad im süden der insel). und den wenigen leuten ist es egal, das land liegt brach.. verkauft wird es nicht… und wenn mal eine kleine parzelle zum verkauf steht, dann gibt es dafür keine baugenehmigung.. für nix…

    costa calma, der windpark? veraltet „von einer Entwicklung überholt“… die müssten doch normalerweise ausreichen, um den ganzen süden der insel mit strom zu versorgen?
    weg von den dieselkraftwerk..
    aber denn gibt es ja auch noch vereinzelte fincas.. ohne strom, ohne wasser. und das im 21.jahrhundert.
    will man solch eine finca kaufen und vielleicht strom und wasser ans haus haben, dann wird es problematisch…

  3. Wenn man denkt mit dem Tourismus alles finanzieren zu können, kommt in Corona Zeiten das große Erwachen, aber vielleicht ist das ein kleiner Weckruf um etwas besser zu machen!

  4. Super Artikel, vielen Dank. Typisch Politiker, immer auf die hoeren die am lautesten schreien statt auf die die Ahnung haben. Es ist so traurig dass Fuerte bei Erneuerbaren so weit hinten liegt, und diejenigen in den Gemeinden die meinen das verschandele die Umwelt: zeig mir mal eine Gemeinde ohne unzaehlige Bauruinen die schon jahr(zehnt)elang dahinsiechen – das verschandelt die Umwelt nicht? Ach ja, da floss ja irgendwo mal Geld in private Beamten- und Politikertaschen, klar ist das was ganz anderes.

    PS ich frag mich auch ob das Verhalten zu Erneuerbaren nicht auch mit dem geringen Bildungsniveau (siehe euer Artikel von vor ein paar Wochen) in Verbindung steht? So nach dem Motto „was der Bauer nicht kennt frisst er nicht“?

  5. Ölkraft ist schlecht? Hm weiss nicht, Strom in Fuerte ist halb so teuer wie in D…allerdings stinken die Dinger, das stört mich schon je nach Windrichtung.

    Aber als Energieingenieur gebe ich gern ein paar Tipps
    1. Gaskraftwerke mit Flüssiggas (LPG/LNG) z.B. aus USA oder Afrika wäre ideal wegen See-Lage. Diese liefern ideal regelbare Grundlast.
    2. Windkraft an Land gehört verboten: Infraschall über Kilometer, Schattenwurf, tote Vögel, kaputte Landschaft auf Urlaubsinsel.
    3. Ideal wäre Offshore Windkraft auf Fuerte. Speicherung teilweise in Form von Wassertanks, d.h. mehr Entsalzung wenn viel Wind.
    4. Fazit, Gaskraftwerke (als Kolbenmaschinen, besser als Turbinen) gekoppelt mit Offshore-Windkraft, würden umweltfreundlichen und billigen Strom liefern. Könnte auch möglich sein die Dieselgeneratoren auf Gas umzurüsten, wird auf Kreuzfahrtschiffen schon gemacht.
    5. Unbürokratische Förderung von Solarthermos wäre auch noch was. UNBÜROKRATISCH nicht so bescheuert wie aktuell…

    An Norbert Vielleicht muss Strom in D noch teurer werden bevor du dein Hirn einschaltest? Zu viel Windlobby.

  6. Guter Bericht, danke dafür!
    Es gibt ein leuchtendes Beispiel auf den Kanaren, die Insel El Hierro.
    Sie ist fast 100 % autark. Sie haben Vulkankrater ausgekleidet und nutzen diese als Speicherseen. Bei Stromüberschuss tagsüber wird Meerwasser in die Speicherseen gepumpt. Die abends und nachts über das Gefälle die Insel mit Strom versorgen. Ein entsprechendes Tal würde sich in den Bergen von Betancura sicher finden lassen. Für Windräder gibt es wahrlich reichlich Platz z. B. Die Ebene unterhalb Ampuyenta bis zum Meer. Durch die Berge auf beiden Seiten, wird der Wind kanalisiert, somit ist dort auch der Winddruck konstant und hoch. Fuerteventura könnte ein Beispiel sein?! Für die Künftigen Generationen der Touristen, wird Nachhaltigkeit ein Schlüsselkriterium der Reiseentscheidung sein.
    „Wäre eine Vision“ Reise nach Fuerteventura und Du reist klimaneutral.
    Dafür bräuchte es Politiker mit Cochnes und Grips.

    • Wie kam es, dass sich die Verantwortlichen in El Hierro so fortschrittlich verhalten? In Fuerteventura wird sich auch in 10 oder 20 Jahren nichts verändert haben, fürchte ich. Weder Solarwärme, noch Photovoltaik noch Wind etc. wird hier genutzt. Ohne Zwang durch die Spanische Regierung wird sich hier nie was ändern. Man muss hier ja auch nicht mehr herkommen, ist sowieso zuviel Wind.

  7. Warum baut man nicht auf der Westseite Fuerteventuras,Höhe Confete,ein Wellenkraftwerk dort würde es nicht die Gegend verschandeln,wenn man es mit einer Meerwasserentsalzungsanlage koppelt ,hat man alles auf einmal und für Anbindung kann man einen Tunnel Bauen??

    • @Jürgen Wunderlich, die Stromerzeugung aus Wellenkraft ist noch nicht ausgereift und zurzeit noch völlig unwirtschaftlich. Es gibt unseres Wissens weltweit noch keine kommerziellen Anlagen, die wirtschaftlich betrieben werden.

  8. Als Etechniker kriege ich einfach eine Hasskappe wenn ich das hier vor Ort sehe.
    Ideale Bedingungen um alle Inseln autark zu versorgen. Vllt sollte man den Verantwortlichen verklickern das man mit „Öko“ „Green“ usw. noch mehr Geld verdienen könnte. Vielleicht wäre das Anreiz genug für eine mittlerweile Selbstverständlichkeit.

  9. Oder so 🙂
    Zitat: Es wird also höchste Zeit, [b]dass sich kluge Menschen [/b]über die energetische Zukunft Fuerteventuras Gedanken machen.
    p.

  10. Hallo! Die Ursache all dieser haarsträubenden Entwicklungen in Sachen Energie-, Tourismus-, Bau-, Verkehr- und Fiskalpolitik etc. ist die Bildung. „Was ich heute bin, habe ich Gestern erdacht. Was ich Morgen sein will, muss ich heute denken.“ Wenn die verantwortlichen Politiker aber nie gelernt haben, weiter als nur an deren eigenen Schreibtisch zu denken und nur diesen mit Klauen und Zähnen verteidigen, so lange bewegt sich: Nix. Alle Entwicklungen sind die Folge von reinen Zufällen. Wir mögen in Deutschland auch unsere Probleme haben, aber es bewegt sich wenigstens was. Hier bewegt sich: nix. Und am meisten ärgern mich – neben all den Windmühlen am Horizont, die sich schon nach wenigen Jahren nicht mehr drehen – das völlig fehlendende Bewusstsein für die existentielle Bedeutung von Bildung in jeder Gesellschaft. So bleibt Fuerteventura ein Entwicklungsland ohne Konzept und unter völliger Abhängigkeit von Außen. P.S.: Wie würde Fuerte wohl ohne EU-Mittel aussehen?

  11. Sehr interessanter Artikel, zeigt wieder mal das dilettantische und egoistische Vorgehen der Politik.
    Streit um Flächen und Natur bei Windkraftanlagen , dabei besteht Fuerte fast nur aus Wüste. Warum nicht dezentral anfangen, kleine Stromspeicher für die Nacht und nur Spitzenabdeckung durch das alte Kraftwerk ? Vielleicht muß Öl noch deutlich teurer werden, damit die Politik endlich ihr Hirn einschaltet.
    P.S. Hinweis zur Ehrenrettung : Auch in Deutschland wird die Energiewende regelrecht verschlafen und zerredet. Auch dort zu viel Kohlelobby und Energielobby.

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