Zahl der ausgesetzten Hunde in Fuerteventuras Hauptstadt hat sich im Sommer verdreifacht

Tierheim-Fuerteventura

Die Gemeinderätin Yanira Domínguez, die in Puerto del Rosario, der Hauptstadtgemeinde von Fuerteventura für das Wohlergehen der Tiere zuständig ist, hat in einer Pressemitteilung einen Aufruf gestartet, um die Bürger um Hilfe zu bitten und die Bereitschaft zur Adoption von Hunden zu fördern, die sich zur Zeit in der gemeindeeigenen Auffangstation befinden.

Die Zahl der ausgesetzten Hunde und ungewollter Würfe hat sich in den letzten Monaten verdreifacht, was zu einer völligen Sättigung des Einrichtungen des Tierheims der Gemeinde, der Tierschutzorganisationen und privater Auffangstationen geführt habe, heißt es in der Pressemitteilung.

Deshalb bittet die Gemeinde die Bürger dringend darum, diese Tiere zu adoptieren und ihnen die Gelegenheit zu finden, ein neues Zuhause zu finden in einer Familie, die sie liebt und respektiert. Eine Familie, die ihnen endlich das Leben gibt, das sie verdienen.

Wer ein Tier adoptieren möchte, kann sich an die Telefonnummer 928 85 01 10 (-208) wenden oder eine Whatsapp an 608 285 041 bzw. eine Email an [email protected] senden.

Auf der Facebookseite des Tierheims von Puerto del Rosario werden regelmäßig Hunde präsentiert, die ein neues Zuhause suchen

In den Tierheimen der anderen Gemeinden auf Fuerteventura dürfte die Situation ähnlich angespannt sein.

Verschärftes Tierschutzgesetz in Spanien ab 2023

In Spanien befindet sich derzeit ein neues Gesetz zum Wohlergehen der Tiere im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren. Nachdem ein erster Entwurf Anfang August verabschiedet wurde, wird das Gesetz voraussichtlich in 2023 in Kraft treten.

Eines der erklärten Ziele des Gesetzes ist es, das Aussetzen von Tieren „auf Null“ zu bringen. So sieht das Gesetz z.B. vor, dass Haustiere nur noch von registrierten, professionellen Züchter gezüchtet werden dürfen. Damit dürften Privatleute auch keine Nachkommen wie Hundewelpen oder Katzenbabys verkaufen.

Das Gesetz sieht sogar vor, dass die Halter von Katzen diese innerhalb der ersten 6 Monaten sterilisieren lassen müssen, da die Vermehrung ansonsten nicht zu kontrollieren ist, weil Katze dann oft allein das Haus verlassen. Diese Vorschrift ist jedoch heftig umstritten.

Wenn ein Haustier trächtig wird, ohne dass der Halter ordnungsgemäß als Züchter registriert ist, droht ihm ein Bußgeld zwischen 600 und 10.000€. Im Wiederholungsfall soll das Bußgeld auf 30.000 bis 100.000 Euro steigen.

Auch die Strafen für das Aussetzen und die Misshandlung von Tieren sollen weiter verschärft werden.

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5 Kommentare

  1. wie Herr Baba doch recht hat!
    Außerdem sind 8 von 10 Hunden in den Perreras die der größeren Rasse, die zur gesunden Entwicklung auch ausreichend Bewegung benötigen. Am besten ist da das Schwimmen im Meer, Gelenkschonend und sehr anspruchsvoll und auspowernd für den Hund. 30 Minuten schwimmen im Meer ersetzen das Gassi gehen; Schwimmen im Meer ist nur Verboten, leider. Eine Regelung dass ab 19 Uhr bestimmte Strandabschnitte für Hunde offen sind – wäre schon sinnvoll. Einige der potenziellen Hundehalter würden sich dann vielleicht überlegen, einen Hund oder noch einen weiteren Hund zu übernehmen. Das Argument, dass die Hunde dorthin koten, find ich überflüssig; dafür gibt es Tüten um diese zu beseitigen. Da ist mancher Mensch noch nicht einmal in der Lage zu. So als Denkanstoß.

    • Hallo Bonita,

      Strand ist in Spanien leider tabu für Hunde.

      Bezüglich Kot und Hundebeutel (Tüten) sehen wir es immer wieder in Costa Calma,
      das wir selbst als Hundebesitzer doof angesehen werden, wenn wir den Kot von unserem Hund (der immer mit uns nach FUE geht) mit der Tüte aufnehmen.

      Das halten in Costa Calma nicht viele Hundebesitzer für notwendig, die Hinterlassenschaften Ihres Vierbeiners aufzunehmen. Schade eigentlich.

      Schau Dir nur einmal den alten Platz vom Afro-Markt (hoffe ich trete keinem damit zu Nahe) an,
      er ist das reinste Hundeklo.

      Leider müssen immer wieder die Leute, die sich an Regeln halten dafür büssen, wenn die Stadt ein Verbot (Hundeverbot) am Strand ausspricht.

      Das gleiche wird für die Raucher am Strand kommen. Rauchverbot. Weil die meisten Ihre Kippen in den Sand stecken. Ich habe immer eine kleine Dose dabei, wo meine Kippen reinkommen und zu Hause entsorgt werden. (In Costa Camla hängen sogar kleine Falschachteln der Gemeinde Pajara am Strand aus, worin man seine Kippen entsorgen kann. Tolle Idee.)

  2. hallo
    wir arbeiten seit 1998 hier in fuerteventura mit diversen Vereinen aus deutschland und auch aus fuerteventura zusammen, ich kann ihnen versichern daß sich in bezug auf hunde in der zeit bis heute nicht viel geändert hat, die perreras sind meist voll oder gar überfüllt, somit kann man nur hoffen das die hunde die aus den perreras abgegeben werden geimpft gechipt und kastriert sind. sonst unkontrollierte vermehrung ,
    auch das eintragen bei zoocan sollte besser überwacht werden , so daß verschenkte hunde auch dort übertragen werden, das ist nicht immer gemacht . wie kann es sein das ein hund weitergegeben wird aber wenn überhaupt gechipt nicht übertragen wird? viel zu wenig kontrolle liegt hier vor. auch sie von fuerteventurazeitung erwähnten verbesserungen die evtl.gemacht werden, werden nicht funktionieren weil keine kontrolle da ist. es liegt vieles im argen in bezug auf tiere hier in fuerteventura und wenn sich nicht vereine drum kümmern würden wäre es noch viel schlimmer!!! da ein grossteil der perrerahunde von den Jägern herkommen, podencos, wäre auch da mal eine überprüfung in bezug auf vermehrung angesagt, auch die haltung von hunden bei den jägern lässt oft zu wünschen übrig.
    sorry ist ein bischen lang geworden … NORBERT 😉

    • Ich habe einen Hund von der Kette gerettet, den mein junger Schwager hielt. Doch der Tierarzt weigert sich, mich als Besitzer einzutragen, da der junge Bruder es seit 1,5 Jahren nicht geschafft hat, seine NIE Nummer zu kopieren und ein Schriftstück zu machen, dass ich der neue Besitzer bin. Und obwohl ich den Hund weit 1,5 Jahren habe und auch zum Tierarzt gehe, wird er mir nicht übertragen! Mein Schwager war sogar einmal persönlich beim Tierarzt ihm mitzuteilen, dass er einverstanden sei, man schickte ihm Heim! So sieht es in Spanien aus, so viel Bürokratie, dass sie ihn nicht umschreiben.. Sei Gesetz sagt der Arzt. Umschreibung kostet 12 Euro. Unglaublich!

      Und mein Kommentar zum Gesetz….was machen dann die Halter, deren Tier schwanger wird? Das Muttertier töten? Ich finde das ein blödes Gesetz. Sterilisieren auf Staatskosten vermeidet das Problem. Denn hier werden Hundewelpen in Mülltüten gefunden! Das bessert sich nicht mit Strafen

      • Die Erfordernis einer Unterschrift des Vorbesitzers zur Umschreibung des Eigentums an einem Hund kann man ja nicht als „viel Bürokratie“ bezeichnen. Genauso wie es Misshandlung von Hunden, gibt es leider auch Diebstahl und Besitzentzug. Die Unterschrift dient in vielen Fällen also auch zum Schutz des Tieres und des legitimen Eigentümers.

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