Junger Mann beim Apnoe-Tauchen vor Fuerteventura vermisst

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Am Abend des 28.07.2021 meldete ein Anrufer der Notrufzentrale (Tel. 112), dass eine Person vom Apnoe-Tauchen vor der Küste Fuerteventuras nicht an Land zurückgekehrt ist.

Der Vorfall ereignete sich an der Küste zwischen Salinas de Carmen und dem Barranco de la Torre im Gemeindegebiet von Antigua.

Der Alarm ging gegen 21.26h in der Notrufzentrale ein, also rund 40 Minuten nach Sonnenuntergang ein. Die Rettungsleitzentrale entsandte Polizei, Guardia Civil, Feuerwehr und die Seerettung zum mutmaßlichen Unfallort. Für den Einsatz eines Hubschraubers war es aufgrund des schwindenden Tageslichts bereits zu spät.

Am Morgen des 29.07.2021 wurden die Suchmaßnahmen fortgesetzt und konnten nun auch von einem Helikopter aus unterstützt werden. Seitdem suchen Einsatzkräfte aus der Luft, auf dem Wasser und von Land aus nach dem vermissten jungen Mann.

An derselben Stelle war am 21.07.2021 eine Frau mit ihrem Wohnmobil von einer Klippe gestürzt und wurde dabei moderat verletzt.

Apnoe-Tauchen auf Fuerteventura: ein beliebter Sport mit Risiken

Unter Apnoe-Tauchen oder Freediving versteht man das Tauchen mit nur einem Atemzug, also ohne technische Unterstützung durch mitgeführte Druckluft.

Die kanarische Regierung stuft das Apnoe-Tauchen genauso wie andere subaquatische Aktivitäten als Risikoaktivität ein.

Der menschliche Körper ist von der Natur eigentlich nicht für längere Aufenthalte unter Wasser ausgelegt. Dennoch lassen sich die Risiken beim Apnoe-Tauchen durch eine gute Ausbildung, körperliche Fitness, regelmäßiges Training und die Beachtung einiger wesentlicher Sicherheitsregeln reduzieren, jedoch niemals ganz ausschließen.

Die wichtigste Regel beim Apnoe-Tauchen lautet: Tauche niemals allein. Das gilt übrigens genauso für das Schnorcheln und das Gerätetauchen mit Druckluft.

Das Apnoe-Tauchen ist auf Fuerteventura nicht reguliert. Jeder kann sich also ohne Ausbildung oder irgendwelche Nachweise in die Fluten stürzen.

Bei der Unterwasserjagd (Speerfischen, Harpunenjagd) verhält es sich dagegen anders. Diese ist im kanarischen Fischereigesetz geregelt und nur in bestimmten Küstenbereichen Fuerteventuras erlaubt. Zum Speerfischen benötigt man eine spezielle Lizenz, die von der Fischereibehörde ausgestellt wird und zu deren Erwerb ein medizinischer Test erforderlich ist. Ein Fachkundenachweis bzw. eine spezielle Ausbildung für das Apnoe-Tauchen ist jedoch nicht erforderlich.

Das Apnoe-Tauchen ist eine wunderbare Sportart und die Unterwasserjagd die wohl selektivste und nachhaltigste Fischfangmethode, die es gibt. Wer das Apnoetauchen erlernen möchte, sollte dringend einen entsprechenden Kurs in einer Tauchschule belegen und das dort Gelernte in der späteren Praxis immer beherzigen.

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