Fuerteventura rechnet mit 6% weniger deutschen Urlaubern im Sommer 2026

Condor-Fuerteventura

Am 5. März 2026 ist die weltweit größte Tourismusmesse, die ITB in Berlin, zu Ende gegangen. Natürlich war auf der Internationalen Tourismusbörse alles vertreten, was in der Tourismusbranche auf Fuerteventura Rang und Namen hat.

Ein Ergebnis von der ITB könnte überraschen: die deutschen Fluggesellschaften sollen angekündigt haben, ihr Sitzplatzangebot nach Fuerteventura in der Sommersaison um 6% zu reduzieren. Das Sitzplatzangebot auf die Kanaren insgesamt soll sogar um 8,6% sinken. Der Grund: die Erneuerung der Flugzeugflotten auf sparsamere Modelle ist noch nicht abgeschlossen. Sobald die neuen Fluggeräte einsatzbereit sind, wolle man die Sitzplatzkapazitäten aber wieder hochfahren. Die Reduzierung der Kapazitäten erfolgt also nicht etwa, weil die Fluggesellschaften mit einer sinkenden Nachfrage nach Fuerteventura-Reisen rechnen, sondern aus technischen Gründen.

Steigende Ticketpreise wahrscheinlich

Wenn die Fluggesellschaften ihr Angebot kurzzeitig zurückfahren, steigen bei gleichbleibender Nachfrage die Ticketpreise. Da aber im Sommer 2026 wohl aufgrund des Krieges im Iran einige beliebte Reiseländer der Deutschen vorübergehend unattraktiv werden, dürfte die Nachfrage nach den Kanaren und Fuerteventura sogar noch steigen. Wenn sinkendes Angebot und steigenden Nachfrage aufeinandertreffen, führt dies wohl unweigerlich zu höheren Preisen.

Hinzu kommt, dass der Treibstoff für Fluggesellschaften einer der größten Kostenfaktoren ist. Wenn die Preissteigerungen beim Rohöl länger anhalten, wird auch Kerosin teurer. Die steigenden Kosten werden die Fluggesellschaften sicher auf die Ticketpreise aufschlagen.

Riskante Situation für Fuerteventura

Ob diese Situation für Fuerteventuras Tourismuswirtschaft positiv sein wird, bleibt abzuwarten. Zwar rechnete die Regierungsrätin im Cabildo für Tourismus, Marlene Figueroa, damit, dass auch bei reduzierten Flugkapazitäten aus Deutschland die Auslastung der Hotels auf Fuerteventura im Sommer bei rund 85%, und damit einem sehr rentablen Bereich, liegen wird.

Allerdings kommen dann Touristen, die schon mehr für den Flug ausgegeben haben, bevor sie auf der Insel konsumieren können. Außerdem könnten Urlauber, die aus „billigeren“ Zielen, wie z.B. Ägypten, auf die Kanaren ausweichen, von dem hiesigen recht hohen Preisniveau überrascht sein.

Schon während des „Arabischen Frühling“ mussten Tourimusunternehmen auf Fuerteventura feststellen, dass eine große Zahl von Urlaubern, die billige Preise gewohnt sind, nicht wirklich die Kassen klingeln lassen.

Steigende Flugpreise und eine Reduzierung der Sitzkapazitäten könnten auch dazu führen, dass die Hotels mit niedrigeren Preisen um weniger Urlauber buhlen müssen.

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