53-Jährige nach Ohnmacht im Barranco de Las Peñitas auf Fuerteventura per Hubschrauber gerettet

Hubschrauberrettung-Wanderer-Fuerteventura

Am 14. Juli 2022 erlitt eine 53-jährige Frau auf Fuerteventura im Barranco de Las Peñitas mutmaßlich eine Hitze-Synkope, also einen plötzlichen Verlust des Bewusstseins aufgrund von Hitze.

Gegen 13:01h wurde die Notrufzentrale (Telefon 112) über die Notlage der Frau informiert.

Die Notrufzentrale veranlasste den Einsatz eines Rettungshubschrauber des GES, der sich auf den Weg zum Einsatzort im Barranco de Las Peñitas im Gemeindegebiet von Betancuria aufmachte.

Nach Angaben auf der Webseite der kanarischen Regierung wies die Frau beim Eintreffen der Rettungskräfte nach einer ersten Einschätzung „moderate gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen“ auf.

Die Frau wurde von der Besatzung des Hubschraubers für den Abtransport vorbereitet und anschließend ins Inselkrankenhaus von Fuerteventura ausgeflogen.

Symptome einer Hitzesynkope

Die von der kanarischen Regierung geschilderten Umstände legen die Vermutung nahe, dass die Frau eine Hitzesynkope erlitten haben könnte. Am 14. Juli 2022 gab es für Fuerteventura zwar keine offizielle Hitzewarnung, aber vor allem in küstenferneren Gebieten war es gefühlt sehr warm.

Eine Hitzeohnmacht oder Hitzesynkope entsteht, wenn der Körper versucht, die Blutgefäße zu erweitern, um dadurch mehr Wärme an die Umgebung abzugeben.

Dies kann ein peripheres Kreislaufversagen auslösen. Dabei fließt das Blut in die Arme und Beine, sodass nicht mehr genug Blut zum Herz zurück fließt. Dadurch fällt er Blutdruck stark ab und das Gehirn erhält nicht mehr genug sauerstoffreiches Blut. Dies führt zu einer meist nur kurzzeitigen Bewusstlosigkeit.

Eine solche Hitzesynkope kündigt sich oft durch gerötete Haut mit vermehrter Schweißbildung an. Hinzu kommen oft Schwindel, Sehstörungen, schneller Puls und Atmung, sowie Ohrensausen.

Erste Hilfe bei Hitzesynkope

Wenn es zu einer Hitzesynkope kommt, sollte die betroffene Person in kühlerer Umgebung hingelegt werden. Kalte Umschläge auf Stirn und Nacken können zur Abkühlung beitragen. Wichtig ist, dass die Beine hochgelagert werden, damit das Blut einfacher in die Körpermitte zurückfließen kann. Dabei ist darauf zu achten, dass die Atemwege frei bleiben.

Vorbeugung der Hitzeohnmacht

Wichtig sind vor allem guter Sonnenschutz, luftige Kleidung und eine Kopfbedeckung.

Viel Trinken (Wasser!) kann das Risiko senken.

Wenn man erste Anzeichen wahrnimmt, sollte man versuchen, sich aus der Hitze zurückzuziehen (Schatten), sich vorsichtig abzukühlen und ggfs. frühzeitig andere Personen verständigen.

Auf Fuerteventura muss man vor allem im Sommer damit rechnen, dass die Temperaturen lokal deutlich höher sein können als von der Wettervorhersage angekündigt. Der Temperaturunterschied zwischen Küste und Landesinnerem kann leicht 10 bis 15 Grad ausmachen. Dies macht es mitunter schwierig, die Temperaturverhältnisse richtig einzuschätzen.

Bevor man sich auf Fuerteventura zum Wandern aufmacht, sollte man immer abklären, ob es möglicherweise eine Hitzewarnung gibt. Rettungseinsätze wegen Hitzeproblemen kommen auf Fuerteventura regelmäßig vor.

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2 Kommentare

  1. Herr Wolfgang, du bist ziemlich einfallslos.
    Es gibt etliche Möglichkeiten sich zu schützen, zu mindest ein wenig (Schatten suchen, Kopfbedeckung, Körper mit Kleidungsstücken und Handtüchern usw. abdecken. Ausreichend Trinkwasser mitnehmen.

    Warum muss man mit dem Geländewagen auf Fuerte unterwegs sein? Geländewagen gehören auf den Kudamm.

  2. An einem kühlen Ort hinlegen, toller Tipp, wäre ich nie drauf gekommen

    Naja und was macht man, wenn man das merkt, aber irgendwo im Freien unterwegs ist? Wo es keinen kühlen Ort gibt?

    Dürfte man überall mit dem Geländewagen fahren, würde das seltener passieren.

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