Corona auf Fuerteventura: was wäre, wenn man sich im Urlaub auf der Insel infiziert?

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Auch wenn die Corona-Zahlen auf Fuerteventura seit Wochen kontinuierlich schlechter werden, ist es im Winter auf Fuerteventura dennoch deutlich angenehmer als in Deutschland.

Vieles spricht dafür, den verschärften Corona-Maßnahmen in Deutschland zu entfliehen und stattdessen die relative Freiheit auf Fuerteventura zu genießen.

Tatsächlich ist auf Fuerteventura genug Platz, um anderen aus dem Weg zu gehen. Anders als in Deutschland, kann sich auf Fuerteventura auch im Winter ein Großteil des Lebens im Freien abspielen.

In den Hotels gelten strenge Hygienevorschriften. Wer seine Kontakte, und somit mögliche Ansteckungsrisiken, noch weiter reduzieren will, kann der „Schlacht am Buffet“ in einer Ferienwohnung oder einem Selbstversorger-Apartment entkommen.

Und selbst wenn die Corona-Risiken auf Fuerteventura genauso hoch wären wie in Deutschland, so sorgt das Kanaren-Klima auf alle Fälle für wesentlich besseres Wetter als daheim.

Auch wenn das Risiko auf Fuerteventura deutlich niedriger sein dürfte als in Deutschland, erreichen und dennoch regelmäßig Anfragen von Urlaubern mit der Frage: „Was wäre wenn…“.

Dabei scheinen sich die meisten sich weniger um die Gefahren der Krankheit selbst zu sorgen, sondern um die Unannehmlichkeiten und den Komfortverlust, die ein positives Testergebnis und die anschließende eventuell notwendige isolierte Unterbringung bzw. Quarantäne mit sich brächte.

Kein Flug bei positiven Testergebnis

Wer vor seiner Rückreise positiv getestet wird, darf selbstverständlich kein Flugzeug betreten. Zurzeit (Stand 03.12.2021) brauchte Geimpfte oder Genesene keinen zusätzlichen Test für die Rückreise nach Deutschland. Das „Risiko“ für ein „falsch positives“ Testergebnis besteht für Geimpfte und Genesene daher zurzeit nicht. Sollte ein Antigen-Schnelltest ein positives Ergebnis anzeigen, wird zur Sicherheit noch ein PCR-Test veranlasst, sodass falsche Ergebnisse noch unwahrscheinlicher werden.

Positive Testergebnisse sind meldepflichtig. Wer positiv getestet wurde, muss sich „häuslich isolieren“. Wenn innerhalb von 7 Tagen keine Symptome auftreten, gilt man auch ohne erneuten Test als „genesen“. Im Zweifel kann die Gesundheitsbehörde weitere Tests anordnen.

Grundsätzlich gilt: Wer als Tourist symptomfrei ist, positiv getestet wird und seine Rückreise daher nicht antreten kann, bleibt in der Regel in dem Hotel, in dem er ohnehin schon untergebracht ist. Alle Hotels auf Fuerteventura halten zu diesem Zweck eine gewisse Zahl von „Quarantäne-Zimmern“ vor. Natürlich darf man dieses nicht verlassen. Die Versorgung erfolgt auf dem Zimmer.

Wer eine Ferienwohnung gebucht hat, bleibt in der Regel in dieser, sofern diese im Anschluss nicht von anderen Gästen gebucht ist. Sofern die Ferienwohnung oder eine andere Unterkunft nicht zur Verfügung steht, kann eine Unterbringung in einer „Arche-Noah-Unterkunft“ erfolgen.

Wenn Urlauber Symptome entwickeln, entscheidet die Gesundheitsbehörde, wo eine Unterbringung erfolgt.

Enge Kontakte nicht zwangsläufig quarantänepflichtig

Neben dem Fall, dass man sich selbst infiziert und daher positiv getestet wird, kann es im Urlaub theoretisch vorkommen, dass man „enge Kontaktperson“ einer infizierten bzw. positiv getesteten Person wird.

Für Geimpfte oder Genesene sieht das kanarische Protokoll keine besonderen Maßnahmen vor, sofern keine Symptome auftreten und der angeordnete PCR-Test negativ ausfällt. Selbst ein Rückflug wäre unter diesen beiden Bedingungen für „enge Kontaktpersonen“ möglich. Es wird in solchen Fällen lediglich zu einem Verzicht auf Kontakte zu „vulnerablen und ungeimpften Personen“ geraten.

Für ungeimpfte „enge Kontakte“ wird die Gesundheitsbehörde dagegen häusliche Isolation anordnen. Die Dauer der häuslichen Isolation beträgt in Spanien 7 Tage, beginnend ab dem Zeitpunkt des Kontakts oder des positiven Testergebnisses. Ein Rückflug wäre dann nicht möglich.

Covid-Versicherung der kanarischen Regierung bei Axa

Die kanarische Regierung hat eine Covid-Versicherung zugunsten von Urlaubern abgeschlossen, die sich während ihres Aufenthalts auf den Kanaren infizieren bzw. positiv getestet werden.

Diese deckt die Kosten für verlängerte Unterbringung, neue zu buchende Rückflüge und für die eventuell erforderliche medizinische Behandlung.

Allerdings gibt es einige Bedingungen:

  1. Die Urlauber müssen in einer regulären Unterkunft untergebracht sein. (Hotel oder LEGALE Ferienwohnung. Wer in seiner eigenen Immobilie oder „bei Freunden“ wohnt, ist nicht versichert.
  2. Der Urlaub darf für nicht länger als 30 Tage geplant sein.
  3. Es darf nicht schon vor Anreise eine Infektion bekannt gewesen sein,
  4. Das Risiko darf nicht bereits durch eine andere Versicherung des Reisenden gedeckt sein.

Die Versicherung deckt eine erforderliche Verlängerung des Aufenthaltes von bis zu 15 Tagen ab und gilt für die positiv getestete Person und deren direkten Angehörigen.

Die Meldung des Versicherungsfalles erfolgt im Falle eines Falles direkt durch den Gesundheitsdienst.

Kontakt zur COVID-Hotline

Die COVID-Hotline der kanarischen Inseln erreicht man unter 900 112 061 . Dort wird, wie auch unter der regulären Notrufnummer 112 neben spanisch, englisch, französisch und polnisch auch deutsch gesprochen. Hier erhält man dann weitere Informationen zum Vorgehen. Falls man diese Nummer von z.B. einem deutschen Handy nicht wählen kann, erreicht man die Hotline auch unter folgenden Rufnummern: Telefon (0034) 922 842 279  und (0034) 928 846 579.

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13 Kommentare

  1. kann mir jemand sagen wo ich die Rechnungen jin schicken muss Axa Versicherung hat jemand das viel schon machen müssen?? Wir haben uns schon an mehreren Stellen gemeldet aber ohne Erfolg
    es wäre super wenn jemand was weiß

    • Hallo Veronika, meines Wissens nach bekommt man einen Mitarbeiter zugewiesen. Der sollte Dir das dann sagen können.
      GGf. die im Text genannte Telefonnummer anrufen

    • Hallo Veronika,
      uns geht es ganz genauso. Unsere Tochter ist auf Fuerteventura an COVID erkrankt und wir konnten erst jetzt am 15.1. zurückreisen. Dort konnte uns niemand weiterhelfen. Es gibt keine Adresse von der AXA auf den Kanaren und wir sind genauso aufgeschmissen. Niemand kann uns sagen, wie wir unsere zusätzlichen Kosten wiederbekommen. Mittlerweile sind wir fast der Meinung, daß es alles Betrug ist und wir unser Geld nie wiedersehen werden und wir sind stinkesauer.😡😡😡

      • Bitte ruft die im Artikel angegebene Telefonnummer an. Dort wird man Euch sagen können, wohin Ihr das schicken könnt. Hattet Ihr Euch auf während Ihr auf der Insel gewesen seid nicht mit den Behörden und darüber dann mit Axa in Verbindung gesetzt?

  2. Kann man sich als Tourist ,der länger auf der Insel bleibt, auch gegen covid, Booster,
    Impfen lassen?
    Habe heute morgen gehört, dass es ein Impfzentrum in Jandia gibt.

  3. Hallo zusammen,
    vielen Dank für Diesen Beitrag. Er beruhigt uns sehr. Wir reisen Anfang Januar an und stellten uns genau diese Frage, was wäre wenn, Von der im Betrag erwähnten Versicherung der Kanaren bei der Axa hatten wir bis Dato noch nichts gehört und zerstreut unsere Bedenken gegen eine Stornierung sehr.

  4. Hallo zusammen,
    klingt ja alles SUPER mit der Versicherung bei AXA die von der Kanarischen Regierung abgeschlossen wurde,
    was passiert mit den LZU=Langzeit-Urlaubern die ca. 90 Tage auf der wunderschoenen Insel im Apartment oder Ferien-Haus wohnen,
    wurde mich freuen wenn mir jemand weiterhelfen kann,
    Danke,
    Gruss Marina und Gerd

  5. Ich hoffe sehr, dass in Kürze auch für die aus Deutschland und ändern Ländern einreisenden Personen die selbe Regelung wie für Reisende aus Großbritannien gilt.
    Ich sehe keinen rationalen Grund, hier zu unterscheiden.

    Gewiss bewerten die Reiseveranstalter, die dieses Jahr ihre Reisekontingente und Hotelbelegungen gebucht haben sowie die Hoteliers, natürlich ganz anders.

    Aber mittelfristig wird m.E. niemandem geholfen, wenn einfach weiterhin nur massenweise ‚eingeflogen‘ wird.

    • Klar siehst du keinen rationalen Grund, du bist sicher Beamter/Rentner o.ä., aber in Fuerte leben die meisten Menschen direkt oder indirekt vom Tourismus und haben sehr rationale Gründe dafür, Touristen keine Steine in den Weg zu legen.

      Ich habe dieses Jahr wieder mehrere Tausend Euro in Fuerte gelassen, wenn wieder mehr Hürden kommen, sinkt diese Summe auf Null.

      Übrigens bringen auch Kranke Geld ein, in der Klinik sogar viel Geld.

      nur Tote nicht, aber das betrifft unter 0.1%, es ist doch sicherlich rational Politik für die 99.9% zu machen, statt für die 0.1%. Oder…?

      Logisch betrachtet, ist allen geholfen, wenn Touristen massenweise eingeflogen werden, mit Ausnahme einer winzigen Minderheit.

  6. Versicherung klingt erstmal wieder gut. Nun ist
    aber derjenige gekniffen, der länger als diese 30 Tage auf Fuerte verbringt. In unserem Fall sind es 42 Tage (nach Adam, dem Riesen, 6 Wochen) . Da gibts nur Eines : Finger weg vom Virus.
    Bleibt gesund und munter.

  7. Hola,
    nachfrage zu der Praxis „Kein Flug bei positiven Testergebnis“
    alles schön und gut
    nur wie kann das dann sein das die neue Variante überall im Umlauf ist
    die durch Flugreisende verbreitet wurde.
    Siehe Südafrika
    Da funktioniert doch die geltende Praxis nicht wirklich!?
    zumindest müsste es überall funktionieren.

    Habe da dennoch bedenken.
    Solange diese Praxis „Kein Flug bei positiven Testergebnis“ so durchlässig ist.
    Sollte da was passieren?

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