Aufregung im Norden von Fuerteventura: was ist los mit Strandliegen und Kitecenter in Corralejo?

Grandes-Playas-ohne-Liegen

Am 21. und 22. Juni 2022 hat die Gemeindeverwaltung von La Oliva die Strandliegen im Bereich der Hotels RIU Tres Islas und RIU Oliva Beach von den Grandes Playas von Correlejo im Norden Fuerteventuras weggeräumt. Beamte der Gemeindepolizei (Policia Local) waren vor Ort, um den Einsatz zu überwachen.

Auch das alteingesessene Wassersportcenter „Flag Beach“ ist seit dem 21. Juni 2022 geschlossen. Die bei Windsurfern, Kitesurfern und Fans diverser anderer Wassersportarten beliebte Station existierte an dieser Stelle bereits seit dem Jahr 1987, also im 35. Jahr.

Wie uns der Inhaber des Flag-Beach-Wassersportcenters, Ben Thomas, telefonisch mitteilte, hatte das Unternehmen im Mai 2015 eine Konzession zum Betrieb der Wassersportstation am Strand erhalten. Die Konzession war für die Dauer von 4 Jahren erteilt worden, also bis Mai 2019, mit der Option auf Verlängerung für weitere 4 Jahre, folglich bis Mai 2023.

Ein solche Strand-Konzession, egal ob für Liegen oder Wassersporteinrichtungen, erfordert die Erteilung einer Genehmigung der spanischen Küstenbehörde an die Gemeinde. Die Gemeinde ist dann wiederum vor Ort für die Ausschreibung, Vergabe, Verwaltung und Kontrolle der Konzessionen zuständig und fungiert quasi als Bindeglied zwischen der Küstenbehörde und den Unternehmen, die eine solche Konzession bewirtschaften wollen.

Nach Ablauf der ersten 4 Jahre stellte die Küstenbehörde jedoch fest, dass die Gemeinde La Oliva bei der Abwicklung der Konzessionen einen Fehler gemacht hat, mit dem Ergebnis, dass die Konzessionen ausgelaufen sind und die Option zur Verlängerung um weitere 4 Jahre nicht mehr zur Verfügung stand. Stattdessen wurde eine neue Ausschreibung erforderlich.

Nach telefonischer Auskunft des Gemeinderats Julio Santana, der in La Oliva für die Strände zuständig ist, hat die Gemeinde dann in 2020 bei der Küstenbehörden erneut eine neue Genehmigung für die Vergabe der Strandlizenzen beantragt. Erst kürzlich, also Mitte 2022 habe die Küstenbehörde ein weiteres Gutachten bei der Gemeinde angefordert, das dem Antrag noch beigefügt werden muss, bevor die Genehmigung erteilt werden kann.

Sobald diese Genehmigung vorliegt, werde die Gemeinde die Stranddienstleistungen, also Wassersportstation und Liegenvermietung, neu ausschreiben.

Gemeinde schaut nach peinlichem Fehler einfach weg

Eigentlich hätten also die Betreiber der Wassersportstation und die Liegenvermieter ihre geschäftlichen Aktivitäten schon ab Mai 2019 mangels Rechtsgrundlage einstellen müssen. Doch offenbar schaute die Gemeinde weg und ließ die Unternehmen weiter machen wie bisher. Schließlich waren es nicht die Unternehmen, die etwas falsch gemacht hatten, sondern die Gemeinde La Oliva selbst.

Vielleicht hatte man auch einfach kein Interesse, den peinlichen Fehler öffentlich zuzugeben?

Dafür spricht, dass die Gemeinde auch die jetzige Räumung der Strände ohne jegliche öffentliche Bekanntmachung durchgeführt hat. Normalerweise beweihräuchern sich die Gemeindepolitiker bei jeder Gelegenheit mit Fotos und Pressemitteilungen. Scheinbar erachtet die Gemeinde diese Angelegenheit selbst nicht als besonders rühmlich. Ebenso wundert es uns, dass die Fuerteventurazeitung bislang das einzige Medium der Insel ist, dass dieses Thema aufgegriffen hat.

Möglicherweise war es nun die Küstenbehörde, die Druck auf die Gemeinde ausgeübt hat, denn dort ist seit kurzem ein neuer Direktor für Fuerteventura zuständig. Dieser soll, so hat man uns z.B. aus der Gemeinde Pájara bestätigt, wesentlich pingeliger sein als sein Vorgänger.

Nun musste die Gemeinde La Oliva offenbar handeln, und hat die Unternehmen mit einer Frist von gerade einmal 48 Stunden aufgefordert, all ihre Installationen vom Strand zu entfernen.

Denkbar ungünstigster Zeitpunkt für die Unternehmen

Liegen werden abgeraeumt
Aufregung im Norden von Fuerteventura: was ist los mit Strandliegen und Kitecenter in Corralejo? 4

Für die betroffenen Unternehmen ist diese Entscheidung ausgerechnet vor der Sommersaison natürlich ein harter Schlag. So erzählt uns Ben Thomas vom Flag-Beach-Center, dass er bereits hunderte von Reservierungen bis Ende August vorliegen hat. Nun muss er seine Kunden und die Reiseveranstalter, mit denen er kooperiert, von der Situation in Kenntnis setzen. Er rechnet damit, dass die meisten Kunden stornieren und sich wahrscheinlich ein anderes Reiseziel als Fuerteventura aussuchen werden.

Das Unternehmen beschäftigt in der Hochsaison bis zu 17 Mitarbeiter, die nun in eine ungewisse Zukunft blicken. Die anstehende Sommersaison wäre die erste Gelegenheit gewesen, nach der Corona-Zwangspause wieder einmal gutes Geld zu verdienen.

Für die Liegenvermieter und die Betreiber der Chiringuitos stellt sich die Situation analog dar.

Urlauber suchen sich andere Ziel

Die Aussicht, dass die Gemeinde die Ausschreibungen „so bald wie möglich“ durchführen will, hilft weder den Unternehmen, noch den Urlaubern, die in den nächsten Monaten ihre Ferien auf Fuerteventura verbringen wollen. Schließlich zieht sich ein solches Verfahren im besten Fall über mehrere Monate hin, vorausgesetzt, die Gemeinde bringt erst einmal alle erforderlichen Dokumente für den Antrag an den Start.

Es scheint so, als hätten die Volksvertreter in den Gemeinde einmal mehr ohne Not wichtige Trümpfe aus der Hand gegeben, die für die wirtschaftliche Erholung Fuerteventuras dringend nötig wären.

Nicht jeder braucht Liegen, aber es gibt viele Menschen, die einen solchen Service gerne nutzen und bereit sind, dafür zu bezahlen, was Arbeitsplätze schafft und für Steuereinnahmen sorgt.

Für viele Wassersportler wäre Fuerteventura ohne entsprechende Stationen völlig uninteressant. Solche, mitunter sehr zahlungskräftige Urlauber gingen der lokalen Wirtschaft dann verloren.

Zurzeit deutet vieles darauf hin, dass Fuerteventura mit dem Windsurfing-Worldcup an der Playa de Sotavento ein weiteres wichtiges Aushängeschild verliert. Dieser sollte eigentlich Ende Juni 2022 beginnen. Bis heute gibt es aber noch keine offizielle Bestätigung.

Bestimme den Lohn für unsere Arbeit!

Wenn Du unsere Inhalte nützlich, unterhaltsam oder informativ findest, kannst Du den Lohn für unsere Arbeit selbst bestimmen. Das geht ganz einfach über diesen Link:

89161a1d092c4d6d97c0a628229764a2
https://www.fuerteventurazeitung.de/du-bestimmst-den-lohn-fuer-unsere-arbeit/ banner 300x250 Bestimme den Lohn

48 Kommentare

  1. Welche Klappspaten kommen auf die Idee die Liegen wärend der Saison zu entfernen.Flieg morgen ins Olivia Beach.Na tol

    • da wollte ich im Herbst auch hin,Strandurlaub. Ich war schon mehrfach in diesem Hotel. War einfach immer toll dort, Ich habe erfahren dass alle Liegen die rechts vom Hotel waren weg sind. Nun möchte ich nicht in der prallen Sonne im Sand sitzen, also werde ich nach vielen Jahren mal Jandia ausprobieren. Die Strandstraße verfällt auch, darf nicht erneuert werden. Man kommt auch bald nicht mehr an die langen Strände die 3 Kilometer weiter entfernt liegen. Schade. ich war immer gerne in Corralejo

  2. Hat „nur“ die Gemeinde La Oliva diesen Fehler gemacht oder auch die Gemeinde Pájara. Dort liegen ja René Egli Windsurfing & Kitesurfing und Matas Bay Kite- und Windsurf?

  3. Die Behörden sollten sich um die häßlichen Bauruinen in Coralejo kümmern – und um Toiletten am Strand , das wäre wichtiger und sinnvoller !!
    Es werden in der Folge weniger Besucher kommen – diese Einnahmen fehlen dann den Hotels , Restaurants usw. !
    Leider entziehen sich die Politiker in solchen Dingen stets Ihrer Verantwortung – wer bezahlt denn die Arbeislosen danach… ?

  4. Was soll man noch sagen??
    Das ist vermutlich der Anfang vom Ende.Als nächstes evtl.das Wegkommen der beiden Riu Hotels???
    Wer will da noch hin??
    Egal wo….man hört nur noch Schlechtes..
    Schade.

  5. Wir kommen seit vielen Jahren ausschließlich nach Fuerteventura und zu Flag Beach. Diese Sache ist komplett krank und einfach ganz schade. Das wunderbare Corralejo wird dadurch viele Touristen verlieren. Wir drücken allen Mitarbeitern die Daumen, dass es so bald wie möglich weitergeht!

  6. Schwachsinn!!
    Dann hätten die Gemeinde mal folgerichtig das RIU als größtes Problem des Naturschutzgebietes verbieten müssen.
    Aber wie immer, da traut sich keiner ran und die kleinen Unternehmen sind natürlich die Leid tragenden.
    Zumal bei den Hotels seit Jahren die Eigentumsverhältnisse keinen Zugriff erlauben.
    Katastrophale Fehlentscheidung!

  7. Tag für Tag und Stück für Stück bröckelt hier etwas von der „heilen“ Fuerteventura Welt ab ….

    Sind es auf der einen Seite die dem Touristen meist verborgenen Probleme der einheimischen Bevölkerung und die oft unerträglichen Machenschaften von Politik, Großunternehmen und Firmen, die wohl alle sehr gern Aufträge, am besten in Millionenhöhe an Land ziehen, dann aber gern bei Problemen eher Juristen, als Ihre Handwerker in die Spur schicken.

    Das aber auch in den letzten Monaten gehäuft teils willkürliche Aktionen gegen Urlauber, bzw. deren Oasen und Lieblingsplätze gefahren werden, macht nicht nur die Arroganz sondern auch oft Dummheit der Entscheidungsträger offensichtlich.

    Die Kommentare meiner Vorredner spiegeln die Meinung gut wieder.

    Und diejenigen, welche sich hier permanent mit dem grünen Mäntelchen des „Umweltschutzes“ bekleidet, dazu berufen fühlen, ihre größtenteils unsinnigen Kommentare zu posten, sei gesagt, daß vieles vor weit über 60 Jahren dazu beigetragen hat, die Insel ÜBERHAUPT erst einmal urbar und später dann auch für Tourismus interessant zu machen.

    Wovon bitte sollte Fuerteventura seine Einwohner ernähren und ihnen einen doch recht ordentlichen Lebensstandart zu gewähren, würden die mühsam erreichten Fortschritte nicht auch angewendet werden.

    Die beiden Riu Hotels in den Dünen wurden damals offiziell gebaut, und haben m.E. einen unschätzbaren Nutzen und Bekanntheistgrad für die Insel geschaffen. Die Lage ist einmalig und es ist dennoch noch genug Sand zum schützen vorhanden.
    Das hier später Vorschriften umgangen, Gesetze gebeugt wurden, ist nicht allein dem Betreiber , sondern vor allem auch den Kontroll- und Regierungsorganen anzukreiden, die wohl dort, wie auch bei unzähligen anderen Objekten auf der Insel lieber die Hand aufhalten, anstatt konsequent vorzugehen.
    Dies aber ist offenbar in spanischen Enklaven zum guten Ton gehörend. Die Hände der handelnden Personen sind immer rein, da sie sich gegenseitig gut gewaschen werden.

    Und dann, wenn die Not in der Tourismusbranche eigentlich am größten ist, die Insel am Boden liegt … will wieder irgendeiner „Alcalde“ oder grüner Möchtegern seinen Namen ins Spiel bringen und lässt Liegen wegkarren, im großen Stil jahrzehnte alte Steinburgen wegbaggern, Imbissstände am Strand schließen, oder Strandbars nach mehreren(!) Jahren Illegalität schließen …

    Toll, wenn irgendjemand mal wieder mit einem Gesetzesblatt unterm Kopfkissen aufgewacht ist, oder es im Kontext plötzlich begriffen hat …

    Das mit allen Aktionen Touristen erstmal abgeschreckt werden, uninteressant, wenn man plötzlich die Rechtmäßigkeit der eignen Handlung erkennt, wird gnadenlos durchgegriffen ….

    Wenn ich dann im Gegenzug von Drohnenlandeplätzen in zigfacher Millionenhöhe , Filmparks (!?) im Naturschutzgebiet oder Verkauf der Höhlen von Ajiu lese … beschäftige ich mich dann doch langsam auch mit anderen Urlaubszielen ….
    … ich habe nicht vor, auf einer zweispurigen Mautstrasse nach Cofete zu rollen und mit einer Seilbahn von der Villa Winter zum Pico de la Zarza gezogen zu werden …

    • Sowas von auf den Punkt gebracht, vor allen Dingen die letzten beiden kleinen Textabschnitte. Politik hat nur den einen Zweck alles kaputt zu machen 🙁

    • @AmanteLaParedMike:
      „Und diejenigen, welche sich hier permanent mit dem grünen Mäntelchen des „Umweltschutzes“ bekleidet, dazu berufen fühlen, ihre größtenteils unsinnigen Kommentare zu posten, sei gesagt, daß vieles vor weit über 60 Jahren dazu beigetragen hat, die Insel ÜBERHAUPT erst einmal urbar und später dann auch für Tourismus interessant zu machen.“

      Dazu habe ich zwei Fragen und würde mich über Antworten Deinerseits freuen:

      1. Wie kommst Du darauf, dass „Menschen, die das grüne Mäntelchen des Umweltschutzes tragen“, das gut finden? Denkst Du, dass „grüne“ Politiker das so beschlossen haben? Ich konnte das nicht so genau rauslesen, ob sich das nur auf die Kommentatoren hier bezog, oder auch auf die grünen Politiker auf Fuerte.

      2. Das mit dem „Urbarmachen“ und „für den Tourismus Interessantmachen der Insel“ verstehe ich völlig und teile Deine Meinung. Darüber hinaus denke ich, dass es einen Grad an Tourismus und Nutzung/Ausbeutung der Inselressourcen gibt, an dem das Gleichgewicht zwischen „Ursprünglichkeit der Insel und Tourismus“ gestört wird und dann ins Gegenteil kippt: ein zu stark gestiegener Bedarf an vielen Ressourcen wie Wasser, Strom, Autos, Hotels, etc., sodass zu viel Müll entsteht zu viele Schadstoffe in die Natur gelangen, zu viel gebaut wird, zu viel an Landschaft zerstört wird, zu viele Bauruinen entstehen, etc.
      Wo der Tourismus zu sehr boomt, entsteht in meinen Augen zwangsläufig eine Ausbeutung der Natur, sodass das, was ursprünglich einmal den Reiz dieses Fleckchen Erde ausmachte, immer mehr verschwindet: intakte Natur, einsame Strände, saubere Landschaft, das Gefühl von Ruhe, Stille und Einsamkeit, von Erholung und Ursprünglichkeit.

      Gut möglich, dass Du das anders siehst.
      Ich finde nur, man kann auch ein schönes Fleckchen Erde zu sehr mit dem Tourismus belasten, sodass der ursprüngliche Reiz verloren geht und die Insel regelrecht ausgebeutet wird.
      Das fände ich äußerst schade.

      • Generell kommentiere ich meine Kommentare nicht ;O))

        Jeder der die Insel kennt, weiß um die unzähligen Bauruinen und Stahlskelette, von verschleuderten Baugrundstücken nicht zu reden, diese kann man ja nicht sehen. Politik ist scheinheilig, ob in Spanien oder hierzulande.

        Nicht nur meine Meinung ist, DORT den Hebel erstmal anzusetzen, es würde die Insel verschönen und nicht belasten.

        Bestehende Ressorts und Hotelanlagen hingegen sollten nicht geächtet werden, sondern erhalten und wenn nötig saniert – hier ist die Infrastruktur nun einmal da und es muss nicht nebenan eine neue Hotelanlage hochgezogen werden, weil dort Eigentümer X mit Politiker Y einen Deal gemacht hat, und beide Bauunternehmer Z gut kennen…. HIER dürfte naturschützende Politik eingreifen, aber spätestens dann offenbart sich ja die eigentliche Mentalität der „Ökoschützer“…. die sich oftmals nur als Zerstörer, denn Gestalter sehen…

        Was bitte ergibt es für Sinn, das riesige Hotelkomplexe verfallen oder unsaniert ihrem Ende entgegendümpeln, wo diese doch alle an bestehende Infrastruktur angeschlossen sind, und somit das Ökosystem weniger belasten als Neubauten?
        Warum fordern Leute den Abriss von Hotelanlagen, die offenbar nichtmal ansatzweise die Auswirkungen davon begreifen?
        Seit 10 jahren liegt die größte Hotelanlage Jandias brach – Stella Canaris – eines das in meinen Augen grünste Resort der Halbinsel, als einziges Hotel der Insel mit eigener Strassenunterführung zum Strand…. was bitte geschieht HIER ? NICHTS! außer pseudogeschwätz und Eigentümerwechsel… Wo ist die Politik? Sollten HIER nicht Auflagen an Eigentümer notwendig sein? Im Sinne der Allgmeinheit? So wie offenbar im Sinne der Allgemeinheit tausende Liegen über nacht einkassiert werden, um mit Reurbanisierung des Nordens zu beginnen?

        Wenn das ewige Thema Küstenschutzstreifen immer wieder ausgebreitet wird, muss man eben die Insel wieder zuschütten und den Urzustand von 1960 wieder herstellen.
        Dann können alle wieder auf Jagd nach freilaufenden Ziegen gehen, Fische harpunieren und sich Tag für Tag mit Eseln in die Berge begeben, auf der Suche nach Trinkwasser, welches dann in Lederhäuten abgefüllt, zu Tale getragen wird.

        Aber leider wird auch DAS dann wieder Liebhaber finden … und der Kreislauf beginnt von neuem :O)

        • Danke @AmanteLaParedMike für Deine Antwort.
          Dem kann ich tatsächlich vollumfänglich zustimmen 🙂

          Im Stella Canaris war ich selbst 2 x in den 90ern und es tut mir in der Seele weh, zu sehen, wie dieser ehemals paradiesische Bereich verkommt. Man hätte daraus so tolle Wohnmöglichkeiten für die Inselbewohner schaffen können.

          Und auch bei den ganzen Bauruinen, Betonskeletten und „lost places“ stimme ich Dir völlig zu. Auch das ist eine Schande und ich werde wütend, wenn wieder mal etwas neues gebaut wird, was vermeintlich „unbedingt benötigt wird“ auf der Insel und dann aber im Gegenzug die alten Windkraftanlagen, alte Bauruinen auf ewig stehen bleiben und die Landschaft verschandeln, sowie auch die Wasserleitungen total marode sind.
          Nicht zu reden von dieser unseligen Art der Stromerzeugung, die gerade auf FV wirklich hanebüchen ist.

          Ich werde auch ganz sicher nichts gegen den Tourismus dort sagen, ich bin ja selbst seit über 30 Jahren gern Touristin auf der Insel 😉
          Und es ist auch schön, dass es die unterschiedlichsten Unterkünfte gibt, vom Surfer-Hostel zum Luxus-Hotel.

          Mein einziger Punkt war und ist, dass zu viel Tourismus leider schädlich sein kann. Das heißt aber ganz sicher nicht, dass ich gegen den Tourismus per se bin. Nur ein ZU VIEL ist eben nicht gut, weil ZU VIEL Müll produziert wird, ZU VIEL an Fläche bebaut wird, ZU VIEL an Strom und Wasser bereitgestellt werden muss.

          Wo der Kipppunkt liegt, ist sicher zu diskutieren und kann je nach Insel ganz unterschiedlich liegen. Aber ich denke, wie Du, dass es der Insel besser täte, bestehende Anlagen zu renovieren, statt die Insel weiter mit Neubauten (die vielleicht dann zu unvollendeten Ruinen werden) zuzupflastern.

          Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nutzung vs. Bewahrung der Insel ist mMn die Grundlage dafür, dass ein gesunder Tourismus genügend Geld in die Kassen spült, ohne die Insel zu zerstören.
          Um nichts anderes ging es mir bei meinem Kommentar. Und wie ich sehe, liegen wir da gar nicht so weit auseinander, wie es zuerst den Anschein hatte.

          Ich bin halt nur über die Bemerkung mit den „grünen Personen“ gestolpert und konnte die nicht recht einordnen. Das hast Du klargestellt und nun leg‘ ich mich wieder gehackt 😉

  8. So ein absoluter Schwachsinn.
    Da bleiben die Touristen reihenweise weg.
    Da fast man sich an den Kopf. So werden Existenzen zerstört. Es geht den Bewohnern der Insel ohnehin nicht gut und nun nach der Pandemie auch noch dieser Irrsinn.
    Haben die Zuständigen denn völlig den Verstand verloren?
    Diese Schreibtischtäter haben ja nichts zu verlieren.
    Da fehlen einem die Worte.

  9. Good Morning,
    First sorry for writing in English on this German article but my written German is very bad. As owner of Flag Beach I wanted to let all those people who have been reading this article know that we have NOT closed, we are still operating, just without a beach hut. Now is the time when we need your support more than any as this has been a massive shock and will hit out business badly.
    Thanks for understanding
    Ben (owner of Flag Beach)

    • @Ben: Thanks for directly reaching out to the audience of this article.
      It is so important to hear also the voices of the people, who are directly impacted by this regulation.
      Good to know that you are still operating, although without the hut. „Show must go on…“
      Fingers crossed for a good solution that does not hurt you too much.

      All the best for your future, in business and also privately.

    • Hier die Übersetzung (frei nach GOGGLE)
      Guten Morgen,
      Zuerst entschuldigen Sie, dass ich diesen deutschen Artikel auf Englisch schreibe, aber mein geschriebenes Deutsch ist sehr schlecht. Als Besitzer von Flag Beach wollte ich all jenen, die diesen Artikel gelesen haben, mitteilen, dass wir NICHT geschlossen haben, wir arbeiten immer noch, nur ohne Strandhütte. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der wir Ihre Unterstützung mehr als jede andere brauchen, da dies ein massiver Schock war und das Geschäft schlecht treffen wird.
      Danke für Ihr Verständnis
      Ben (Eigentümer von Flag Beach)

  10. Eine Insel zerlegt sich selber.
    Erst die Pandemie dann der Krieg und nun das letzte was noch übrig bleibt. Ein hoch auf die Politik.
    Armselig nur armselig

  11. Unfähigkeit und Korruption war wohl eher bei der Duldung verbotener Aktivitäten im Naturschutzgebiet festzustellen. Von daher ist es nur konsequent, wenn die Behörde jetzt die seit langem bekannten Regelungen durchsetzt. Ich bin im Prinzip ganz froh, dass Spanien den Küstenschutz ernst nimmt und Strände der Allgemeinheit zur Verfügung stehen müssen.

    • Genau so sehe ich das auch. Der Zeitpunkt ist natürlich etwas unglücklich, aber Gesetze und Verordnungen sind unbedingt einzuhalten. Wenn man ehrlich ist, haben dort weder die Hotels noch irgendwelche Aktivitäten irgendetwas zu suchen.

    • Tja, natürlich hast du auf der einen Seite Recht – allerdings hängt da über Jahre die Existenz von Menschen dran, die keinen unmittelbaren Schaden gebracht haben. Wenn ich dann aber die Bauruinen auf dem Weg nach Corralejo sehe, direkt neben den Sanddünen, oder an der Ortseinfahrt zur Stadt, frage ich mich, wer trifft denn da Entscheidungen und WIE? Das hier Vieles nicht mit rechten Dingen zu geht ……….offensichtlicher geht´s ja nicht !

  12. Ja man kennt es auch von hier. Fehler passieren aber Beamte versuchen oft diese zu vertuschen oder schienen den schwarzer Peter hin und her. Verlierer sind meistens die Unternehmer mit ihren Beschäftigten. Urlauber kann man verstehen. Es ist schließlich Urlaub und da möchte man gewisse Sicherheit haben und nicht bis kurz vor knapp im ungewissen dastehen.

  13. dieser Bericht trifft voll ins Schwarze, wer will dann noch nach Fuerte Kein Surfen keine Liegen. Soo interessant ist das dann auf der Insel nicht mehr schade wir waren über 30 x dort und vermissten es bisher. Aber dann eben nicht mehr Fuerte… Wo anders scheint auch die Sonne.

  14. Man könnte hier den Begriff „Bananenrepublik“ verwenden. Misswirtschaft und Fehlentscheidungen an allen Ecken und Kanten.

    • Damit ist kurz und knapp alles gesagt!!! Alles geht den Bach runter. Wenn Dummheit weh tun würde…müssten die nur den ganzen Tag schreien. Was für ein Drama für die Insel und auch deren Bewohner…

  15. Wir sind gerade vor Ort und konnten die Aktion seit gestern beobachten. Ein Bagger fährt nun den Strand rauf und runter und siebt den Sand. Auch wenn wir mit Strandmuschel autark sind, ist das sicher ein großer Einschnitt für die Anbieter, gerade in der Hochsaison. Unglaublich!

    • Ist sie auch nicht!

      Was soll die Politik gegen Lobbyisten und mafiöse Verflechtungen tun?
      Nichts …. ausser diesen nicht im Weg zu stehen.

      Politiker wollen auch leben .

      Notfalls wird ein riesiges Steinfeld gekauft und 67 Millionen € „investiert“ …. wäre sicher interessant zu erfahren, wem diese Grundstücke gehörten ….

      Aber das gehört gar nicht hierher, war ja ein anderer Artikel .

      …oder ?

  16. Super Artikel, richtig guter Journalismus.

    Ungeheuerlich, aber nicht überraschend. Wie kann man nur sich selbst, und Fuerteventura so ins Knie schiessen. In einer Situation wo man das Geld so gut brauchen könnte.

    Wenn ich nur das Wort Behörde lese, kommt mir das Kotzen. Küstenbehöre, Gemeinde, alles unfähige Polit-Clowns. Nur der Betreiber hat aktiv eine wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt, Steuern erwirtschaftet anstatt vergeudet. An seiner Stelle würde ich klagen, ganz einfach. Die entgangenen Einnahmen einklagen. In der EU gibt es das Prinzip, dass man sich auf staatliches Handeln verlassen können muss. Die Gemeinde hätte 3 Jahre Zeit gehabt, das Geschäft geregelt herunterzufahren, oder sauber zu genehmigen, hat aber durch konkludentes Handeln diesen Zustand herbeigeführt, und dann in 48 Stunden alles plattgemacht.

    Jeden Cent einklagen. Der Wähler hätte ja anders wählen können, z.B. eine liberale oder libertäre Politik.

    Ist erst mal ein renommierter Anwalt im Spiel, hat das unter-den-Teppich-kehren ein Ende und da könnte ich mir vorstellen, dass die Behörden ganz schnell die fehldende Genehmingung aus dem Hut zaubern und es diesen Sommer weitergehen kann.

  17. Schon wieder „unfassbar“. Gibt’s eigentlich noch offizielle Stellen, denen der Tourismus auf Fuerteventura am Herzen liegt? Man kann sich als „Touri-Insel“ auch durch unüberlegte Gesetze,Bürokratie,etc…. kaputt machen. Zur Zeit ist ja in allen Gemeinden der Wurm drin. Wasserversorgung Costa Calma allem voran. Und jetzt in Correlejo wieder ein anderes Problem. Also ich verstehe die Fuerte-Welt im Moment nicht mehr.

    • Geht mir zur Zeit auch so. Manchmal frage ich mich, ob gewisse Leute zu oft ohne Hut in der Sonne unterwegs waren.

      Möglicherweise braucht es einen spieltheoretischen Ansatz. Man muss die Leute motivieren. Emittieren wir 1000 000 000 Fuerteventura-Coins (FUERTE) auf der Blockchain. Auf BSC, ALGO, TRX und ADA, wäre mein Vorschlag. Einen Teil davon als dezentralisiertes anonymes public offering (IDO oder ISPO), einen Teil geben wir an named Stakeholder (z.B. Gemeinden, Unternehmen, Immobilienbesitzer usw..) aus. Die Coins können gestaked werden, und ein Teil der Einnahmen aus Steuern werden in Form von staking rewards ausgeschüttet. Auf der Insel könnte FUERTE als alternatives Zahlungsmittel dienen. Logischerweise bekommt jeder Tourist ein paar FUERTE, wenn er die Insel betritt. Wer noch nachweisen kann dass er in den vergangen Jahren in Fuerte war, bekommt einen Airdrop, je öfter man da war, desto mehr. Selbstverständlich bleibt es privaten Firmen frei, FUERTE an ihre Kunden auszugeben bspw. als Treueprämie etc. pp.

      Je mehr Touristen, desto höher ist die Ausschüttung und somit auch der Kurs. So haben die Stakeholder von guten oder schlechten Entscheidungen eine ganz direkte Rückmeldung. Ausserdem würde Fuerteventura so viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

      Nein, ich nehme keine Drogen!!

  18. wie fast überall, werde unfähiger, korrupter an sich selbst denkender Politiker( was interniert mich meine Mitmenschen äähh wen!! dann hast Du ausgesorgt
    Schande für Fuerteventura und andere …..

  19. Anstatt das sauber zu regeln kommt da ein wenig fieser Beigeschmack hoch. Statt froh zu sein das alles gut läuft werden Mitarbeiter wahrscheinlich Arbeitslos, die Touristen werden durch so etwas abgehalten, mir scheint als ob dort abgehalten werden sollen. Ich befürchte in den kommenden Jahren wenn unsere zahlungskräftigen Rentner wegbleiben das auch dort das große Hotelsterben drohen wird da sich nicht mehr jeder diesen Urlaub erlauben werden kann. Die fetten Jahre sind auch dann vorbei.

    • Die momentane deftige Inflation wird ihren Teil dazu beitragen. Wir haben unseren diesjährigen Fuerteurlaub bereits bezahlt. Aber wer weiß schon, wie es im nächsten Jahr aussieht und wie sehr der Anstieg der Lebenshaltungskosten hier in Deutschland uns daran hindern wird überhaupt noch in den Urlaub fliegen zu können.

    • Krieg, katastrophale Umweltverhältnisse , Gott steh uns bei…Wir als Familie wollten im September nach Fuerteventura fliegen und uns der Illusion einer heilen Welt hingeben…es gibt sie nicht mehr…Wir bleiben zu Hause und hoffen, daß die Welt weiter existieren kann!

      • @Falsch, Loni !

        Genau das Gegenteil wäre richtig – verreisen und genießen!!
        Erst dann merkt man, dass die Welt anderswo NICHT so ist, wie in Deutschland dargestellt!

        • Zuerst wollte ich schreiben, das ist sicher wieder wegen der 2 Jahre Coronaquatsch passiert. Aber es steht da, dass die Lizenz 2019 auslief. Somit hätte man die Verlängerung 2018 aufgleisen müssen, lang vor der Krise.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten