Festnahme nach lebensgefährlichem Würgegriff auf Fuerteventura

Mataleon-Corralejo-web

In der Nacht des 17. Juli 2021 kam es zu einem Vorfall in Corralejo im Norden Fuerteventuras. Ein Minderjähriger hatte in der Nähe des Strandes beim Waikiki einen Touristen überfallen. Er hatte den Mann mit einem Würgegriff, der als „,mataleón“ („Löwentöter) bekannt ist, bewusstlos gemacht und ihm sein Telefon im Wert von 1.200 Euro entwendet.

Ein Teil einer Einheit der „schnellen Eingreiftruppe“ der Guardia Civil, die grade im Rahmen der Überprüfung der Einhaltung der Corona-Maßnahmen in Corralejo unterwegs war, wurde um 2.30 Uhr zum Tatort gerufen und befragte das Opfer und Zeugen. Die so erhaltene Täterbeschreibung führte dazu, dass die Guardia Civil den mutmaßlichen Täter, einen Minderjährigen im Bereich der Avenida Nuestra Señora del Carmen stellen konnte. Bei der Durchsuchung des Minderjährigen konnten die Beamten das Mobiltelefon des Opfers sicherstellen und seinem Besitzer zurückgeben.

Der Minderjährige wurde an das zuständige Gericht überstellt und muss sich nun für seine Tat verantworten.

Mataleón „Löwentöter“

Die als „Mataléon“ benannte Würgetechnik wird unter anderem im Jiu-jitsu gelehrt. Der Angreifer legt von hinten einen Arm um den Hals des Opfers, der Hals liegt dabei in der Armbeuge des Angreifers. Dann „verschließt“ der Angreifer mit Hilfe des zweiten Arms den Griff und drückt so dem Opfer kurzzeitig die Blutzufuhr zum Gehirn ab. Das führt innerhalb von Sekunden zur Bewusstlosigkeit beim Opfer.

Schon alleine die Beschreibung der Technik macht klar, warum sie so gefährlich für das Opfer sein kann. Ist die Blutzufuhr zum Gehirn zu lange unterbrochen, kann das Opfer sterben. Ein weiteres Risiko: das Opfer kann einen Schlaganfall erleiden.

Wird das bewusstlose Opfer liegen gelassen, kann es seine eigene Zunge verschlucken und dran ersticken.

Hat das Opfer (gegebenenfalls unerkannte) Herz-Kreislauferkrankungen steigt das Risiko für mögliche bleibende Schäden enorm an.

Die Anwendung einer solchen Technik ist also tatsächlich als ein echter Angriff auf Leib und Leben des Opfers zu werten.

Da die Guardia Civil das Opfer im vorliegenden Fall befragen konnte und in der Pressemitteilung nicht die Rede von einer medizinischen Behandlung des Mannes die Rede ist, scheint der schwere Angriff in diesem Fall glimpflich für das Oper ausgegangen zu sein.

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16 Kommentare

  1. Ich werde den Eindruck nicht los das die Kriminalität auf Fuerteventura steil nach oben geht🙄,bisher habe ich mich auf der Insel immer sicher gefühlt,damit ist es aber vorbei so wie es aussieht. Ich weiß eine 100 % ige Sicherheit gibt es nirgends,aber die Meldungen in der Fuerteventura Zeitung sprechen für sich. 🙁

    • Man kann sich auf Fuerteventura noch immer viel sicher aufhalten bzw. hier leben als an vielen anderen Orten dieser Welt.

  2. Wenn es ein Einheimischer Jugendlicher war fühlen sich die einen bestätigt, wenn es ein Jugendlicher Migrant war, die anderen. Wie dem auch sei, ich kann mich nicht erinnern, jemals über einen ähnlichen Fall gelesen zu haben. Aber ein Bericht wie dieser (der übrigens in sämtlichen anderen spanischen Medien gleich lautend ist) und unbedingt den Preis des Handys nennen muss, ist nicht gerade als seriös sondern eher als clickbait zu interpretieren. Dem Image von Fuerte tut es jedenfalls nicht gut.

    • @Micheal, der Wert eines gestohlenen Gegenstandes ist für die strafrechtliche Bewertung der Schwere des Eigentumsdeliktes relevant. Deshalb wird dieser in Polizeiberichten in der Regel mit aufgeführt. Insbesondere bei Diebstahl gibt es eine Schwelle von 400€, bis zu der dieser in der Regel als minderschwerer Fall bewertet wird. Allerdings geht es natürlich im vorliegenden Fall sicher nicht um einem einfachen Diebstahl, sondern mindestens um ein Raubtat und eine gefährliche Körperverletzung. Ob die Staatanwaltschaft vielleicht sogar von einer versuchten Tötung ausgeht, bleibt abzuwarten. Bevor Du uns den Vorwurf des „clickbait“ machst, solltest Du Dir klar machen, was ein clickbait („Klickköder“) überhaupt ist. Sollte die Angabe des Wertes des Handys als clickbait funktionieren, müsste diese Angabe für den potentiellen Leser, der geködert werden soll, schon vor dem Klicken sichtbar sein. Er müsste also z.B. in der Überschrift auftauchen. Das tut er aber nicht. Daher ist Dein Vorwurf absoluter Blödsinn.

      • Da Ihr die Meldung höchstwahrscheinlich übernommen habt und die Meldung wortgleich in sämtlichen spanischen Medien so verbreitet wurde, ist die Annahme (kein Vorwurf) von Clickbait absolut berechtigt. Nicht immer gleich beleidigt sein und nur auf sich selbst beziehen bzw. beleidigend werden, gerade nicht als Mod. Im übrigen ist es zweitrangig welchen Preis das Handy hatte, da es in der Hauptsache um mögliche gesundheitliche Folgen für das Opfer geht. Den Preis zu nennen soll bei den meisten Lesern wohl nur die Frage aufwerfen, weshalb ein Tourist mit einem solch teuren Handy unterwegs sein muss und evtl nicht selbst dran schuld ist, wenn er überfallen wird.

        • Seltsam, was Sie da so alles hinein interpretieren. Im übrigen frage ich mich, wo Sie beleidigt worden sind. Ist aber ja oft so, dass die, die am meisten draufhauen, auch am schnellsten beleidigt sind. Thomas Wolf ist übrigens kein Mod, weil das hier auch kein Forum ist

  3. Gesäusel?? Ich beschuldige niemand! Weder Einheimische, noch Touristen, noch Migranten. Das sollten eigentlich ohne von der Polizei publizierte Fakten, alle so händeln. Aber für einige hier sind wohl von vorneherein immer die Migranten die Täter.
    Täter kommen aus allen Bereichen, die Gefängnisse spiegeln das wieder, sie sind nicht nur mit Migranten belegt.

    • Nicht immer, aber immer öfter. Bitte nicht immer die Augen vor den Tatsachen verschließen nur weil man gerade im Urlaubs Feeling ist.
      Vielleicht erfährt man irgenwann mal von dem Täter. Ich werde es aufmersam verfolgen.

  4. Ewald, wollen Sie, ohne irgendetwas zu wissen, auf Migranten hinweisen? Das klingt ganz so! Oder meinen Sie einen Urlauber, der erst seit ein paar Tagen auf der Insel ist??
    Ist es für Sie fern jeder Möglichkeit, dass es ein ganz normaler einheimischer Junge war?
    Passt ein Migrant besser in Ihre Weltanschauung?

    • Wenn ein Messer verwendet worden wäre, würde ich schon auf einen Migranten wetten.

      Aber so war es bestimmt ein Einheimischer mit Guanchen-Grosseltern, der durch kanarischen Ringkampf gewaltaffin wurde und dessen Freunde alle VOX Mitglieder sind.

      Passt das besser in Ihre Weltanschauung?

      • Gesäusel?? Ich beschuldige niemand! Weder Einheimische, noch Touristen, noch Migranten. Das sollten eigentlich ohne von der Polizei publizierte Fakten, alle so händeln. Aber für einige hier sind wohl von vorneherein immer die Migranten die Täter.
        Täter kommen aus allen Bereichen, die Gefängnisse spiegeln das wieder, sie sind nicht nur mit Migranten belegt.

  5. Das ist echt krank was manche junge Menschen so treiben. Ich hoffe es gibt eine ordentliche Haftstrafe für den jungen Burschen denn das geht gar nicht außerdem lernt man im Kampfsport immer dass man solche Techniken nie anwenden soll. Aber manche haben eine grosse Leere wo andere ein Gehirn haben.

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