Fuerteventura profitiert von neuem Glasfaser-Ring mit 553 Kilometern Seekabel

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Das öffentliche Telekommunikationsunternehmen Canalink hat am 28.07.2026 mit der Verlegung eines neuen Unterseekabels begonnen, das die digitale Anbindung der östlichen Kanarischen Inseln deutlich verbessern soll. Das Unternehmen gehört zum Cabildo von Teneriffa und ist dem Institut für Technologie und Erneuerbare Energien (Instituto Tecnológico y de Energías Renovables, ITER) unterstellt. Die Arbeiten markieren einen weiteren wichtigen Meilenstein beim Projekt RING, einem neuen Glasfaserring, der Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura miteinander verbinden wird.

Für das Vorhaben sind Investitionen in Höhe von insgesamt 34 Millionen Euro vorgesehen. Davon stammen 23 Millionen Euro aus dem Förderprogramm Connecting Europe Facility Digital (CEF Digital) der Europäischen Union. Im Rahmen des Projekts werden insgesamt 553 Kilometer Glasfaserkabel auf dem Meeresboden verlegt. Anschließend werden diese mit einer Landestation verbunden und in das bestehende Glasfasernetz integriert. Dieser Schritt gilt als unverzichtbare Voraussetzung für die spätere Inbetriebnahme.

Nach Angaben von Canalink erfolgen sämtliche Arbeiten unter strengen Umweltauflagen und im Einklang mit den kanarischen, spanischen und europäischen Vorschriften. Ziel sei es, die Auswirkungen auf die Meeresumwelt während aller Bauphasen so gering wie möglich zu halten.

Zwei unabhängige Seekabel sorgen für höhere Ausfallsicherheit

Das neue System besteht aus zwei voneinander unabhängigen Unterseekabeln. Das östliche Kabel verbindet Ojos de Garza auf Gran Canaria mit Puerto del Rosario auf Fuerteventura sowie Playa Honda auf Lanzarote. Das westliche Kabel führt von Barranco de Tenoya auf Gran Canaria nach Corralejo auf Fuerteventura und weiter nach Playa Blanca auf Lanzarote.
Durch diese doppelte Leitungsführung, die quasi einen Ring bildet, soll die Versorgung auch dann aufrechterhalten werden können, wenn eine der beiden Verbindungen ausfällt. Gleichzeitig entsteht eine deutlich robustere Infrastruktur für Telekommunikationsanbieter, Unternehmen und öffentliche Verwaltungen.

Infrastruktur für die digitale Zukunft

Der Geschäftsführer von Canalink, Rubén Molowny, erklärte, dass die Anlandung des Kabels auf Gran Canaria einen bedeutenden Fortschritt für das Projekt RING darstelle. Damit rücke das Ziel näher, die östlichen Kanarischen Inseln mit einer leistungsfähigen Kommunikationsinfrastruktur auszustatten, die den digitalen Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht werde.

Molowny betonte außerdem, dass Konnektivität inzwischen ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und den territorialen Zusammenhalt sei. Das Projekt schaffe die notwendigen Voraussetzungen, um Innovationen zu fördern, Investitionen anzuziehen und die Entwicklung moderner digitaler Dienstleistungen im gesamten Gebiet voranzutreiben.

Die höhere Kapazität und Ausfallsicherheit der neuen Infrastruktur soll den Ausbau digitaler Angebote in zahlreichen Bereichen ermöglichen. Dazu gehören unter anderem die elektronische Verwaltung, das Bildungswesen, das Gesundheitswesen, die Wirtschaft sowie der Tourismus. Eine leistungsfähigere Glasfaseranbindung soll gleichzeitig genügend Reserven für den künftig steigenden Datenverkehr schaffen.

Teil einer umfassenden Strategie für die Kanaren

Das Projekt RING ist Bestandteil der Strategie von Canalink zum Ausbau der digitalen Infrastruktur des Kanarischen Archipels mit Unterstützung der Europäischen Union. Ergänzt wird diese Initiative durch weitere Projekte des Unternehmens, darunter eine Unterseekabelverbindung nach Marokko sowie ein neues Glasfaserkabel zwischen Teneriffa und El Hierro.

Canalink zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Unternehmen im Bereich der Unterwasserkabel in Spanien und international. Zu den Kunden gehören unter anderem Vodafone, MasOrange und Maroc Telecom. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, die Kanarischen Inseln über moderne Telekommunikationstechnologien und maßgeschneiderte Konnektivitätslösungen mit der Welt zu verbinden.

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