Arbeiten im Palmenwäldchen an der Costa Calma beginnen

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ENDLICH. Das ist das erste, was uns zu dieser Neuigkeit einfällt. Schließlich war und ist der Zustand der einstigen grünen Oase an der Costa Calma im Süden von Fuerteventura ein ständiger Aufreger unter Touristen und Residenten.

Nun hat die Gemeinde Pájara mit den Arbeiten begonnen. Erste tote Palmen wurden entfernt. Die anderen Palmen sollen gepflegt werden.

Der Streit um die Pflege des Wäldchens gärt schon viele Jahre

Der Ortsteil Cañada del Rio, wie dieser Teil der Costa Calma offiziell heißt, ist seinerzeit von einem privaten, also nicht-staatlichen Erschließungsträger als private Urbanisation gegründet worden. Das was man heute gemeinhin als Costa Calma kennt, setzt sich aus verschiedenen privaten Urbanisationen zusammen.

Nach dem Standpunkt der Gemeinde war die Pflege des Palmenwäldchens Sache des Erschließungsträgers. Daher könne die öffentliche Hand nicht tätig werden, hieß es bei der Gemeinde.

Der Erschließungsträger will nach einen Angaben bereits seit 2014 versucht haben, die Urbanisation an die Gemeinde zu übergeben. Dieses sei jedoch immer an der Gemeinde gescheitert.

Kein Wasser – keine Pflege

Die Pandemie hat den Zustand des Palmenwaldes verschärft. Es wurde weder bewässert, noch in irgendeiner anderen Weise gepflegt. So konnten sich Schädlinge ausbreiten. Unter ihnen der gefürchtete Rüsselkäfer Diocalandra frumenti. Die Larven dieses Käfers fressen regelrecht Gänge in die Palmen und zerstören sie so von innen. Außerdem stellen die Eintrittsstellen der Käfer auch Eintrittsorte für Pilze dar, die dann den geschwächten Palmen noch schneller den Rest geben können, als der Käfer selbst.

Untersuchung des Palmenwald durch die Gemeinde

Die Gemeinde Pájara hatte eine Untersuchung des Palmenwald an der Costa Calma in Auftrag gegeben. Dabei hatte man im September 2021 festgestellt, dass mindestens 124 Palmen bereits abgestorben waren und rund 70% der insgesamt rund 2.300 von Diocalandra frumenti befallen waren.

Die Gemeinde hatte dem Erschießungsträger eine Frist von 30 Tagen gesetzt. Diese Frist war verstrichen, ohne dass etwas passierte.

Aber auch die Gemeinde ließ keine Aktivitäten im Palmenwäldchen sehen. Hier argumentierte man, dass zunächst die Frist abgewartet werden müsse, dann die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen müsse etc. All das koste Zeit, hieß es aus der Gemeinde.

Gerichtsurteil Ende Dezember 2021

Ende Dezember 2021 hatte das Verwaltungsgericht von Las Palmas de Gran Canaria in einem Urteil festgestellt, dass die Gemeinde Pájara die Urbanisation Cañada del Rio bereits stillschweigend übernommen habe. Hier finden sich ausführliche Informationen zu diesem Urteil: Gericht verurteilt Gemeinde Pájara zur Übernahme der Urbanisation Cañada del Rio in Costa Calma

Arbeiten beginnen in der ersten Februarwoche

In der ersten Februarwoche 2022 haben nun endlich Arbeiten im Wäldchen begonnen. Die ersten toten Palmen wurden bereits entfernt. Auf der Avenida Jahn Reisen sind viele Parkplätze geblockt, damit Bagger und Lastwagen dort halten und die Überreste der Palmen aufladen können.

Wir sind gespannt, wie lange die Arbeiten dauern werden und ob das Palmenwäldchen wieder zu einem Schmuckstück an der Costa Calma wird, anstatt der Zankapfel des Ortes zu sein.

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25 Kommentare

  1. Mittlerweile ist Juli 2022,wir sind gerade in Costa Calma,und sind entsetzt über den Zustand des Palmenwäldchen.Wir dachten es wird gearbeitet und die Palmen 🌴 entsorgt bzw. gepflegt…….aber nichts passiert. Überall Unrat, Bauruinen und schlechte Straßen und Gehwege ect.schade der Ort vergammelt zusehens.2015 das erste mal hier Urlaub gemacht und uns in das Örtchen verliebt 😍……hoffentlich findet Costa Calma bald eine Lösung

  2. Gut, dass der Palmenwald endlich saniert wird und alle Palmen gegen den schädlichen Rüsselkäfer behandelt werden. Wenn abgestorbene Palmen werden entfernt -„Mindestens 124 Palmen sind in dem Wäldchen von Costa Calma bereits abgestorben.“ Dann wehre möglich auf Wüstenpflanze Saxaul schwenken. Sonst kommt die Sandwüste zurück.

  3. Diese Arbeiten wie sie jetzt im Palmenwald beginnen, beinhaltet z.Z nur das Fällen von kaputten und toten Palmen. Bin mal gespannt wie es weitergeht. Die wenigen gesunden Palmen müssten dringend geschnitten , und mit Insektenmittel behandelt werden, bevor es für diese auch zu spät ist. Sträucher und Gehölze müssten dringend geschnitten werden. Zu wünschen wäre, wenn die paar alten , und immer überfüllten Mülleimer auch zwischenzeitlich mal geleert würden. Aber lassen wir uns überraschen , kann viel schlimmer nicht mehr werden.

  4. Endlich! Das schoss mir beim Lesen Eures Artikels auch als erstes durch den Kopf.
    Hoffentlich lässt sich noch einiges retten.
    So hohe Palmen, so ein dichter Bewuchs findet man ja nicht überall auf Fuerteventura. Es wäre unendlich schade, wenn hier kaum noch etwa szu retten wäre.
    Bitte berichtet gern weiter über den Fortgang der Aktion und wie am Ende dann das Ergebnis ausschaut. Ich hoffe sehr, dass viele Pflanzen diese lange Vernachlässigung überlebt haben.

  5. Es ist 5nach 12,mal sehen ob was vorangegangen ist ich fliege im März wieder nach
    Costa Calma ich war im Oktober 2021 in Costa Calma traurig,traurig und nochmals traurig.
    Müll,Hundekot verrostete Laternen schlimmer geht es nicht mehr wenn sich da nicht
    bald was ändert dann kommen wir nicht mehr ich kann mein Geld auch wo anders lassen.

  6. Interessant ist der letzte Satz oben.Mit Sicherheit wird es wieder ein Schmuckstück an der Costa Calma werden,😊 auch wenn es einige Zeit dauern wird bis sich die geschwächten Palmen erholt haben und die nachgepflanzen herangewachsen sind,sofern überhaupt welche nach gesetzt werden.🙄Wenn die Pflege nicht mehr vernachlässigt wird dann bin ich guter Hoffnung und werde es mir mit Sicherheit mal ansehen wenn ich im Juli auf der Insel bin.🙂Der gesamte Ort Costa Calma wirkt im Moment eher trostlos zumindest war das mein Eindruck im September 2021 als ich dort war.

  7. Das wird aber auch höchste Zeit, eine Katastrophe das mit ansehen zu müssen, ich denke die Palmen stehen unter Naturschutz? Dann sollte man die verantwortlichen auch zur Rechenschaft ziehen, seit Jahren kein Licht mehr im Wäldchen, überall im Ort Müll, Straßen kaputt, wer abends durchs Wäldchen geht wird von Haschisch Wolken benebelt. Peinlich ohne Ende !

  8. Endlich wird dort begonnen.Es war schon echt gruselig anzusehen.Neue Touristen zieht man so nicht an.Und die „Alten“ zieht es an andere Orte.

  9. Ich habe den Niedergang des palmengartens nicht mitbekommen weil ich einige Jahre nicht dort war, auch pandamiebedingt. Würde mich aber freuen wenn ich nächstes Jahr wieder in Costa Calma bin, die Spaziergänge im Palmengarten zu genießen.

  10. Endlich!!! Es wurde auch höchste Zeit.
    Das komplette Areal befindet sich in einem verwahrlosten Zustand.
    Die Gemeinde Costa Calma ist sich offenbar nicht darüber im Klaren, dass auch die Reisebüros z. B.in Deutschland darüber in Kenntnis gesetzt werden, wie der Zustand des besagten Areals ist.
    Ein weiterer negativer Punkt ist der Hundekor.überall, in rauben Mengen, stinkend und unglaublich. Da sind aber die Hundebesitzer die Veruracher.Ich empfehle, hier knallhart und mit Geldstrafen durchzugehen.
    In diesem Bezug gibt es null Toleranz.
    Und nur so —- ich war 20 Jahre Diensthundeführer. Kenne also das Geschäft.

  11. Ich freue mich, dass es endlich los geht 🙏
    Die Oase 🌴🌴🌴 wird die Costa Calma wieder aufleben lassen 🌺🌸🌼 und die Attraktivität der Region wiederherstellen.

  12. wird aber auch Zeit, hoffentlich ist noch was zu retten,verstehe nicht warum es so lange dauert bis jemand sich verantwortlich fühlt ,es war furchtbar das mit ansehen zu müssen

    • Solange der Rubel rollt, ist man blind für die eigene Infrastruktur und dann wundert man sich, daß die Touristen einen Bogen um die Ortschaft machen.

  13. Endlich passiert etwas. Wir kennen das Wäldchen seit 2010 und waren entsetzt, als wir im November 2021 wieder einmal in Costa Calma waren. Es war wahrlich kein Ort der Entspannung. Überall abgestorbene Palmen und Müll.

  14. Das wurde auch höchste Zeit, für neue Touristen war die Costa Calma ein sehr ungepflegter Urlaubsort, auch die Sauberkeit auf den Straßen und Gehwegen lässt zu Wünschen übrig. Wir hoffen, dass sich das alles zügig ändert und neue Touristen gerne an die Costa Calma zurück kehren.

  15. Freue mich sehr darüber!!! War schon sehr traurig anzusehen was einmal sehr schön angelegt war, dann alles verkam. Mein Mann und ich verbringen schon 2.0 Jahre unseren Urlaub auf Fuerteventura. In den letzten Jahren immer an der Costa Calma. Wäre schade wenn hier alles nicht mehr gepflegt würde. Denn alles ist ja nicht auf Corona zurück zu führen. Bitte an die Gemeinde Pajara, an die Touristen und Bewohner pflegt die Gemeinde, bitte den Müll ordentlich entsorgen und auch den Hundekot !! Wir möchten doch alle eine gepflegte Gemeinde an der wir uns erfreuen können.

  16. Es kommen einem die Tränen wenn man die Palmen und anderen Gewächse sieht. Es war mal ein sehr schöner Ort um Spaziergänge zu machen.

  17. Herzlichen Dank an das Team der Fuerteventura Zeitung, Eure Berichterstattung hat mit Sicherheit auch dazu beigetragen, dass der Palmenwald endlich saniert wird. Und hoffentlich wird auch an der gesamten Infrastruktur von Costa Calma gearbeitet. Dann kommen wir im September sehr gerne wieder auf „unsere“ Insel.

  18. Das ist doch mal eine tolle Nachricht wie schön war dieses Mädchen zum Flanieren um in den Ort zu kommen einfach wunderschön wir waren sehr erschrocken als wir hier wieder ankam und es so schlimm aussah es freut uns sehr dass das wieder auf gerüstet wird

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