Alles was man über den weltberühmten Käse aus Fuerteventura wissen muss

Fuerteventura-Käse

Käse aus Fuerteventura ist weltberühmt und diverse Hersteller auf der Insel sind mehrfach ausgezeichnet. So wurde der Käse „Maxorata Pimentón Curado“ der Käserei „Grupo Ganaderos de Fuerteventura“ grade erst wieder im Rahmen der Food-Messe Salon Gourmet in Madrid mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Aber was bedeutet denn curado? Und wie unterscheiden sich die Käsesorten, die es hier allerorts zu kaufen gibt voneinander? Wir erklären das ABC des Käse auf Fuerteventura:

Ziegenmilch haltbar machen

Ursprünglich war der Käse eine der wichtigsten Kalorienquellen der Bevölkerung Fuerteventuras und seine Herstellung die einzige Möglichkeit, Ziegenmilch haltbar zu machen. So konnte auch bei Ernteausfällen und Trockenperioden eine zumindest ausreichende Ernährung sichergestellt werden.

Ziege oder Schaf?

Auf Fuerteventura wird Käse aus Schafs- oder Ziegenmilch sowie deren Mischung hergestellt. Ziege: spanisch cabra, Schaf: oveja.

Man unterscheidet außerdem zwischen Käse aus Rohmilch (leche cruda) und pasteurisierter Milch (leche pasteurizada).

Den hergestellten Käse unterscheidet man anhand der Reifezeit (fresco/ tierno frisch/jung, semicurado: mittelalt und curado: reif).

Außerdem unterscheidet man nach weiteren geschmacksgebenden Zusätzen. Die Käse werden dazu vor der Reifung z.B. mit Gofio (geröstetes Weizen- und oder Maismehl) oder Paprikapulver (pimentón) eingerieben.

Außerdem wird der Käse auch geräuchert (ahumado) angeboten.

Queso Majorero – Herkunftsbezeichnung für Käse von Fuerteventura

Seit 1996 gibt ein geschütztes Zeichen der Herkunftsgarantie, schließlich darf sich nicht jeder Käse „Queso majorero“ nennen. Dieses Zeichen ist den Käsesorten vorenthalten, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Die verwendete Milch stammt von Ziegen der Rasse „Majorera“ (der Zusatz von maximal 15% kanarischer Schafsmilch ist erlaubt)
  • Der Käse wird auf Fuerteventura produziert und reift auch hier
  • Erlaubt ist die Herstellung aus roher und pasteurisierter Milch
  • Es handelt sich um einen fetten Käse mit einer Reifungszeit von 8-60 Tagen (tierno: 8-20 Tage Reifung, Semicurado 20 bis 60 Tage Reifungszeit und curado über 60 Tage Reifungszeit)
  • Nach der Reifungszeit muss der Käse folgende Charakteristika erfüllen: Form: zylindrisch, Höhe zwischen 6 und 9 cm, Durchmesser 15 bis 35cm, Gewicht zwischen 1 und 6 kg. Die Rinde weist am Rand typische Muster auf, die Hauptseiten tragen das Zeichen der Käserei. Der Käse selbst ist kompakt mit cremiger Textur ohne Löcher

Probieren geht über studieren

Die Käsereien auf Fuerteventura sind zahlreich. Viele haben auch einen „Hofverkauf“ und bieten dort Ihren Käse an. Aber auch der im Supermarkt angebotene Käse ist gut, je nach eigenem Geschmack sogar ausgezeichnet.

Eines darf man nicht außer Acht lassen. Beim Käse handelt es sich um ein Naturprodukt. So kann der Käse ein und derselben Käserei und Sorte im Geschmack variieren, genauso, wie auch das Grundprodukt, nämlich die Milch im Geschmack variiert.

Wir können nur raten, so viele unterschiedliche Sorten und Reifestufen wie möglich selbst zu probieren. So findet man dann „seinen“ Lieblingskäse. Oder den jeweiligen Lieblingskäse für den entsprechenden Zweck. Schließlich kann man mit dem Käse aus Fuerteventura viele leckere Gerichte zaubern.

So kann man statt Parmesan auch mal Ziegenkäse über die Spagetti Bolognese reiben, schon hat das Gericht einen ganz neuen Touch.

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10 Kommentare

  1. Hallo @ Thomas, bzw. eingeweihte @Käsefans . .

    vielleicht hab ich es überlesen, aber welche Käserei genau stellt diesen prämierten Käse her?
    Sicherlich kann man dort auch vor Ort eine Verkostung machen.
    Nichts geht über eine Vorortverkostung… egal, ob mit oder ohne Wein …

    Danke für entsprechende Tipps!

    • Moin, ich konnte dem Text folgendes entnehmen:
      „So wurde der Käse „Maxorata Pimentón Curado“ der Käserei „Grupo Ganaderos de Fuerteventura“ausgezeichnet.“

  2. Sehr schön. Endlich geht es u.a. wieder um die wichtigen Dinge im Leben :-). Danke für die willkommene Abwechslung in Dingen Fuerte. Ich kann das, aus eigener Erfahrung, nur bestätigen. Einen soo qualitativ hochwertigen und aromatischen Ziegenkäse bekommt man nur hier. Klar, Reifegrad und Hersteller variieren. Allerdings: Wer vor Ort ist, sollte sich da einfach mal „durchfressen“. Da ist auch für Gourmets der höchsten Schule garantiert was dabei. Danke für den Beitrag.

  3. Hohe Auszeichnung auf der Messe, das bedeutet für uns den Ersten (wohl dringend notwendigen) Besuch der Käserei in Tuineje im Januar 2022. Wir freuen uns darauf, dort den Käse zu probieren. Danke für die Berichte bzgl Queso.
    Bleibt alle gesund und munter 🙂

  4. Ich freue mich demnächst den Ziegenkäse zu geniessen. Dieser Käse wird noch vor Ort handwerklich hergestellt. Einfach lecker, morgens zum Frühstück Frischkäse und später gereifter Käse mit Brot und dazu ein Glas Wein. Wunderbar!!! Bei dem Schafskäse wäre ich auch dabei.

  5. Dazu eine Frage – ist die Schale essbar, z.B. jene die mit Paprikapulver eingerieben wird oder schneidet man diese ab. Danke für die Rückmeldung :-).

    • Ich persönlich schneide die Schale ab, weil ich den Geschmack nicht mag. Ich kenne aber Leute, die die Schale mitessen und sich auch danach noch bester Gesundheit erfreuen 😉 Also ja, die Schale ist essbar.

      • Oft steht drauf, corteza no comestible, auch wenn pimenton drum ist. Wofür ist der pimenton dann gut? Nur für die Farbe? Wenn nix draufsteht kann man die Rinde essen. Sonst nicht. International ist das so geregelt, weil Konservierungsstoffe drauf sein könnten. Schweizer Käse ist immer mit essbare Rinde.

        • Ich würde davon ausgehen, dass die Aromen des Pimentón in den Käse einziehen. Wenn natürlich draufsteht, dass man die Rinde nicht essen soll, dann erübrigt sich natürlich die Frage.

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