Guardia Civil nimmt Flughafenmitarbeiter auf Fuerteventura nach Diebstählen aus Koffern fest

Beute-Gepäckdiebstahl-Flughafen-Fuerteventura

Wertgegenstände oder gar Schmuck und Bargeld gehören nicht ins Aufgabegepäck, wie ein gerade erst aufgeklärter Fall von Gepäckdiebstahl am Flughafen von Fuerteventura beweist.

Die Guardia Civil hat im Rahmen der sogenannten Operation Bodega (Operation Frachtraum), einen Mitarbeiter des Flughafens Fuerteventura festgenommen.

Ihm wird ein fortgesetzter Diebstahl aus aufgegebenem Reisegepäck vorgeworfen. Die Ermittlungen begannen nach der Anzeige einer Passagierin, die den Verlust von Bargeld aus ihrem aufgegebenen Koffer meldete.

Der angezeigte Vorfall ereignete sich am 3. Dezember 2025. Die Reisende hatte ihren Koffer für einen Flug nach London Gatwick aufgegeben und stellte nach der Landung fest, dass ein Umschlag mit 5.000 Euro aus dem Gepäck verschwunden war. Daraufhin leitete die Guardia Civil eine Untersuchung ein.

Auswertung von Videoaufnahmen am Flughafen

Im Zuge der Ermittlungen analysierten die Beamten die Aufzeichnungen der Sicherheitskameras in den Bereichen des Flughafens, zu denen nur Personal mit Zugang zu aufgegebenem Gepäck Zutritt hat. Dabei wurde ein Mitarbeiter identifiziert, der einen Koffer öffnete, dessen Beschreibung mit den Angaben der Geschädigten übereinstimmte. Auf den Bildern war zu erkennen, wie der Mann Gegenstände aus dem Koffer entnimmt und in den Taschen seiner Arbeitskleidung verstaut.

Weitere Auswertungen ergaben, dass der Verdächtige diese Vorgehensweise mehrfach angewendet haben soll. Nach Einschätzung der Ermittler handelte er stets allein und nutzte gezielt Momente, in denen er nicht von Kollegen beobachtet werden konnte.

Abgleich mit Flugdaten und Verkäufen

Parallel dazu arbeitete die Guardia Civil mit dem Betreiber des Gepäckfördersystems zusammen, um betroffene Flüge zu identifizieren. In diesem Zusammenhang wurden auch mehrere Fluggesellschaften um Informationen gebeten. Zusätzlich nahmen die Ermittler Kontakt zu An- und Verkaufsstellen für Gold und gebrauchte Waren auf Fuerteventura auf.

Dabei stellten sie fest, dass der Festgenommene im Jahr 2025 zahlreiche Schmuckstücke verkauft hatte. Der Gesamtwert dieser Verkäufe belief sich auf 9.291 Euro. Diese Funde erhärteten den Verdacht, dass die Gegenstände aus dem aufgegebenen Gepäck von Fluggästen stammten.

Durchsuchung und weiterer Ermittlungsstand

Nach der Festnahme wurde das Fahrzeug des Beschuldigten durchsucht. Dabei fanden die Beamten mehrere kleine Schmuckstücke im geschätzten Wert von rund 50 Euro sowie Banknoten aus verschiedenen Ländern. Nach Angaben der Guardia Civil könnten auch diese Geldscheine aus Diebstählen aus Reisegepäck stammen.

Auf Grundlage der bisherigen Erkenntnisse geht die Guardia Civil davon aus, dass der Mann für einen fortgesetzten Diebstahl von persönlichen Gegenständen sowie für mehrere versuchte Diebstähle verantwortlich sein könnte. Der geschätzte Gesamtschaden beläuft sich derzeit auf 14.291 Euro.

Der Festgenommene wurde der Justiz übergeben. Die Ermittlungen dauern jedoch an, da weitere Anzeigen von betroffenen Passagieren möglich sind. Die Guardia Civil weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, keine größeren Bargeldbeträge oder wertvollen Schmuck im aufgegebenen Gepäck zu transportieren, da solche Gegenstände besonders anfällig für Diebstahl sind.

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