Baubeginn des Megakomplex Stella Canaris im Süden von Fuerteventura

Stella-Canaris-Fuerteventura-Baubeginn

Nach vielen Jahren des Stillstandes kommt nun offenbar wieder Bewegung in das Renovierungs-Projekt des ehemaligen „Stella Canaris“ im Süden von Fuerteventura.

Mit erstaunlich wenig Brimborium verkündete die Gemeinde Pájara am 12. Juli 2022, dass der Bürgermeister und der stellvertretende Bürgermeister von Pájara sich mit dem CEO von Meeting Point Spain, Ángel Rivero, und dem Architekten Hermenegildo Dominguez anlässlich des Baubeginns in der vergangenen Woche auf der Baustelle getroffen hätten. Seitens des Unternehmens wurde nur das obligatorische Baustellenschild am Eingang des Hotelkomplexes aufgestellt, jedoch darüber hinaus nichts weiter publiziert.

Selbst auf Anfrage bei der Pressestelle des FTI-Konzerns erhielten wir keine weiteren Informationen. Man teilte uns lediglich lapidar mit:

„Vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir freuen uns, dass wir nach einer längeren Pause am Bau von Stella Canaris nun wieder die Arbeit am Hotelkomplex aufnehmen können. Das Projekt nimmt nun wieder Fahrt auf und wir gehen zusammen mit der Stadtverwaltung Párajas die Sanierung an.

Da wir uns aktuell noch mit allen beteiligten Parteien in Detailplanungen befinden, können wir zum jetzigen Stand darüber hinaus noch nicht mehr verkünden. Wir werden uns jedoch zeitnah bei Ihnen melden, wenn wir zum Stella Canaris Neuerungen zu vermelden haben. Bis dahin bitten wir Sie noch um ein wenig Geduld..

Mit freundlichen Grüße aus München“

Ungewöhnliche Funkstille angesichts eines so großen Projekts

Das zukünftige „Eco Resort Stella Canaris“ dürfte nach seiner Fertigstellung weiterhin eine der größten Hotelanlagen Europas sein. Daher ist das Projekt sowohl für den Süden von Fuerteventura als auch für den FTI-Konzern ein Vorhaben von erheblicher Bedeutung. Immerhin geht es, nach Informationen aus dem Jahr 2019, um eine Gesamtinvestition von rund 200 Mio. Euro.

Umso unverständlicher ist es, dass der Baubeginn eines solchen Projekts vom Unternehmen nicht zelebriert, ja nicht einmal kommuniziert wird.

Dies wirft natürlich viele zusätzliche Fragen auf.

Gerne hätten wir z.B. erfahren, in welchem Zeitrahmen das Projekt fertig gestellt werden soll.

Ebenfalls spannend ist die Frage, wo die rund 1.000 Menschen herkommen sollen, die nach Informationen aus 2019 auf der Baustelle beschäftigt werden sollen? Die Gemeine hat bereits dazu aufgefordert, sich bei ihr zu melden, wenn man auf der Baustelle arbeiten will.

Dieselbe Frage stellt sich für die Belegschaft von schätzungsweise rund 700 Personen, die später einmal direkt in den Hotels arbeiten sollen. Schließlich meldete die Hotelbranche auf Fuerteventura erst kürzlich einen akuten Fachkräftemangel. Wenn Arbeitskraft von außen importiert werden soll, müssten diese Menschen ja auch irgendwo wohnen, was wiederum einen Bedarf von mehreren hundert Wohnungen mit sich bringt. Mögliche Lohnsteigerungen, zu denen Unternehmen gezwungen würden, um ihre Mitarbeiter zu halten, könnten dann durch steigenden Mieten wieder aufgezehrt werden.

Für den Süden Fuerteventuras könnte ein solches Mega-Projekt nur dann wirtschaftliche Vorteile bringen, wenn es nicht andere, bereits bestehende Unternehmen kannibalisiert, z.B. indem es diesen Mitarbeiter oder Kunden „wegnimmt“. Auf der anderen Seite kann ein solches Projekt auch einiges an sozialem Sprengstoff mit sich bringen.

Um 4.000 zusätzliche Hotelbetten mit einer Auslastung von 75% und einer mittleren Aufenthaltsdauer von 9,2 Tagen zu füllen, müsste man pro Jahr knapp 120.000 zusätzliche Urlauber nach Fuerteventura locken.

Hier haben wir weitere Artikel zum Thema Stella Canaris auf Fuerteventura für Euch zusammengestellt.

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30 Kommentare

  1. In der stella war ich , es sind genau 3 Arbeiter dort 1 wo einen Eimer leert mit bauschutt , zwei stehen vor dem Kontäner und schauen zu.
    2 Wochen habe ich mal schön beobachten können….Das erste Mal war ich 1988 dort.
    Ich war jetzt das 31 mal dort und als Kind selber in der Anlage , mir fehlt sie sehr …
    Als Kind wollte ich nicht auf diese Insel !!
    Aber als ich dort war wollte ich nicht mehr weg !!!! Und seit dem RUFT sie mich ….
    irgendetwas hat Fuertevenrura mit mir gemacht…….

    • Sorry ich habe vergessen !!! Durch meine Stella durfte ich wieder zurück !!!!
      meine große Liebe !!! verzeiht mir das ich das hier schreibe

  2. Das Stella Canaris war mal eine sehr gepflegte und ansehlichr Anlage, wo ich im Jahre 1978 sehr schöne Urlaubstage verbrachte. Ausser dem Robinso Club war zu der Zeit kaum eine andere Herberge. Was sich heute hier abzeichnet ist nicht in Worte zu fassen, wie man ein solches Objekt herunterwirtschaften konnte.
    Die Architektur ist nicht mehr zeitgemäss und entspricht auch nicht mehr den heutigen Anforderungen. Daher wäre ein Abriss und ein von Grund auf neues Konzept angebracht.

  3. Herrlich, diese Diskussion ist Deutschland live. Passiert nix und die Ruine rottet, wird gemeckert. Auf die Behörden, auf die Touristikkonzerne, auf auf AI usw. Nimmt jetzt nach Jahrzehnten jemand Geld in die Hand, um diese Ruine zu revitalisieren, wird gemeckert: auf die Behörden, auf die Touristikkonzerne, auf AI…..
    Und ja, es ist immer noch mein Fuerteventura, da mich die großen Orte Corralejo, Costa Calma und Morro Jable ohnehin noch nie angezogen haben. Dasselbe gilt für mich aber auch für andere Urlaubsgebiete.
    Und vielen Dank an die Fuerteventurazeitung und ihr Team für die immer wieder aktuelle und ausgewogene Berichterstattung!

    • Moin Fuertelover,
      du hast so recht, ich wollte auch erst meinen Senf dazu geben, dann aber wäre meine Bewährung hinfällig…..🙂…
      FTI kann nur froh sein, dass keiner dieser Damen und Herren als Berater dort tätig ist…

      Grüße aus Hamburg
      F.W.

  4. So was von Daumen rauf Max! Es bedarf nicht wirklich viel Text, der erste Kommentar von Dir beschreibt das gesamte Thema mit nur acht Worten. Hättest Du Deinen Satz mit einem Punkt beendet, wäre es eventuell der einzige Eintrag gewesen. d(-_-)b

  5. Habe im Stella schöne Urlaube verbracht. Auch der ehemalige Besitzer hat mir voller Stolz sein damaliges Paradies gezeigt. Ich hätte nie gedacht das es so endet.

  6. Zunächst hört sich die Nachricht hoffnungsvoll an und es würde mich freuen, wenn es denn endlich voran ginge. Ein Schandfleck ist diese große Anlage seit Jahren. Hoffentlich versickern die Millionen nicht in die vielen eigenen Hosentaschen der Politiker oder auch bei FTI? Steuerlich Abschreibung bringt auch Geld in die Kasse. Warum eigentlich will man eine unmodern gewordene Art, mindestens 1000 Unterkünfte errichten? Wer als Urlauber wünscht sich das noch? Massenabfertigung ? Kann ich mir nicht mehr vorstellen. Es ist aus der Zeit. Man sollte sich stattdessen überlegen, daß es in ganz naher Zukunft schon so sein könnte, daß viele Europäer, insbesondere aus D ihren Alterswohnsitz zum B. auf die Insel verlegen würden, wenn Preis und Leistung stimmt, dafür aber durchgängig eine sogenannten gesicherte MIete fließt. Es würde der Insel sehr zu Gute kommen und viel Geld einfahren. Ich würde mich sofort für ein ein kleines Appartment anmelden. So wäre dieser schöner Platz und die große weitläufige Anlage einem sozialen Zweck geweiht. Die FTI sollte umdenken. Sie wissen, daß es viele Auswanderer bzw. Ruheständler bevorzugen ihr eigenes Land zukünftig zu verlassen.

    • Hallo,
      Als Alterwohnsitz hervorragend.
      Muss dann natürlich auch abgedeckt sein, med.factor sowie Personal mit med.ausbildung.
      Bezahlbar und von Kassen mit abgedeckt.
      Der Tierpark, es wäre wunderbar wenn dieser wieder aufersteht.
      L.g
      B.
      Vilaverde

  7. Sehr traurig
    Erst vergammelt die komplette Anlage jahrelang,haben wir mal direkt gesehen, es sah aus wie purer Vandalismus, dort wurde illegal übernachtet, im Hotel hinten haben wir mal Feuer gesehen, hat niemanden interessiert.Dann ist zwischendurch ein potenzieller Investor abgesprungen, und nun präsentiert der Gemeinderat stolz sein neues Projekt ?? Genau die Gemeinde, wo einige Verantwortliche ein laufendes Verfahren wegen illegalem Bau des Royal Palm anhängig haben ??? Wenn das mal nicht genau so eine Baustellenleiche wird wie in Corralejo zu sehen, wenn man über die alte Straße reinfährt.
    Wenn ich im Laufe der letzten 24 Jahre Fuerteurlaub so vergleiche ,muss ich ehrlich sagen das sich nicht alles zum Positiven und Angenehmen entwickelt hat.

  8. Hallo!
    Mich erstaunt immer wieder, dass das Thema Bauen auf Fuerteventura offensichtlich im absoluten Mittelpunkt steht: wir bauen eine neue Kaje, wir bauen ein neuen Flugplatz, wir bauen ein neues Hotel… es wird immer etwas für Bauunternehmer getan, aber die Bevölkerung bleibt auf der Strecke: marode Wasserleitungen, Stromausfälle und steigende Energiekosten, obwohl der Wind ständig weht und die Sonne 350 Tage scheint. Jeder Kommunalpolitiker weiß: Wess Brot ich eß, des Lied ich sing…

  9. Kann man nur hoffen das es keine all incl. Bettenburg wird, wäre schade. Fuerteventura sollte auch mehr auf Qualität gehen als auf Masse. War schon traurig anzusehen jetzt im Juni wie heruntergekommen einiges ist.

  10. Moin, so mit den 120.000 zusätzlichen Urlaubern wird das ganz sicher nichts. Zunächst müssen wir ert einmal die höheren Heizkosten bezahlen und zusätzlichen werden in 2023 die Lebensmittelpreise deutlich anziehen. Eventuell auch die Preise bei den Fluggesellschaften. Somit müsste keiner Angst vor vollen Stränden haben. Gruß aus Hagen 🐝Heiner

  11. Wohlstand entsteht nie durch Billig-Tourismus. Wenn der Süden sich entwickeln soll, muss der ganze Beton weg, und diese fürchterliche Ruine zuerst.

  12. Macht einfach Natur daraus und reisst die Ruinen ab. Ich war dort so ziemlich der letzte Kunde mit meinen Kindrrn in dieser Anlage und habe voll bezahlen müssen.Es hatte nur noch ein Jotel geöffnet. Während unseres Aufenthaltes wurde vor der Stella ein Flohmarkt von den Mitarbeitern gemacht, da sie lange nicht bezahlt wurden. Es war vor Jahren schon ein Trauerspiel. Allerdings kenne ich die Anlage noch in den 90igern. Da war sie super gepflegt und ein tolles Erlebnis für Familien mit Kindern. Der Tierpark war eine Sensation.
    In der heutigen Zeit würde ich diese versammelte Ruine einfach nur abreißen und in Natur verwandeln! LG

  13. Ich bin da vorgestern vorbei gelaufen und war etwas irritiert. Ich habe erst gedacht, dass das ein Zoo war, weil da noch so viele Vögel umher fliegen und die ganzen Volieren sind und dann hab ich das Schild vom Hotel Neubau gesehen. Und war noch mehr irritiert. Aber nun weiß ich bescheid. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich nicht. Find die Ecke dort ziemlich heruntergekommen und nicht wirklich freundlich. Corona hat leider viel kaputt gemacht. Ich war vor 4 Jahren schon mal dort und war jetzt etwas erschrocken, dass auch bei den Läden so viel Leerstand ist. Schade.

      • Corona hat aber mindestens für zwei Jahre zusätzliche Verzögerung gesorgt. Die Baugenehmigung ist schon in 2019 erteilt worden. Meeting Point Spain musste dann kurz nach Beginn der Pandemie in 2020 Gläubigerschutz beantragen. Ohne Corona hätte man wohl sicher schon früher angefangen. Das Grundstück war immerhin schon gekauft.

  14. Hallo, ich wäre auch dafür, dass der hintere Teil der Anlage für die Mitarbeiter bleibt. Somit werden die wenigen Wohnungen, die es im Süden gibt, nicht belegt.Wir kennen viele, die in Moro Jable wohnen und viel Geld für ein Appartement bezahlen. Ein Anfang mit wenig Gästen wäre von Vorteil. Aber keiner Will es.

  15. Noch mehr Touristen auf die Insel zu bringen ist kontraproduktiv. Ich denke das was jetzt da ist reicht. Wie nachhaltig kann den sowas noch sein. Zuerst sollten mal die vielen illegal errichteten Bauruinen weg die einfach so in der Lanschaft stehen. Fuerteventura war mal schön.

  16. Hola
    Wenn alle richtig gewollt hätten wären da nicht 10 jahre verstichen.

    Ob zur Zeit das eh eine gute nachricht ist?!?
    Da die Welt gravierende Probleme für die Menschen hat.

    Wird man sehen wie sich das entwikelt.

    Wäre aber gut wenn die Menschen vor Ort was davon haben wie Arbeit usw.

    • Seit 8 Jahren sind wir Stammkunden im Royal Palm,nun ist die Sprache vom
      Abriss, des angeblich Illegal gebauten Hotels.
      Für mich ein Fake!

      • Bei der Behauptung „Fake“ bitte berücksichtigen, dass eine solche Entscheidung sicher erst nach einem jahrelangen Rechtsstreit durch alle Instanzen fallen wird. Dass die entsprechenden Strafverfahren eingeleitet sind, ist jedenfalls eine Tatsache, also muss zumindest schon mal ein Staatsanwalt davon überzeugt sein, dass eine Straftat vorliegt. Und das Gericht hat das Verfahren zugelassen, weil es „deutliche Indizien für Straftaten“ erkannt hat. Hast Du als Jura-Profi vielleicht tiefere Einsichten, die Dich zu dem Urteil „Fake“ kommen lassen? Dann erleuchte uns bitte!

        • Er meint bestimmt „Farce“!

          Eine Farce [fɑrs] ist eine Komödie, die das Ziel hat, die Zuschauer durch die Darstellung von unwahrscheinlichen oder extravaganten, aber häufig denkbaren Situationen, Verkleidungen und Verwechslungen zu unterhalten.

  17. Sind das nun gute Nachrichten? Ich bin zwiegespalten. Das langsam verfallende Stella ist nun auch kein schöner Anblick. Aber wenn ein solches Riesenprojekt stillschweigend durchgeführt wird, wird man skeptisch, ob da alles mit rechten Dingen zugeht. Das dies nicht immer der Fall ist, konnte man in der Fuertezeitung leider in letzter Zeit öfter lesen. Viele Urlauber kommen auf die Insel, weil hier der Massentourismus nicht so ausgeprägt ist. Zusätzliche 120.000 Urlauber sind eine Herausforderung für den Süden. Hoffentlich entsteht hier nicht eine modernisierte Ruine. Lassen wir uns überraschen, was in den nächsten Jahren so passiert….

  18. Einen Teil des Resorts könnte man für spätere Wohnungen der Mitarbeiter nutzen und als Unterkunft während der Bauphase für die Baumannschaft.
    Dann ist der Hotel Bereich viel kleiner. Somit werden auch weniger als 700 Mitarbeiter
    und viel weniger als 120.000 Zusatzurlauber benötigt.

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